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KI-Agenten-Plattform aus Österreich
Mit europäischer Infrastruktur und Partnern wie IONOS CLOUD, Bitpanda und Geizhals bringt das Wiener Startup eustella eine KI-Plattform auf den Markt, die digitale Souveränität ermöglicht.
Der jüngste Bann der KI-Modelle von Anthropic für Nicht-US-Amerikaner hat die Abhängigkeit Europas bei künstlicher Intelligenz drastisch verdeutlicht. Darauf will das Wiener Startup eustella eine Antwort liefern: Mit dem Launch der eustella-App setzt das Unternehmen auf ein souveränes, europäisches KI-Angebot.
eustella deckt dabei die volle Bandbreite an Anwendungen ab - von Internet-Recherchen über Reiseplanung, News bis hin zu Bildgenerierung und Erstellung von Präsentationen. Nutzer:innen können außerdem eigene Agenten erstellen, Projekte anlegen sowie in Gruppen chatten und zusammenarbeiten. Alle Vorlieben, Interessen und Inhalte kann sich eustella mit der “Memory”-Funktion merken.
„Wir warten nicht darauf, dass Europa digital unabhängig wird. eustella macht es heute möglich“, sagt Matteo Rosoli, CEO von eustella. „Wer heute KI nutzt, nutzt meist Black-Box-Systeme unter ausländischer Kontrolle. eustella bricht dieses Muster: Datenhoheit und technologische Kontrolle bleiben zu 100 Prozent in Europa.“
Um eine attraktive Alternative zu US-Angeboten zu bieten, setzt eustella auf einen Preis von 5,99 Euro monatlich für die User.
Der Service setzt auf Open-Weights-Modelle und behält dadurch die volle technologische Kontrolle. Die KI-Modelle betreibt eustella selbst und ausschließlich auf europäischer Infrastruktur: Gemma 4 (Google), Qwen 3.5/3.7 (Alibaba), gpt-oss-120b (OpenAI) und Mistral (Mistral AI) sowie Flux (Black Forest Labs) für die Bildgenerierung. Es fließen laut eustella keine Daten an die Modellentwickler oder in die USA, da die ganze Infrastruktur-Lieferkette ausschließlich aus europäischen Unternehmen besteht. Die gesamte Verarbeitung bleibt in der EU, und Nutzerdaten werden niemals für das Training von KI-Modellen verwendet, heißt es.
eustella baut auf Servern von IONOS CLOUD in Berlin, Frankfurt und anderen europäischen Städten auf und bildet damit die Grundlage für eine europäische Infrastruktur und Lieferkette. Durch die Integration von Daten-Partnern wie Bitpanda (Krypto-Assets) und Geizhals (E-Commerce) soll eustella vom reinen Chatbot zum handlungsfähigen Agenten entwickelt werden. Fragen User etwa nach Kryptowährungen oder Elektronikprodukten, so bekommen sie über Datenschnittstellen diese von Bitpanda oder Geizhals angezeigt. Weitere Einbindungen in den Bereichen Reisen, Karten, Navigation, Shopping, Bildung und Lifestyle folgen in den nächsten Wochen und Monaten.
“KI-Agenten werden verändern, wie Menschen digitale Services nutzen. Bei Finanzinformationen ist besonders wichtig, dass Antworten auf aktuellen und verlässlichen Daten basieren. Mit Bitpanda als Datenquelle können Nutzerinnen und Nutzer über eustella aktuelle Krypto-Preise in Echtzeit abrufen. Für uns ist das ein konkreter Anwendungsfall dafür, wie europäische KI-Produkte und Finanzinfrastruktur sinnvoll zusammenspielen können”, sagt Christian Trummer, Chief Scientist und Mitgründer von Bitpanda.
eustella greift bei Produkt-Recherche direkt auf die umfassende, neutrale Preis- und Produktdatenbank des Geizhals-Preisvergleichs zu. User erhalten so unabhängige, transparente und in Echtzeit aktualisierte Kauftipps. "Mit eustella entsteht ein KI-Agent, der nicht nur berät, sondern für seine Nutzer:innen handelt - und genau hier entfaltet die Integration von Geizhals ihren Wert. Unsere über viele Jahre gewachsene Preis- und Produktdatenbank macht aus jeder Empfehlung eine fundierte, nachvollziehbare Entscheidung. Diese Partnerschaft ist der Auftakt für den Ausbau in Richtung Agentic Commerce", sagt Markus Nigl, Vorstand von Geizhals.
Rückenwind aus der Politik
Auch die öffentliche Hand sieht in souveränen europäischen KI-Lösungen einen strategischen Hebel für den Standort. „Mit eustella zeigt sich, dass digitale Souveränität in Europa kein Schlagwort bleibt, sondern Realität wird. Eine europäische KI-Alternative, die vollständig auf europäischer Infrastruktur und auf offenen Modellen aufbaut, ist der Weg, den wir gehen müssen”, sagt Alexander Pröll, österreichischer Staatssekretär für Digitalisierung. “Digitale Souveränität bedeutet nicht Abschottung, sondern Handlungsfähigkeit: Europa muss selbst entscheiden können, mit welchen Technologien es arbeitet, wie es Daten schützt und wie
es Innovation gestaltet - unabhängig, sicher und im Einklang mit unseren Werten. Denn Daten, Clouds und künstliche Intelligenz sind die Ressourcen dieses Jahrhunderts - und Europa muss bei diesen Schlüsseltechnologien selbst handlungsfähig bleiben.”
Mit knapp 5.000 Usern geht der KI-Agent in den regulären Betrieb. In Europa gibt es mehr als 130 Millionen KI-Nutzer:innen, der Großteil griff bislang aber auf US-Lösungen zurück. Zwei Drittel der Europäer:innen würden aber europäische Angebote bevorzugen - diese Option bekommen sie jetzt. „Der Markt wartet nicht auf die perfekte Lösung von morgen, er braucht die souveräne Lösung von heute“, so Rosoli. „Mit eustella ist sie ab sofort für alle verfügbar, die bei ihrem Datenschutz keine Kompromisse mehr eingehen wollen.“
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