Saturday, May 02, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Warten, warten, warten...

Seit mehr als einem Jahr sucht Rachel nun einen Installateur. Die Wasserleitung in ihrem Haus in Connecticut ist undicht geworden und es braucht einen Profi, um das System wieder zum Laufen zu bringen. »Zuerst wollte keiner kommen. Es war Pandemie. Dann waren alle für Monate ausgebucht. Schließlich kam Ida und jetzt habe ich die Suche aufgegeben«, klagt Rachel.
Der Orkan Ida zog Anfang September eine Schneise der Verwüstung durch die Ostküste der USA. 50 Menschen starben. Rund 1.200 Häuser wurden schwer beschädigt, Keller geflutet, Dächer abgedeckt.

Wer bei einem Handwerker anruft, landet meist beim automatischen Anrufbeantworter, der brav die Nachricht aufnimmt und einen Rückruf verspricht. Der Rückruf kommt aber nicht.
»Wir können uns nicht vierteilen«, meint Glenn, ein Dachdecker aus New Jersey. »Aber selbst wenn wir es könnten, wäre es noch zu wenig.«

Manche seiner Berufskollegen haben zu einer radikalen Maßnahme gegriffen. Sie haben den Anrufbeantworter abgedreht, weil sie ohnedies nicht mehr dazukommen, die vielen Nachrichten überhaupt abzuhören.
Dabei war es vor Ida schon richtig schwierig, überhaupt an Baumaterialien zu kommen. Holz und Stahlpreise gingen durch die Decke.

Produktion gedrosselt

Im Mai kostete in den USA ein Festmeter Holz 743 USD, Anfang September sank der Preis auf 260 USD. Ein wilder Ritt.
Die Sägewerke hatten während der Pandemie einen Rückgang des Bauvolumens erwartet und ihre Produktion gedrosselt. Nur der Rückgang kam nicht, im Gegenteil: Die Neubautätigkeit in den USA blieb auf Vor-Covid-Niveau und der Sanierungsbereich erlebte sogar einen Aufschwung.

Die Folge: 95 Prozent der Baubetriebe berichteten laut Nation Association of Homebuilders von Knappheit bei Bauholz, 92 Prozent gingen die OSB-Platten aus, fast ebenso viele warteten ewig auf Sperrholz. Viele erlebten Lieferschwierigkeiten bei Fenstern und Türen (87 %), bei Bewehrungseisen (78 %), Kupferdrähten (77 %) oder Gipskartonplatten und Stahl (70 %).

Rasanter Preisanstieg

Bauen kostet mehr und es dauert viel länger. Die Hauspreise steigen rasant, übers Jahr gesehen um 20 Prozent (Quelle: Freddy Mac House Price Index). Um das in Relation zu setzen: In den vergangenen zehn Jahren betrug der Preisanstieg 100 Prozent.
Der Boom bricht alle Rekorde, aber es zeigen sich erste Zeichen des Widerstands. Im Juli sank die Zahl der verkauften Häuser um rund 1,8 Prozent und auch die ersten für August vorliegenden Zahlen zeigen:
Die Käufer halten sich zunehmend zurück und denken sich: Was rauf geht, kommt auch wieder runter, und warten zu.

Das scheint die richtige Strategie zu sein: Der Preis für jedes sechste am Markt befindliche Haus wurde im August gesenkt. Der Verkäufer musste es billiger geben.
Aber die Geschwindigkeit mit der verkauft wird, ist immer noch atemberaubend. Ein Haus, das heute auf den Markt gebracht wird, hat in 39 Tagen einen neuen Besitzer. Rekordverdächtig! Nur eines darf dem stolzen, neuen Hauseigentümer nicht passieren: eine undichte Wasserleitung. Dann braucht er einen Installateur und auf den muss er warten – eine Ewigkeit.

Barracuda führt cloud-native SASE-Plattform ein
Welttag der Normen: wie Standards das Leben verein...

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.report.at/

Firmen | News

Vertiv
30 April 2026
Firmen | News
Viele Rechenzentren basieren weiterhin auf klassischen AC-Stromarchitekturen, stehen jedoch zunehmend vor steigenden Leistungsanforderungen durch KI- und HPC-Workloads. Rack-basierte DC-Stromverteilung bietet einen pragmatischen Ansatz, bestehende In...
ib-data
30 April 2026
Firmen | News
Die Abbildung zeigt das ABK-Modul „Leistungsverzeichnis" mit den geöffneten Positionseigenschaften, die zugehörige Mengenermittlung im gleichnamigen Register sowie den BIM‑Viewer. Mit dem Jahresrelease ABK 8.7a präsentiert ABK viele Neuerungen, wie e...
Vertiv
28 April 2026
Firmen | News
Steigende Leistungsdichten durch KI- und HPC-Anwendungen bringen klassische Stromarchitekturen zunehmend an ihre Grenzen. Hochvolt-DC-Konzepte gelten als vielversprechender Ansatz, um Umwandlungsverluste zu reduzieren und höhere Effizienz sowie Skali...
Marija Kotnig
27 April 2026
Firmen | News
Die Anforderungen an Unternehmen im Bereich Cybersicherheit steigen rasant – nicht zuletzt durch die EU-Richtlinie NIS-2, die in Österreich mit dem NIS-Gesetz 2026 verbindlich umgesetzt wird. Der CIS Compliance Summit 2026 bietet klare Antworten und ...

Neue Blog Beiträge

29 April 2026
Markt und Marketing
Europa
Mensch und Gesellschaft
Österreich diskutiert seit Jahren über das »Potenzial« künstlicher Intelligenz, während in Wahrheit die wenigen Systeme, die wir wirklich laufen lassen – OpenClaw im Newsroom, Diagnostik-Algorithmen im AKH, Fraud-Filter bei der FMA – die stille Arbei...
27 April 2026
Architektur, Bauen & Wohnen
Europa
Explodierende Kosten, immer strengere ETS-Vorgaben und neue regulatorische Experimente bringen Europas Industrie an ihre Grenzen. Während andere Regionen massiv fördern, droht Europa, sich selbst auszubremsen – mit gravierenden Folgen für W...
27 April 2026
Architektur, Bauen & Wohnen
Hunderte Verstöße bei Kontrollen. Wieder einmal. Wer jetzt noch von Einzelfällen spricht, macht sich etwas vor. Sozialbetrug am Bau hat System.Die Fronten sind klar. Auf der einen Seite stehen Betriebe, die sauber arbeiten. Die zahlen, was zusteht. D...