Montag, März 04, 2024
Die Designer von Volvo Construction Equipment werfen einen Blick in die Zukunft von Asphaltiermaschinen. Das Ergebnis hört auf den Namen Fenix, soll umwelt- und bedienerfreundlich sein und den Straßenbau einfacher und sauberer machen. Wenn der Fenix von Volvo hält, was sich die Designer von ihm versprechen, dann kann man ohne Übertreibung von einer kleinen Revolution im Straßenbau sprechen. Denn während der Straßenbau aktuell noch zahlreiche koordinierte Tätigkeiten vieler Menschen und Maschinen erfordert, soll der Fenix sämtliche Aufgaben im Alleingang erledigen. Dabei nutzt Fenix die Idee, den Asphalt in »Thermopods« zu transportieren. Diese Pods funktionieren ähnlich wie eine Espressomaschine. Bei einer Espressomaschine wird Kaffeepulver in eine Halterung gegeben, die Halterung in die Maschine eingebaut und heißer Wasserdampf durch das Kaffeepulver gepresst – das Gleiche geschieht beim Fenix mit Asphalt, Wasser und Pods.
Die Thermopods werden in einem Mischwerk gefüllt, das bis zu fünfzig Kilometer von der Baustelle entfernt liegen kann, und dann zur Baustelle transportiert, wo sie in Abständen von jeweils fünfzig Metern vor der Asphaltiermaschine oder der Verdichtungswalze positioniert werden. Drei Thermopods werden auf die Plattform der Maschine geladen und dann entladen, nachdem das Material aufgetragen worden ist. So wird laut Volvo eine konstante Asphaltiergeschwindigkeit von 25 Metern pro Minute erreicht.
Jeder Pod kann siebzehn Tonnen des Gemischs bis zu drei Stunden lang bei 135 Grad vorhalten. Die Thermopods werden vom Mischwerk bis zur Baustelle von einem Aufseher koordiniert. Jeder Pod ist mit GPS-Technologie ausgestattet, so dass alle Beteiligten über die exakte Position jedes Pods und dessen voraussichtliche Ankunftszeit an der Baustelle informiert sind. Es gibt sogar Pod-Warnleuchten, um einen »virtuellen Zaun« um die Baustelle aufzuziehen.
Die Asphaltmischung wird aus dem Pod entladen und mit Förderbändern zur Förderkammer des Fenix transportiert, von wo aus sie auf die Straße aufgebracht wird. Die Pods werden mit einer Geschwindigkeit entladen, die an die Fahrgeschwindigkeit der Asphaltiermaschine und die erforderliche Tiefe angepasst ist. Sie dehnen sich automatisch aus, wenn sie beladen werden, und ziehen sich wieder zusammen, wenn sie entladen werden. Und auch an den Bediener hat Volvo gedacht. Der sitzt während des gesamten Vorgangs in einer topmodernen, schalldämmenden Kabine mit Klimaanlage und hervorragender Rundumsicht mit Videokameras.

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