Montag, September 14, 2026

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Sofie Mallinger verankert konzernweit Informationssicherheit in der Linz AG. Florian Polt entwickelte das Thema Security für die UNIQA Insurance Group zu einem Managementinstrument. Beide erhielten heuer die begehrte Auszeichnung, die im Rahmen des CIS Compliance Summit vergeben wurde.

Gruppenbild mit den Preisträgern

Bild: Jury-Vorsitzender Simon Tjoa, Jörg Scheiblhofer (ORF), Sofie Mallinger (Linz AG), Florian Polt (UNIQA) und Thomas Mann (CIS)

Im Rahmen des CIS Compliance Summit 2026 in Wien standen erneut jene Expert*innen im Mittelpunkt, die Österreichs Wirtschaft vor den immer raffinierter werdenden Gefahren aus dem Cyberraum schützen. Der Bewerb „CISO of the Year“ würdigt herausragende Persönlichkeiten, die mit strategischem Weitblick, technischer Kompetenz und organisatorischem Geschick einen entscheidenden Beitrag zur Cyberresilienz ihrer Unternehmen leisten. Als Vorsitzender der Fachjury fungierte Simon Tjoa, IT-Sicherheitsforscher an der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten.

Heuer durften sich gleich drei Personen über eine Auszeichnung freuen: Sofie Mallinger von der LINZ AG und Florian Polt von der UNIQA Insurance Group teilten sich den Preis „CISO of the Year 2026“, den Sonderpreis für Cybersecurity erhielt Jörg Scheiblhofer vom ORF. „Informationssicherheit ist längst ein geschäftskritischer Wettbewerbsfaktor, um sich vor Cyberbedrohungen zu schützen“, erklärt Thomas Mann, Geschäftsführer der CIS Certification & Information Security Services GmbH. „Regulatorische Vorgaben wie NISG 2026, RKEG und DORA verschärfen gleichzeitig die Anforderungen an Organisationen. CISOs müssen diese umfassenden Maßnahmen gebündelt umsetzen – von Risikomanagement und Business Continuity über Datenschutz bis hin zu Notfallplänen.“

Konzernweite ISMS-Transformation

Für die erfolgreiche Transformation der Informationssicherheit hin zu einem konzernweit etablierten und erhielt Sofie Mallinger, Linz AG, verankerte gemeinsam mit ihrem Security-Team ein wirksames Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) nach ISO/IEC 27001 mit dezentralen Koordinatoren in allen Unternehmenseinheiten. Zudem baute sie ein konzernweites Security Operations Center (SOC) auf und rief eine umfassende Awareness-Initiative samt erstem LINZ AG Cybersecurity Day ins Leben. Hinzu kommen erfolgreiche ISO/IEC 27001-Zertifizierungen in ausgewählten Unternehmenseinheiten sowie die zentrale Steuerung komplexer regulatorischer Anforderungen wie NISG 2026 und RKEG (Resilienz kritischer Einrichtungen-Gesetz).

„Sofie Mallinger hat in einem Unternehmen der kritischen Infrastruktur den Bereich Informationssicherheit von dezentralen Einzelbestrebungen zu einem konzernweiten, strategisch verankerten Steuerungsinstrument weiterentwickelt. Gerade in einem Konzern mit über 3.000 Mitarbeitenden, der in der gesamten Region die Grundversorgung mit Strom, Wärme, Wasser, Telekommunikation und öffentlichem Verkehr sicherstellt, ist diese Leistung von außerordentlicher gesellschaftlicher Relevanz“, erläutert Jury-Vorsitzender Simon Tjoa das Projekt der Siegerin.

Neun Jahre Informationssicherheitsaufbau

Florian Polt, Chief Security & Resilience Officer (CSRO) bei der UNIQA Insurance Group, erhielt die Auszeichnung für die Transformation einer fragmentierten Sicherheitsfunktion in eine unternehmensweite, standardisierte und messbare Management-Disziplin. Die gesteigerte Sicherheit resultiert aus dem Security & Resilience Blueprint: Mit gruppenweitem Tiering-Modell, standardisierten Reporting- und Eskalationswegen sowie klarer Accountability über die Three Lines of Defense wurde Resilienz systematisch steuerbar gemacht. Das Ergebnis ist eine tragfähige Übereinkunft zwischen Business, IT und Security: Kennzahlen sind heute fester Bestandteil des Dialogs zwischen Group-CFRO (Chief Financial and Risk Officer) und Länder-CFROs.

„Unter der Leitung von Florian Polt hat sich Security bei UNIQA von einem reinen Kontroll- und Compliance-Thema hin zu einer echten Management-Funktion entwickelt. Besonders bemerkenswert ist, wie sich diese Struktur in der Ukraine-Krise unter realen Extrembedingungen bewährt hat, ohne dass Geschäftsbetrieb, Kundenbetreuung oder kritische IT-Services beeinträchtigt wurden“, betont Jury-Vorsitzender Tjoa.

Sonderpreis für Cybersecurity

Jörg Scheiblhofer, CISO des ORF, erhielt die Auszeichnung „Special CISO of the Year 2026“ für die Absicherung eines der komplexesten und sichtbarsten Cybersecurity-Projekte im europäischen Rundfunk: dem 70. Eurovision Song Contest. Unterschiedlichste Gewerke, technische Dienstleister, internationale Partner und mobile Infrastrukturen mussten unter enormem Zeitdruck sicherheitstechnisch koordiniert werden.

Trotz erhöhter geopolitischer Bedrohungslage und mehrerer konkreter Cyberangriffe während der Veranstaltung konnten sämtliche sicherheitsrelevante Vorfälle frühzeitig erkannt, professionell behandelt und erfolgreich abgewehrt werden, sodass der störungsfreie Ablauf der Veranstaltung jederzeit gewährleistet war. „Der Preisträger hat gezeigt, dass Informationssicherheit auch in einem hochdynamischen, temporären und internationalen Live-Produktionsumfeld nicht als Blocker, sondern als Enabler funktioniert“, streicht CIS Certification Geschäftsführer Thomas Mann die besondere Leistung Scheiblhofers hervor. „Mit den für Lieferantenmanagement und interdisziplinäre Sicherheitskoordination geschaffenen Grundlagen setzt dieses Projekt nachhaltige Maßstäbe für zukünftige Großveranstaltungen.“

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