Samstag, Juli 20, 2024
Franz Josef Eder fordert eine durchdachtere Planung, um Bauabläufe zu verbessern und Engpässe zu vermeiden.

Trotz eines herausragenden Vorjahres konnte die Betonfertigteilbranche in Österreich im ersten Halbjahr 2018 den Umsatz noch einmal deutlich spürbar steigern. Wie auch im Vorjahr sind die stärksten Wachstumsbereiche Wohn- und Bürobau sowie Gewerbeimmobilien.

So geht EPS: QG-Sprecher Dr. Clemens Hecht (r. im Bild) veranschaulicht die Herstellung von Styropor; Durch das Programm führte Kabarettist Martin Puntigam, bekannt von den Science Busters.
Bernhard Wolf

Die Experimente-Show DämmWeise der ARGE Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme (QG WDS) in Kooperation mit der Energiesparmesse Wels veranschaulicht auf humorvolle Weise Vollwärmeschutz.

Der Fachkräftemangel ist in der Arbeitswelt leider Alltag und schreitet, in Verbindung mit der rasanten Automatisierung und Digitalisierung, schnell voran. Um ihm entgegenzutreten, braucht es eine Bewusstseinsänderung im Gesellschaftsbild sowie in der Aus- und Weiterbildung.

Foto: Die Koordination mit den Bauunternehmen wird nicht nur für die Fertigteilhersteller zunehmend schwierig.
Foto: Thinkstock

Sowohl Leicht- als auch Massivbauer schwimmen zumindest in Sachen Umsatz mit dem aktuellen Bauboom auf einer Erfolgswelle. Die positive Entwicklung dürfte auch noch einige Zeit anhalten. Sorgen bereitet neben dem Facharbeitermangel auch die mitunter schwierige Zusammenarbeit mit den Bauunternehmen.

„Die Prognosen für Bauinvestitionen innerhalb der EU sind vielversprechend. Für 2018 und 2019 rechnen wir mit einer durchschnittlichen Investitionssteigerung von rund 3 %“, erklärt Alexander Hohendanner.
Deloitte

Die europäische Baubranche boomt. Laut aktuellem Deloitte Report konnten die 20 umsatzstärksten Bauunternehmen Europas ihren Gesamtumsatz 2017 um 5 % steigern. Mit Strabag und Porr finden sich gleich zwei österreichische Vertreter im Ranking.

Die SW Umwelttechnik geschäftsführer Klaus Einfalt (l.) und Janos Vczi freuen sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

Das Kärntner Unternehmen SW Umwelttechnik ist auf Kurs: Hohe Bautätigkeit sorgt für 19 % Umsatzwachstum im ersten Halbjahr. Der Ausblick ist weiterhin positiv.

PORR gewinnt den bislang größten Bahnbauauftrag in Polen.

Die PORR wurde von PKP PLK S.A. mit der komplexen Modernisierung der wichtigen Eisenbahnstrecke Oświęcim - Czechowice-Dziedzice in Südpolen beauftragt. Mit einem Auftragswert von rd. EUR 116 Mio. (PLN 495 Mio.) handelt es sich dabei um den bis heute größten Bahnbauauftrag für die PORR in Polen. Die Arbeiten werden bis Ende Juli 2021 abgeschlossen sein.

Foto: Thinkstock

Groß waren die Hoffnungen, die die heimische Bauwirtschaft in das verpflichtende Bestbieterprinzip für öffentliche Bauaufträge setzte. Endlich sollte nicht mehr der Preis das allein selig machende Entscheidungskriterium sein. Etwas mehr als zwei Jahre nach der Einführung zeigt sich, dass die Erwartungen zumindest teilweise überzogen waren. Zu Umreihungen kommt es nur in den seltensten Fällen (siehe Kästen), positive Aspekte gibt es dennoch.

Foto: VÖZ-Vorstandsvorsitzender Rudolf Zrost (l.) und Geschäftsführer Sebastian Spaun präsentieren durchaus erfreuliche Zahlen der heimischen Zementindustrie.

Die österreichischen Zementhersteller erzielten 2017 ein Plus bei Produktion und Umsatz. Und auch für 2018 sind die Aussichten positiv. Zudem sind die heimischen Zementwerke schon jetzt die weltweite Nummer eins in Sachen Emissionen.

Foto: Thinkstock

In der Rubrik »Fragen an die Politik« haben Vertreter der Bau- und Immobilienwirtschaft die Möglichkeit, konkrete Fragen an Spitzenpolitiker zu richten. In der aktuellen Ausgabe kommen die Fragen von Josef Schmidinger, Bereichsleiter großvolumiger Wohnbau Erste Bank. Gerichtet wurden sie an die neue Wiener Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal und den Bautensprecher der FPÖ, Philipp Schrangl.

Foto: Thinkstock

Die aktuelle Universum Talentstudie zeigt, was Studierende in Österreich von ihrem zukünftigen Arbeitsplatz erwarten und welche Arbeitgeber besonders attraktiv sind. Für Wirtschaftsstudenten spielen Unternehmen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft nur eine untergeordnete Rolle. Deutlich beliebter ist die Branche bei Studierenden aus den Bereichen Ingenieurwesen und IT.

Foto: »Wenn der Auftraggeber im Vorfeld genau definiert, welche Kriterien dem Projekt tatsächlich etwas bringen und was ihm diese wert sind, kann man mit dem Bestbieterprinzip einen echten Wettbewerb schaffen«, ist Matthias Wohlgemuth überzeugt.
Foto: VBÖ/Grohmann

Im Interview mit dem Bau & Immobilien Report zieht Matthias Wohlgemuth, Vergaberechtsexperte der Geschäftsstelle Bau in der Wirtschaftskammer und Geschäftsführer der Vereinigung industrieller Bauunternehmungen Österreichs (VIBÖ), eine differenzierte Bilanz über die praktischen Auswirkungen des Bestbieterprinzips. Er erklärt aber auch, warum es nicht zwingend als Misserfolg gesehen werden muss, dass der Billigste nur in den seltensten Fällen den Zuschlag nicht bekommt, und an welchen Stellschrauben gedreht werden muss, um die anvisierten Ziele auch in der Praxis zu erreichen. Außerdem verrät er, welche Zuschlagskriterien aus seiner Sicht am sinnvollsten sind. So viel sei verraten: Die Verlängerung der Gewährleistung ist nicht dabei ...

Die gesellschafts- und gesundheitspolitischen Auswirkungen der von der Regierung beschlossenen Ausgabenbremse für Sozialversicherungen sind umstritten. Unbestritten ist, dass den Krankenkassen mit dem damit einhergehenden Stopp von Bauprojekten vergaberechtliche Implikationen und ein großer wirtschaftlicher Nachteil drohen. Denn die beauftragten Dienstleister und Bauunternehmen können sich an den Auftraggebern in jedem Fall schadlos halten.

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