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Murexin mit Rückenwind
Nach leichtem Umsatzplus 2025 investiert Murexin in Kapazität und Digitalisierung: neue Abfülllinie in Wiener Neustadt und ERP-Programm als Basis für Internationalisierung.
Die Murexin-Gruppe startet mit Optimismus in die neue Bausaison. Nach konjunkturell herausfordernden Jahren konnte 2025 mit einem kleinen Umsatzplus von 1 Prozent auf 134 Mio. Euro abgeschlossen werden. „In Anbetracht der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen ist das Jahr gut gelaufen. Wir haben diese Zeit genutzt, um uns neu zu organisieren und aufzustellen“, so Rainer Pascher, Geschäftsführer der Murexin GmbH.
Kern der Neuaufstellung ist die im April 2025 umgesetzte Spartenorganisation, durch die Verkauf, Produktmanagement, Entwicklung und Technik nun enger zusammenarbeiten. Damit sollen Entscheidungen schneller werden und Rückmeldungen aus der Baustellenpraxis rascher in Produktoptimierung, Service und technische Unterstützung einfließen.
Keramiko-Kick-off: Murexin setzt 2026 auf Sanierungstempo und Systemstärke
Den Start in die Bausaison 2026 setzte Murexin bewusst dort, wo sich Fachhandwerk und Branche praxisnah austauschen: beim Branchentreff Mitte Jänner auf der Keramiko in Wels. Im Mittelpunkt standen Sanierung und Geschwindigkeit – Themen, die aktuell stark nachgefragt werden. Veranschaulicht wurde dies durch einen Formel-1-Rennsimulator, der sowohl bei den Besuchern als auch anderen Ausstellern für viel Aufmerksamkeit sorgte.
Modernisierung: Mehr Kapazität, optimierte Prozesse, verlässliche Abläufe
Parallel zur organisatorischen Straffung investiert Murexin in technische Leistungsfähigkeit und Infrastruktur. Ziel ist, 2026 noch schneller und verlässlicher liefern zu können – denn neben Produktqualität zählt in der Bauchemie zunehmend der „Rundum“-Support: Verfügbarkeit, praxistaugliche Systemaufbauten, technische Beratung und Expertise vor Ort.
Ein konkretes Projekt ist die bevorstehende Inbetriebnahme einer neuen, vollautomatisierten Abfülllinie in Wiener Neustadt, die in den vergangenen 18 Monaten sorgfältig geplant und vorbereitet wurde. Mit der rund 1 Mio. Euro Investition werden unter anderem Grundierungen abgefüllt, die Abfüllkapazitäten werden damit deutlich gesteigert.
„Die Bedeutung der Grundierung in der Bauchemie ist entscheidend für das Endergebnis – egal ob bei Fliesen, Beschichtungen oder anderen Belagsklebern“, freut sich Rainer Pascher auf die Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2026.
Zusätzlich investiert Murexin in die Digitalisierung: Ein neues ERP-System wird zunächst in Österreich und Deutschland ausgerollt und schafft eine einheitliche Daten- und Prozessbasis – als Voraussetzung, um weitere Länderorganisationen schrittweise anzubinden und die Zusammenarbeit bei Planung, Beschaffung und Logistik im internationalen Verbund effizienter zu steuern. Das Investitionsvolumen beträgt rund 2 Mio. Euro. „Wir schaffen damit die Grundlage, unsere Organisation über Ländergrenzen hinweg optimal zu vernetzen und künftig schneller skalieren zu können“, erläutert Bernhard Mucherl, Geschäftsführer der Murexin GmbH.
Ausblick: Sanierung gibt den Takt vor, Neubau stabilisiert – Export im Fokus
In Österreich sollte Experten zufolge 2026 die Sanierung zentraler Impulsgeber sein. Gefragt sind in jedem Falle Systemlösungen, die am Bau Zeit sparen, Abläufe vereinfachen und Sicherheit in der Verarbeitung bringen. Im Neubau erwartet Murexin eine vorsichtige Belebung – weniger als Sprung, eher als Stabilisierung auf niedrigem Niveau.
Parallel dazu treibt Murexin die Internationalisierung dort voran, wo sie unmittelbar Wirkung entfaltet: in der Produktion. Der Standort Slowenien soll zusätzliche Exportchancen in Richtung Balkan eröffnen, Ungarn bietet Potenzial für Wachstumsmärkte wie etwa Tschechien und Slowakei. „Murexin positioniert sich konsequent über Produktqualität, Service und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Verarbeitern – und nicht über ein rein preisgetriebenes Geschäft“, so Rainer Pascher abschließend.
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