Freitag, April 12, 2024

Mit dem Wirtschaftspreis eAward zeichnet der Report Verlag gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt jährlich Services und Produkte mit IT-Bezug aus. Nominiert waren heuer auch wieder heimische Vorzeigeprojekte aus den Bereichen Bau und Immobilien.

International und mobil
Schneller, effizienter und noch kundenfreundlicher: Wienerberger ist mit der »fine apps factory« des Wiener Unternehmens rit edv-consulting in der Lage, in der Kundenbetreuuung gezielt auf länder- und marktspezifische Anforderungen seiner Niederlassungen einzugehen. Eine bestehende Kundenmanagementlösung wurde um eine mobile Komponente ergänzt, die Mitarbeiter wurden mit iPads ausgestattet, die ortsunabhängig einen 360-Grad-Blick auf den Kunden erlauben. Die Kundendaten können jederzeit ergänzt und aktualisiert werden. Und das mobile CRM erleichtert die Besuchsplanung: Der Administrationsaufwand wurde minimiert, es bleibt mehr Zeit für die Kunden.

Modernes Marketing
Mit der Real Pocket-App können Immobilienvermarkter ihre Objekte besser vermarkten. Das Exposée einer Immobilie wird mobil erstellt und direkt vor Ort veröffentlicht. Der zur Immobilie gehörige QR-Code wird auf einem Poster an der Immobilie angebracht. Scannt ein Nutzer den Code, erhält er alle wichtigen Eckdaten auf das Smartphone und kann sofort abschätzen, ob die Immobilie für ihn interessant ist. Die Branchenlösung der innovativen Jungunternehmer Peter Hlavac und Stephan Zavrel wird als Software-as-a-Service angeboten, die Vermarktungskosten sind für Kunden daher gut planbar.

Das erfolgreiche Team für modernen Immobilienservice: Peter Hlavac, Beate Finken und Stephan Zavrel.

Interaktive Übersicht
Infrastrukturprojekte unterliegen großen Anforderungen hinsichtlich ihrer Finanzierung und Genehmigung, etwa bei Umweltverträglichkeitsprüfungen. Durch eine interdisziplinäre Bearbeitung in den Bereichen Umweltschutz, Psychologie, Recht und Wirtschaft hat ein findiges Team rund um Francesca Inguanta von der »i.n.n.  ingenieurgesellschaft für naturraum management« gemeinsam mit der Universität Innsbruck ein interaktives Projektlogbuch entwickelt. Für die Großarler Bergbahnen wurde das Instrument zur Visualisierung und Gestaltung komplexer Fragestellungen und Abläufe im Projektmanagement eingesetzt. Auf einen Blick wird dargestellt, wo geplante Vorhaben stehen, wie deren Wechselwirkungen zu bewerten sind und wie weit ein Projekt von seiner Genehmigung entfernt ist. Unterschiedliche Auswirkungen von Ereignissen können anhand von Simulationen vorab geprüft werden.

Made in Tyrol: Komplexer Sachverhalt mit interaktivem Projektlogbuch anschaulich aufbereitet.

Erfolgreiche Fließpfadkarte
Mit der Ausbreitung des Siedlungsraumes werden auch in Graz zunehmend Hanglagen verbaut. Oft werden dabei Wasserwege übersehen, die kurzfristig bei Starkregen entstehen und Schäden an Neubauten verursachen können. Mit einem besonderen Service ermöglicht nun das Magistrat Graz, potenzielle Fließwege in den Grazer Hanglagen zu erkennen und abzuschätzen. Die Fließpfadkarte kann sowohl über das Intranet als auch über das Internet abgerufen werden und stellt eine wertvolle Grundlage für die Bauplatzbeurteilung dar.

Bertram Werle, Gerald Maurer, Erwin Wieser und Günther Lorber lassen die Daten in Graz fließen.

Google für Immobilien
Andreas Langegger und Christoph Richter sind der Gründer, die hinter einem Shootingstar der heimischen Startupszene stehen: Zoomsquare.com erleichtert die mobile Wohnungssuche. Die Plattform durchsucht auf Basis von Suchprofilen das Web nach neuen Anzeigen. Neue Objekte werden dann in einem Matching-Verfahren, wie bei Datingseiten, mit den konkreten Suchwünschen der User abgeglichen. Die höchste Übereinstimmung landet bei den Ergebnissen oben. Laufend fließen weitere Wünsche der Suchenden mit ein. Das spart Zeit und liefert personalisierte Ergebnisse. Das Ziel des engagierten Teams: ein Google für Immobilien zu schaffen.

Die Macher von Zoomsquare werden derzeit von Award zu Award gereicht.

Effiziente Drohnen
Einer der großen Treiber des weltweiten Energiebedarfs ist das Heizen und Klimatisieren von Gebäuden. Effizienz ist also gefragt: In einer Lösung von Siemens erfassen Drohnen thermografisch Bauobjekte von oben. Die Luftbilder werden mit 3D-Modellen der Gebäude, Straßenzüge oder Anlagen verknüpft. Anhand der Bilddaten, Position und Ausrichtung der Kamera werden die Objekte maßstabsgetreu rekonstruiert und die Wärmebilder als Textur angebracht. Dieser Ansatz mit Drohnen ist eine gelungene Basis für neuartige Mess-, Auswerte, und Analyseverfahren.

Wärmebild aus der Drohnenperspektive. Siemens analysiert Energieeffizienz aus der Luft.

Highlight in der Visualisierung
Die Planung von Beleuchtung in der Architektur ist sowohl in der Rechenkomplexität als auch bei der Modellierung eine Riesenherausforderung. Materialeigenschaften der Oberflächen müssen ebenso berücksichtigt werden wie Tageslichteinflüsse oder die Reflexionen von Fassaden. In dem Projekt »Hilite« erforschen das VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung, Zumtobel Lighting und Hefel Wohnbau gemeinsam Methoden zur Gestaltung von Lichtlösungen mithilfe neuester Technologien aus den Bereichen Rendering und Virtual Reality. Das Besondere daran: Neue Einstellungen werden innerhalb weniger Sekunden in Highend-Visualisierungen hochgerechnet.

Team »Hilite« modelliert Visualisierungen: Bert Junghans, Michael Schwärzler, Jeanette Moosbrugger, Roland Witsch und Holger Leibmann.

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