Sonntag, Oktober 18, 2026

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Bau | Immobilien

Die österreichische Betonfertigteilbranche blickt trotz anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft.

Betonfertigteile: Talsohle erreicht

2025 bewältigte die heimische Betonfertigteilindustrie ein weiteres herausforderndes Jahr, das von stagnierenden bis rückläufigen Umsätzen, schwachen Auftragslagen und schwierigen Rahmenbedingungen geprägt war. Die ersten Anzeichen einer Erholung im Wohnbau sowie die Innovationskraft und Flexibilität der Branche geben für 2026 zumindest Anlass zur Hoffnung – auf eine baldige Stabilisierung des Marktes auf niedrigem Niveau.

Zweigeteiltes Bild bei Umsatzentwicklung im 2. Halbjahr 2025
Laut dem aktuellen VÖB-Konjunkturbarometer, das vom Wiener Marktforschungsinstitut TQS im Jänner 2026 durchgeführt wurde, herrscht unter den befragten Betonfertigteil-Herstellern ein zweigeteiltes Stimmungsbild: „Während knapp die Hälfte über gesunkene Umsätze im 2. Halbjahr 2025 gegenüber dem 2. Halbjahr 2024 berichten, meldet die andere Hälfte der Umfrageteilnehmer gestiegene oder gleich gebliebene Umsätze“, sagt VÖB-Geschäftsführer Anton Glasmaier. „Jeweils ein Drittel der erzielten Umsatzsteigerungen resultieren dabei aus Aufträgen von neu gewonnenen Kunden bzw. erweiterten Leistungs- und Produktportfolios.“ Die von einem Umsatzrückgang betroffenen Betriebe machen hingegen zu gleichen Teilen die schlechte Wirtschaftssituation und die damit verknüpfte schwache Auftragslage verantwortlich.

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Vorsichtiger Optimismus dominiert Geschäftsjahr 2026
Viele Unternehmen haben ihre „Hausaufgaben“ erledigt und wissen, dass der Weg zurück zu nachhaltigem Wachstum trotz sich aufhellender Konjunktur noch etwas dauern wird. Dennoch fällt ihre Einschätzung zur Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr 2026 positiver aus als noch im Vorjahr: So rechnen über zwei Drittel der Befragungsteilnehmer, dass ihre Umsätze konstant bleiben werden. Knapp 90 Prozent vertrauen dabei auf ihr langjähriges Stammpersonal und planen bis zum Jahresende 2026 keinen weiteren Personalabbau. Was die Lehrlingssituation und die Ausbildungskapazitäten in den Betrieben betrifft, offenbart sich ein eher differenziertes Bild: Während ein Drittel der Befragten gar keine Lehrstellen anbieten, findet die andere Hälfte entweder zu wenige oder zu wenige ernsthafte Interessenten für ihre offenen Lehrstellenplätze.

Fertigteilbauweise soll Umsatzwachstum fördern
„Trotz aller bestehenden Herausforderungen blickt die österreichische Betonfertigteilindustrie mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft“, betont Michael Wardian, VÖB-Präsident und Geschäftsführer der Kirchdorfer Fertigteilholding GmbH. „Konkret erwarten etwa zwei Drittel der befragten Mitgliedsbetriebe für das laufende Geschäftsjahr 2026 eine stabilere Umsatzentwicklung in der gesamten Branche.“ Ein großes Zukunftspotenzial sehen übrigens 85 Prozent der befragten Mitgliedsbetriebe in der Fertigteilbauweise im Hochbau. Diese könne entscheidend dazu beitragen, mittels höherer Planungsqualität (z. B. BIM) und höheren Vorfertigungsgraden teure Bau- und Montagezeiten zu reduzieren.

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