Montag, Mai 27, 2024
Energieströme steuern

Kostendruck und Klimawende: Ein Weg, um dieser Herausforderung zu begegnen - ohne, dass Mitarbeiter*innen frieren müssen - führt über das systematische Energiemonitoring. Durch die Überwachung der Emergieflüsse lässt sich zunächst vor allem Wissen um Energieverbrauch u.ä. gewinnen - das dann wiederum die Grundlage für ein smartes Energiemanagement bildet. Beispiele für die Technik dahinter liefert das Sentron-Portfolio von Siemens.

Messen und analysieren

Ein Energiemonitoringsystem besteht aus Messgeräten, die Energiedaten erfassen, und einer Analysesoftware, mit der sich diese Daten visualisieren und auswerten lassen. Eine solche Analysesoftware ist der Sentron powermanager von Siemens. Die Software kann sowohl als eigenständige Software als auch als integrierter Bestandteil des Gebäudemanagementsystems Desigo CC genutzt werden. Mit ihr lassen Energieverbräuche übersichtlich analysieren und in einem Dashboard darstellen. Energieeinsparungen können durch die Auswertung von Lastspitzen und Leistungsverlauf schnell erzielt werden. Durch eine kontinuierliche Überwachung der Energieverteilung können außerdem kritische Anlagenzustände frühzeitig erkannt werden.

Kommunikationsfähige Geräte leisten mehr

Die Erfassung der Energiedaten können dabei neben Messgeräten auch kommunikationsfähige Schutz- und Schaltgeräte übernehmen. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt beispielsweise der neueste offene Leistungsschalter 3WA aus dem Sentron-Portfolio von Siemens: Er verbindet Schutz- und Messfunktionen in einem einzigen Gerät. Die elektronische Auslöseeinheit (ETU) ist dafür ausgelegt, im normalen Betrieb vielfältige Daten zu Energie und Schalterzuständen zu erfassen. Die Übermittlung der erfassten Daten in übergeordnete Systeme erfolgt üblicherweise über Standardprotokolle.

Energiemonitoringsoftware ist dabei in der Regel in der Lage, unterschiedliche Kommunikationsprotokolle auslesen zu können. Somit kann vorhandene Hardware in Bestandsanlagen oftmals kosten- und ressourceneffizient weiter genutzt und in die Energiemanagementumgebung integriert werden, denn sie lässt sich problemlos mit neuen Komponenten und Softwarelösungen verknüpfen.

Cloudanwendungen eröffnen neue Möglichkeiten

Neue Geräteklassen gehen heute aber noch einen Schritt weiter: Sie bringen Messwerte und Zustandsdaten aus der elektrischen Infrastruktur ins IoT (Internet der Dinge). Alle erfassten Daten können damit auch in cloudbasierte Energiemanagementsysteme eingebunden werden. Dabei reicht eine zentrale Schnittstelle aus. Daten können bereits über diesen zentralen Knoten browserbasiert angezeigt werden, die erforderlichen oder gewünschten Daten aber lassen sich dann in Apps weiterverarbeiten.

Im Siemens Sentron powermanager können der eigene Energieverbrauch und die eigene Effizienz genau nachverfolgt werden.

Den direkten Datentransfer in die Cloud ermöglichen die IoT-Datenplattform 7KN Powercenter 3000 und die cloudbasierte App Sentron powermind. Die IoT-Datenplattform bietet über das integrierte Webinterface bereits verschiedene Möglichkeiten der Datenvisualisierung und -analyse an. Mit der Cloudapplikation Sentron powermind wiederum wird die ortsunabhängige Echtzeitanalyse der Energie- und Anlagendaten möglich.

Neben dem Energiemonitoring bietet die Nutzung von IoT-Plattformen in der Elektro- und Gebäudetechnik noch weitere Vorteile: Der Aufwand für eine eigene IT-Infrastruktur lässt sich wesentlich reduzieren. Zudem kann in der Cloud ein enormes Datenvolumen gespeichert und verarbeitet werden, das ortsunabhängig für umfangreiche Analysen zur Verfügung steht.

(Bilder: Siemens)

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