Donnerstag, Oktober 22, 2026

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„Wir müssen angesichts der US-Zölle die transatlantischen Handelsbeziehungen neu gestalten. Es braucht eine Deeskalation. Unsere Unternehmen müssen auf die geänderten Strukturen reagieren, um weiterhin erfolgreich und profitabel zu kooperieren. Die USA sind der zweitwichtigste Exportmarkt Österreichs und unsere Ökonomie profitiert vom Engagement der US-Unternehmen in Österreich. Im dritten Jahr der heimischen Rezession, einer schwächelnden deutschen Wirtschaft und einer geringeren heimischen Nachfrage ist es entscheidend, unsere Beziehung zu den USA aufrechtzuerhalten beziehungsweise neu zu definieren“, sagt Michael Zettel, Präsident der amerikanischen Handelskammer in Österreich AmCham.

AmCham: Deeskalation gefordert
Bild: iStock

Österreich verzeichnet seit über 20 Jahren eine positive Handelsbilanz mit den USA, die stetig zunimmt. Den Warenexporten von 14,7 Mrd. Euro stehen Importe von 7,9 Mrd. Euro gegenüber. Im Durchschnitt sind in den letzten Jahren die Exporte in die USA um über 15 Prozent gestiegen. Die Bedeutung österreichischer Investitionen in den USA nimmt zu. Der Wert der FDIs in den USA lag zuletzt bei knapp 17 Mrd. Euro. „Mit einer Niederlassung in den USA können österreichische Unternehmen erfolgreich den US-Markt nutzen. Die AmCham unterstützt auch weiterhin die heimischen Betriebe bei diesem Prozess“, erläutert Zettel.

„Das Engagement der US-Unternehmen in Österreich ist für den Wirtschaftsstandort entscheidend. Die Top 50 US-Unternehmen in Österreich haben direkt und indirekt einen starken positiven Impact auf die heimische Wirtschaft und sind ein wichtiger Faktor für die Volkswirtschaft“, betont der AmCham Präsident. So verantworten die 50 größten US-Konzerne in Österreich 2,7 Prozent des heimischen BIPs, schaffen und sichern 148.000 Arbeitsplätze und zahlen 5,1 Mrd. Euro an Steuern und Abgaben in Österreich. Die AmCham warnt davor, „die Rahmenbedingungen für US-Konzerne in Österreich zu verschärfen“. Eine Erhöhung oder Ausweitung der Digitalsteuer etwa, um vor allem US-Techunternehmen zu treffen, hätte negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Österreich, denn zusätzliche steuerliche Belastungen haben eine negative Signalwirkung für Investitionen.

„Die AmCham hält an ihrem langfristigen Ziel, ein Freihandelsabkommen mit den USA zu erreichen, fest. Kurz- und mittelfristig müssen wir die aktuellen Herausforderungen annehmen und die Kooperation zwischen den beiden Nationen unter den neuen Gegebenheiten aktiv gestalten“, so AmCham Präsident Zettel abschließend.

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