Donnerstag, Mai 30, 2024
Aufwendige Sanierung
Laut Generalunternehmer Leyrer + Graf werden die Arbeiten an der Wiener Westausfahrt noch bis Dezember 2024 andauern. (Credit: Leyrer + Graf)

Die Wiener Westausfahrt ist eine meistbefahrendsten Brücken Wiens. Und alt ist sie auch - die letzte große Instandsetzung liegt 40 Jahre zurück. Bereits im April hat Leyrer + Graf darum mit der Sanierung des denkmalgeschützen Bauwerks begonnen und die Ausfahrt gesperrt. Erst ab Juli 2024 dürfen wieder erste Autos über die Fahrbahn rollen.

Die 1957 fertiggestellte Wiener Westausfahrt wird täglich von rund 26.000 Fahrzeugen passiert. Mit zunehmendem Alter und Verkehrsvolumen sammelten sich in den letzten Jahren jedoch die Abnützungserscheinungen. Deshalb werden nun die Tragwerke der Westausfahrt, die sogenannten Nikolaibrücken zwischen der Hütteldorfer Brücke und der Stützmauer Grünauerbach, umfassend saniert. Das soll die Brückenkonstruktion auf die nächsten 20 Jahre sichern. „Wir sind sehr stolz darauf, dieses bedeutende Infrastrukturprojekt der MA29 umsetzen zu dürfen. Wir achten auf ein strenges Zeitkorsett, um den Verkehrsteilnehmern die Westeinfahrt so bald wie möglich wieder zur Verfügung stellen zu können“, erklärt Stefan Graf, CEO Leyrer + Graf.

CEO Stefan Graf machte sich zuletzt selbst bei einem Baustellenbesuch ein Bild: „Eine Brückensanierung an einem so wichtigen Verkehrsknotenpunkt stellt hohe Anforderungen an die Logistik und das Projektmanagement, gepaart mit hoher Kompetenz im Ingenieurbau“, meint Graf. (Foto: Leyrer + Graf)

Baustelle auf engstem Raum

Ein Projekt an einer so wichtigen Verbindungsachse ist eine logistische, projekt- und ingenieurtechnische Herausforderung. Die Bauarbeiten finden direkt neben der ÖBB-Bahnstrecke und über dem Fluss statt. Das Wiental jedoch steht unter Denkmalschutz - der neue 'Look' der Brücke darf sich durch die Sanierung also nur geringfügig ändern. So muss beispielsweise das Auflösen und Wiederversetzen der Stützmauern behutsam nach Vorbild des historischen Bestandes durchgeführt werden. Auch die Wahl des Fugenmörtels bedarf der Genehmigung des Bundesdenkmalamts.

Umfangreiche Modernisierung

In Summe wird eine Fläche von 12.400 Quadratmetern auf einer Länge von rund 1.370 Metern instandgesetzt. Im Zuge der Modernisierung werden Fahrbahnbelag, die Abdichtung, teilweise die Kragarme, die Randbalken und die Fahrbahnübergänge erneuert. Dazu ist ein rund zwei Kilometer langes Arbeits- und Schutzgerüst nötig. Für die Arbeiten ist Westausfahrt für mindestens ein Jahr gesperrt. Der Vekehr muss bis Juli 2024 über einen Teil der Westeinfahrt umgeleitet werden. Die gesamten Bauarbeiten werden aber wohl bis Dezember 2024 dauern.

 

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