Sonntag, Juni 16, 2024


Zum Jahreswechsel kann Atos trotz der Rückschläge in der ersten Jahreshälfte 2022 auf ein gutes Ergebnis zurückblicken. Seit dem Sommer - insbesondere im 4. Quartal - habe sich das operative Geschäft deutlich erholt. 

Seit Beginn 2022 wachse das Unternehmen wieder, währungsbereinigt um rund 1,3 Prozent. Man habe alle finanziellen Ziele mit einer deutlichen Verbesserung aller KPIs in der zweiten Jahreshälfte erreicht, so die Geschäftsführung. Das Führungsteam von Atos, Nourdine Bihmane, Diane Galbe und Philippe Oliva, erklären: „Die Erholung von Atos ist dank des großen Engagements unserer Mitarbeiter*innen in vollem Gange. Insbesondere Evidian begann, sein profitables Wachstum zu beschleunigen, und Tech Foundations lieferte schnelle und greifbare erste Ergebnisse im Rahmen seiner strategischen Roadmap. Hier wurde man drei Jahre früher als geplant profitabel.“

Die operative Marge lag bei 356 Millionen Euro beziehungsweise rund 3 Prozent. Die durch die Inflation verursachte geringe EBIT-Marge des 1. Halbjahres  konnte durch rigorose Einsparungen von 1 auf 5 Prozent erhöht werden. Der freie Cashflow lag Ende des Jahres bei -187 Millionen Euro, rund 129 Millionen Euro davon sind allerdings der geplanten Aufspaltung des Unternehmens zuzuschreiben. Ohne Auswirkungen des Transformationsplanes liegen die liquiden Mittel bei -58 Millionen Euro. 

Zeichen auf Grün 

Die geglückte Erholung im letzten Jahr ist unter anderem auf die starke Zunahme der kommerziellen Dynamik im 4. Quartal 2022 zurückzuführen, hier verzeichnete Atos eine Book-to-Bill-Ratio (Verhältnis Auftragseingang zum Umsatz) von 112 Prozent. Dementsprechend optimistisch zeigt sich die Geschäftsführung fürs kommende Jahr: „Wir sehen dem Jahr 2023 mit Zuversicht entgegen. Trotz eines unsicheren makroökonomischen Umfelds sehen wir eine Fülle von Chancen vor uns und sind zuversichtlich, dass wir unsere Performance 2023 weiter verbessern können.“

Transformationspläne

Die geplante Aufspaltung von Atos in zwei börsennotierte Unternehmen, Evidian und Tech Foundations, ist nahezu abgeschlossen - ein Ende wird fürs zweite Halbjahr 2023 erwartet. „Innerhalb von nur acht Monaten nach Ankündigung konnten wir hier erhebliche Fortschritte erzielen“, so Bihmane, Galbe und Oliva. „ Das wird ein Wendepunkt in der Geschichte der Gruppe sein, der das volle Potenzial der beiden künftigen Einheiten freisetzt und den Wert für alle unsere Stakeholder maximiert.“ Während sich Evidian um die Servicebereiche Cloud, Cybersicherheit und Datenanalytik kümmert, wird Tech Foundations die anderen Segmente übernehmen, den Fokus vor allem aber auf Outsourcing und Infrastrukturleistungen legen. 

(Titelbild: iStock)

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