Thursday, April 30, 2026

Mehrwert für Manager

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Spätestens ab Juni 2026 wird die EU-Entgelttransparenz-Richtlinie 2023/970 Pflicht: Um Lohnungerechtigkeiten zu vermeiden, müssen Gehälter künftig transparent kommuniziert werden. Die Regelung gilt sowohl intern gegenüber Angestellten als auch extern gegenüber Jobsuchenden. Das Ziel besteht darin, Lohngleichheit zu fördern, Diskriminierung abzubauen und faire Rahmenbedingungen zu schaffen. Sage DPW bietet mit „FairPay“ eine ganzheitliche Lösung für die Umsetzung der Richtlinie.

Bild: iStock


Künftig haben Mitarbeitende das Recht, Auskunft darüber zu erhalten, wie hoch das durchschnittliche Entgelt bei vergleichbaren Tätigkeiten ist und wie es berechnet wird. Auch Bewerber:innen haben das Recht, das zu erwartende Einstiegsgehalt vorab zu erfahren. Unternehmen müssen außerdem jährlich oder alle drei Jahre (je nach Größe) über ihr Entgeltgefälle zwischen den Geschlechtern berichten. Liegt der Gender Pay Gap in einer Gruppe bei über fünf Prozent, sind zusätzliche Maßnahmen vorgesehen: Die Unternehmen müssen die Ursachen erklären. Lassen sich diese nicht objektiv begründen, müssen gemeinsam mit den Beschäftigten Schritte zur Schließung der Entgeltlücke festgelegt werden. Hinsichtlich möglicher Verwaltungsstrafen bleibt die konkrete Gesetzgebung abzuwarten.

„Die finalen Details zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie werden derzeit vom österreichischen Gesetzgeber verhandelt. Sage DPW steht in engem Austausch mit den relevanten Stellen, um die Anforderungen schnell und zuverlässig in der Software abzubilden. Unternehmen müssen jetzt handeln: Die verpflichtende Gender-Pay-Gap-Berichterstattung erfolgt erstmals im Juni 2027 für das Jahr 2026, weshalb die notwendige Reporting-Struktur bereits 2026 etabliert sein muss“, erklärt Johannes Kreiner, Geschäftsführer von Sage DPW.

Der Reporting-Zeitplan sieht wie folgt aus:

  • Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden: jährliche Berichte ab 2027 (für 2026)

  • Unternehmen ab 150 Mitarbeitenden: erster Bericht 2027 (für 2026), dann alle 3 Jahre

  • Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden: erster Bericht 2031

Faire Bezahlung mit dem ganzheitlichen Softwaremodul FairPay

Mit FairPay hat Sage DPW eine Lösung entwickelt, mit der sich die komplexen Anforderungen der EU-Richtlinie einfach umsetzen lassen. FairPay kann ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand in andere Sage DPW-Module integriert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle geforderten Kennzahlen der EU-Richtlinie schnell, zuverlässig und rechtssicher auf Knopfdruck abrufbar sind. Kunden, die sich für FairPay entscheiden, erhalten auf Wunsch eine Expert:innenbegleitung durch die Unternehmensberatung Deloitte Österreich bei der Umsetzung. Der Kooperationspartner von Sage DPW unterstützt sie von der Entwicklung einer einheitlichen Jobarchitektur über die Einführung marktgerechter Vergütungsprozesse bis hin zur konkreten Unterstützung bei der Implementierung von FairPay.

Julian Mauhart, Partner Deloitte Österreich rät: „Es ist höchste Zeit, dass sich Unternehmen mit der Entgelttransparenz-Richtlinie befassen. Falls noch nicht vorhanden, sollten sie als ersten Schritt eine interne Struktur schaffen, in der gleiche bzw. gleichwertige Funktionen, Jobs oder Rollen in zusammengehörigen Gruppen abgebildet sind. Diese Struktur hilft einerseits unmittelbar in der Umsetzung der Richtlinie, etwa für das Auskunftsrecht, der Berichtspflicht oder der Transparenz gegenüber Bewerber:innen. Andererseits ist sie Voraussetzung und Grundlage für eine nachvollziehbare interne Gehaltspolitik, wie sie nicht nur von der Richtlinie verlangt wird, sondern auch unternehmerisch sinnvoll ist.“ 

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