Dienstag, September 27, 2022

Mit einem Gesamtumsatz von 194 Millionen Euro (2021 konnte die RM Group sein Niveau von 2019 bereits übertreffen. Die gute Auftragslage für 2022 sowie die steigende Nachfrage lassen den Hersteller für Brechanlagen positiv nach vorne blicken.

Titelbild: Rubble Master in Texas. Gründer und CEO Gerald Hanisch setzt auf internationales Wachstum. (Bild: RM Group)


„Kreislaufwirtschaft gewinnt international zusehends an Bedeutung, das wirkt sich auch auf die Nachfrage nach mobilen Brechern und Sieben aus. Deshalb werden wir unsere Produktionskapazitäten anhand eines 3-Phasen-Plans in den nächsten fünf Jahren kontinuierlich erweitern und entsprechend der Auftragslage anpassen,“ erklärt Günther Weissenberger, RM Managing Director und CFO. Bis 2027 sollen so jährlich 1000 RM Brecher und Siebe weltweit an die Kunden ausgeliefert werden.

Stufenweise Entwicklung am Standort Linz

Die RM Group bekenne sich bei seiner Erweiterung klar zum Standort Linz - und zur Nachhaltigkeit. So kaufte das Unternehmen 2021 ein Büro- und Produktionsgebäude im Linzer Südpark. Im kommenden Jahr sollen ein neues Servicecenter sowie ein Ausbau der Produktion dazukommen. Im nächsten Schritt plant Rubble Master ein Logistikzentrum und eine zusätzliche Erweiterung der Produktionskapazitäten geplant. In seiner Nachhaltigkeitsstrategie setzt sich das Unternehmen ein konkretes Ziel: In drei Jahren will man am Standort Linz energieneutral sein. Bestehende Konzepte wie thermalaktive Bauelemente, die als Heizung genutzt werden, sowie die Niedrigenergie- und Passivbauweise werden erweitert. Außerdem produziert RM in Linz zukünftig Strom durch eine Photovoltaik-Anlage. Durch zusätzliche Energiepuffer wird jene Energie, die bei der Inbetriebnahme von Anlagen freigesetzt wird, wieder rückgespeist und am Standort wiederverwendet.

Weiterbildung als A und O

Um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten, wird im Unternehmen auf eine gute Mischung aus erfahrenen Kräften und Young Potentials geachtet. „Gerade im Hinblick auf den Facharbeitermangel bilden wir schon seit Jahrzehnten selbst Lehrlinge aus. So sind stets 10 Prozent unserer Mitarbeiter Lehrlinge. Aktuell sind das 19 junge Menschen. Das Ziel ist heuer, noch auf 22 Lehrlinge aufzustocken. Weiterer wichtiger Punkt ist die ständige Weiterbildung der Mitarbeiter beispielsweise durch unsere RM Academy,“ sagt Weissenberger.

Elektrifizierung und Digitalisierung als Gewinnbringer

RM Hybridmaschinen bzw. der elektrische Antrieb eines Siebes über den Hybridbrecher ersparen dem Kunden bis zu 30 Prozent an Dieselkosten. Das war schon in Zeiten vor stetig steigenden Treibstoffpreisen ein wesentliches, ökonomisches und auch ökologisches Argument für die Elektrifizierung der RM Anlagen. Treibt der Brecher das Sieb mit an, erspart sich der Kunde außerdem Zeit und Geld, weil er nur eine Maschine betanken bzw. den Motor einer Anlage servicieren muss. Neben der Elektrifizierung werden die RM Brecher und Siebe immer intelligenter und können sich künftig miteinander vernetzen. In einem solchen Maschinenzug passt sich jede einzelne Maschine jeweils der Auslastung der anderen verbundenen Maschinen an. Leerläufe oder Überlastungen können so vermieden werden.

Die Brecher und Siebe von Rubble Master werden weltweit immer mehr z.B. für große Infrastrukturprojekte eingesetzt. (Bild: RM Group)

Internationale Kundschaft

Mit einer Exportquote von 95% sind die Lösungen der RM Group auf allen Kontinenten nachgefragt. Um trotzdem nah am Kunde zu sein, wurde von Beginn an ein ein umfangreiches Vertriebsnetzwerk aufgebaut. Dieses System habe sich auch während der vergangenen Pandemiejahre bewährt, so der Konzern - wenn auch nicht auf dem klassichen Wege, sondern hauptsächlich telefonisch oder virtuell.

Nichtsdestotrotz zählt in der Baubranche der persönliche Kontakt. So wurden zu Beginn dieses Jahres erstmals wieder ein Kongress und eine Messe in den USA gehalten. Auch in Südostasien konnte sich RM Anfang des Jahres positionieren: Von Singapur aus soll nun ein eigens abgestellter Mitarbeiter die Wachstumsmärkte Indien, Philippinen, Indonesien, Japan und Südkorea betreuen, um dort die Marke RM zu etablieren.

Rubble Master CEO Gerald Hanisch. (Bild: RM Group)

Neue Kunden versucht man auch über Wissenstransfer ereichen. So findet zum Beispiel Ende April ein erster Workshop der RM Group gemeinsam mit der indischen Regierung und einer technischen Universität statt: Um Ideen zu sammeln, wie Bauschuttrecycling in Indien etabliert werden kann, und wie entsprechende Vorgaben aussehen können: „Der südostasiatische Markt erlebt momentan einen extremen Aufschwung. Baustellen und Bauprojekte werden wieder neu gestartet und es gibt einen hohen Bedarf an aufbereitetem Material, das zum Beispiel für die Zementproduktion verwendet wird,“ so CEO Gerald Hanisch.

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