Montag, Oktober 19, 2026

Mehrwert für Manager

Bau | Immobilien

Der Holzbau gewinnt weiter an Bedeutung. Der Bau & Immobilien Report hat Bauunternehmen, Bauträger und Hersteller nach aktuellen Vorzeigeprojekten gefragt.

Best of ... Holzbau
Fotos: Kristoffer Wittrup, Saint Gobain, squarebytes, BUWOG/InfinityEleven, Leyrer + Graf


Huseby Schule in Trondheim 
(Bild oben)
Die Huseby Schule in Trondheim vereint auf einer Gesamtfläche von rund 13.800 m² eine Grund- sowie Sekundarschule und ist für 1.200  Schüler*innen ausgelegt. Der Gebäudekomplex wurde nach Passivhausstandard errichtet. Das binderholz b_project Team hat neben der Holzbaustatik und Konstruktionsplanung auch die Vorfertigung und Lieferung der Massivholzelemente sowie der dazugehörigen Verbindungsmittel und Verbindungsstücke umgesetzt. Sowohl die Wände zwischen den Klassenzimmern als auch die Decken und Treppen bestehen aus Massivholz. Der Kelleranteil wurde auf ein Minimum reduziert, um den Einsatz von Beton zu verringern. Die Bauzeit für den Holzbau betrug 12 Monate, während die Gesamtbauzeit 36 Monate umfasste. Insgesamt kamen dabei 3.200 m³ binderholz Brettsperrholz BBS, 240 m³ binderholz Brettschichtholz und 31 m³ binderholz Massivholzplatten zum Einsatz.


Leistbares Wohnen mit Holz 

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Die Gemeinde Holzgau hat im Lechtal wurden von der Alpenländischen Gemeinnützigen Wohnbau GmbH zwei Wohnhäuser in Holzbauweise errichtet. Die Vorgabe lautete, den Holzriegelbau in Passivhausqualität zu errichten und die Vorgaben der Wohnbauförderung zu erfüllen. Zu den Materialien, die verwendet wurden, zählt auch die Rigips Riduro Holzbauplatte, die für den Einsatz als aussteifende Beplankung im Holzrahmenbau entwickelt wurde. »Es ist ein großer Vorteil, dass die Holzbauplatte über eine Vielzahl an Systemprüfungen für die Brandschutzanforderung REI 60 bzw. 90 verfügt«, berichtet Holzbaumeister Christian Egger von Schafferer Holzbau.
 

Europas erstes Stadtquartier in Holzbauweise

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Auf einem Areal von knapp 23.000 m² entwickelt UBM im 2. Wiener Gemeindebezirk Europas erstes Stadtquartier in Holzbauweise. Auf den fünf Baufeldern sind 253 Eigentumswohnungen, 150 City-Apartments sowie 22.000 m² Büroflächen in Entwicklung bzw. teilweise bereits fertiggestellt. Das LeopoldQuartier Office ist bezugsbereit und auch die Wohnungen im Bauteil C werden im Dezember übergeben. Die Holz-Hybrid-Bauweise verbindet die einzigartigen Qualitäten natürlich gewachsenen Holzes mit den Vorzügen modernster Baumaterialien. Durch die Nutzung von Erdwärme, Erdkälte und Photovoltaik ist das LeopoldQuartier im Betrieb CO2-neutral. Die Energie stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Das Zusammenspiel aus moderner Sensorik und digitaler Gebäudeautomatisierung reduziert zudem den Energiebedarf nachhaltig und erheblich.


Südtiroler Quartier in Salzburg

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Der bis dato größte Holz-Wohnbau Österreichs entsteht zurzeit in der Siebenbürgerstraße 1–19 in Salzburg: Rhomberg Bau errichtet im Auftrag der BUWOG als Generalunternehmer rund 400 Wohnungen und 10 Gewerbeeinheiten, die in Bezug auf Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität und Barrierefreiheit neue Maßstäbe setzen. Zum Einsatz kommen für gut 330 Wohneinheiten die Holzsystembaulösungen von Rhomberg Bau, die restlichen Wohnungen werden im Bausystem von Gropyus realisiert. Rund ein Drittel sind geförderte Mietwohnungen, hinzu kommen Wohnraum für betreutes Wohnen sowie Mobility Points und eine Tiefgarage. Die etappenweise Realisierung erfolgt im Sinne der Bestandsmieter*innen der Liegenschaft und ermöglicht einem Großteil der Parteien einen Wechsel in die neue Anlage mit nur einmaligem Umzug. Für das Bauvorhaben wird der österreichische Gebäudestandard klimaaktiv Gold angestrebt.


Europas größtes Hotel in Holz-Hybridbauweise

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Am Flughafen Wien-Schwechat steht eines der spannendsten Bauprojekte kurz vor seiner Fertigstellung: das neue Vienna House Easy by Wyndham. Mit 510 Zimmern entsteht hier Europas größtes Hotel in Holz-Hybridbauweise. Es bietet nicht nur eine komfortable Unterkunft für Gäste aus aller Welt, sondern gilt auch als Leuchtturmprojekt für den modernen Holzbau. Für die umfangreichen Holzbauarbeiten des fünfgeschoßigen Gebäudes ist die in Horn (NÖ) ansässige Graf-Holztechnik GmbH verantwortlich. Über einem massiven Erdgeschoß aus Stahlbeton erhebt sich ein vollständig aus Brettsperrholz gefertigter Aufbau. Rund 4.000 m³ Holz wurden für Wände, Decken und tragende Strukturen verbaut. Dank hoher Vorfertigung im Werk in Horn wuchs der Holzrohbau im beeindruckenden Tempo von zwei Geschoßen pro Woche. Der gesamte Gebäudekomplex wurde in nur 15 Monaten realisiert und soll schon bald eröffnen. Angestrebt wird eine ÖGNI-Gold-Zertifizierung.

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