Mittwoch, Februar 28, 2024
Ein neuer Leuchtturm für Linz
(Titelbild: Feichtinger Architectes Paris)

Swietelsky plant den Bau eines neuen Hauptquartiers in Linz, entworfen vom Star-Architekten Dietmar Feichtinger. Aus der Stadt gab es jetzt grünes Licht.

Entstehen soll die neue Firmenzentrale im Linzer Industriegebiet, zwischen Boschweg und der Sankt-Peter-Straße. „Wir haben den ersten Meilenstein erreicht und überzeugten den Beirat von unserem städtebaulichen Entwurf. Jetzt starten wir mit der Einreichplanung und werden die Anregungen des Gestaltungsbeirats gerne berücksichtigen. Unser Ziel ist es, unsere finale Planung für die Baubewilligung noch in diesem Jahr einzureichen“, freut sich Gabriel Harman, Leiter Swietelsky Developments.

Star-Architekt plant für Swietelsky

Mit Weitblick und viel Fingerspitzengefühl arbeitete das Swietelsky-Projektteam am Entwurf seines künftigen Hauptquartiers. „Unsere Mitarbeitenden stehen bei allen Überlegungen zu unserem neuen Headquarter klar im Mittelpunkt. Wir bauen in erster Linie einen Raum für den Schaffensdrang der Swietelskys – und ganz nebenbei eine repräsentative Firmenzentrale“, erläutert Swietelsky-CEO Peter Krammer die Motivation des gesamten Vorstandsteams.

Für die Planung zeichnet der in Paris lebende Österreicher Dietmar Feichtinger verantwortlich. Der Fokus des international renommierten Architekten liegt auf der harmonischen Verbindung von Ästhetik, Funktionalität und Nachhaltigkeit. Feichtinger ist für seine markanten Strukturen bekannt, die sich fließend in die Umgebung einfügen. „Unser künftiges Headquarter reicht den angrenzenden Arealen symbolisch die Hand. Wir schaffen einen charmanten Übergang vom Wohn- zum Industriegebiet“, so Krammer weiter. Für Dietmar Feichtinger ist das Projekt mehr als ein Bauwerk: „Die Neugestaltung dieses Ortes wird den Blick auf die Stadt nachhaltig prägen.“

Leuchtturm für Linz

Das Grundstück des neuen Swietelsky Headquarters bildet an der Sankt-Peter-Straße östlich der Mühlkreis-Autobahn eine Brücke von der Innenstadt zum Bezirk Industriegebiet-Hafen. Vor dem Haupteingang begrüßt ein großzügiger Platz mit Baumallee künftig Besucherinnen und Besucher. Die Eingangshalle mit zweigeschoßigem Luftraum bietet einen Panoramablick nach draußen. Hier sind der Empfang und ein Café samt begrünter Außenterrasse angedacht.

Für die Menge an Grün holte das Bauunternehmen die erfahrenden Landschaftsplaner Auböck + Kárász Landscape Architects an Bord: Geplant ist nicht nur ein sonniger Park mit hohem Baumbewuchs im Norden des Areals, sondern auch Dachterrassen auf sämtlichen Gebäudeteilen. Auch innen soll das Gebäude möglichst ‚grün’ sein: Eine Kombination aus nachhaltigen Energiequellen kühlt und heizt den in Holz-Beton-Hybridbauweise konstruierten, 20-stöckigen Bürokomplex.

Angefangen vom Fahrradabstellraum, Fitnessbereich samt Umkleiden und Duschen, über ein Betriebsrestaurant mit Blick zum eigenen Park, bis zu klassischen Büroeinheiten und „New-Work“-Bereichen mit freier Platzwahl in begrünten Loggias lässt das Hauptquartier auch für die ‚Swietelskys’ keine Wünsche offen. Ein großzügiges Stadtfenster im 8. Stock liefert einen freien Blick auf die Linzer Innenstadt. Es ist zweigeschoßig und raumhoch verglast, am Abend wird dieser Bereich zusätzlich beleuchtet. Der Raum ist multifunktional ausgelegt und kann für interne Events genutzt werden. Im Turm befinden sich entlang der Fassade individuell anpassbare, natürlich belichtete Arbeitsplätze. Die dahinterliegende Kommunikationszone führt zum zentralen Kern.

Von ersten Ideen zum Vorentwurf

Der Planung ging ein guter Austausch zwischen Swietelsky und der Stadt Linz voraus. Entwickelt wurde ein Anforderungskatalog, der eine ganzheitliche Sicht – von städtebaulichen Aspekten, über Ökologie bis hin zu Mobilität und Verkehr – garantieren soll. Es folgte ein europaweites Screening von Architekturbüros, die die definierten Anforderungen berücksichtigen: Ein Büro aus Kopenhagen, eines aus Berlin und eines aus Österreich schafften es auf die Shortlist. Feichtinger Architectes Paris ging als Sieger hervor.

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