By Redaktion on Mittwoch, 04. September 2019
Category: Firmen | News II

Dubiose Schlüsseldienste boomen



Nicht nur in Salzburg liegt die Abzocke durch dubiose Schlüsseldienste scheinbar im Trend. So gibt es bereits österreichweit mehr als 200 Verfahren gegen „Dienstleister“, die horrende Honorare verlangen. Welchen Schlüsseldiensten man vertrauen kann und wie Sie den seriösen Helfer finden, erfahren Sie hier.

Nicht nur bei unseren Nachbarn in Deutschland kommt es immer wieder zu Fällen, in denen der „Helfer in der Not“, unverschämte Preise verlangt. Denn ist die Tür einmal ins Schloss gefallen, braucht es schnelle und unkomplizierte Hilfe. In diesen Fällen handeln nicht wenige unaufmerksam und rufen den erst besten Schlüsseldienst an, den sie im Netz finden. So ist unlängst, Anfang des Jahres, ein „Schlossengel“ aus Tirol verurteilt worden. Dieser wollte für den Austausch eines Sicherheitsschlosses satte 937,36 Euro. Dabei hatte der 26-jährige „Profi“ einen Stundenlohn von 1.196 Euro zugrunde gelegt. Dass dies kein Einzelfall ist, belegt der Konsumentenschutz der Arbeitskammer Salzburg. Dieser bestätigte, dass die Abzocke mit dem Schlüsseldienst vermehrt auftritt.

Eine ganz neue Masche ging eine Salzburgerin ins Netz. Dieser war der eigenen Schlüssel im Schloss abgebrochen. Über eine Suche im Internet fand sie anschließend einen Schlüsselnotdienst, der wie versprochen, zur Hilfe eilte. Angekommen verlangte der für eine neue Ausfertigung des Schlüssels 358,10 Euro. Da die Salzburgerin nur 300 Euro hatte, nahm er diese als Anzahlung und verschwand. Den Schlüssel hat sie nicht bekommen – der Handwerker dafür jedoch eine Anzeige.

Was kann gegen die Abzocke vom Schlüsseldienst getan werden?

Wie sich in Deutschland an dem Beispiel des seriösen und zuverlässigen Schlüsseldienst Aachen zeigt, ist es wichtig schon, bevor es zum Notfall kommt, einen örtlichen Schlüsseldienst zu eruieren. Mit diesem können Sie unbefangen und unverbindlich sprechen und sich ausführlich informieren. So haben Sie, sollte dann einmal die Tür zufallen oder die Autotüren nicht mehr aufgehen, einen professionellen und zuverlässigen Handwerker an Ihrer Seite, auf den Sie sich absolut verlassen können. Der große Vorteil dabei ist, dass Sie nicht auf die Schnelle auf irgendeinen, Ihnen unbekannten Dienstleister in der Branche zurückgreifen müssen.

Tipps zum Umgang mit einem bis dato ungeläufigen Schlüsseldienst

Klären Sie vor der Auftragserteilung unbedingt die Firmenadresse. Damit können Sie bereits auf den Anfahrtsweg schließen. Zudem teilen Sie im Erstgespräch schon mit, dass Sie auf Rechnung zahlen. Dafür ist es jedoch wichtig, dem Handwerker am Telefon die Sachlage so genau wie möglich darzustellen. Denn im Regelfall lässt sich das klassische Türschloss ohne Beschädigungen oder gar einem Austausch des Schließzylinders bewerkstelligen.

Bei Ankunft des Mitarbeiters des Schlüsseldienstes empfiehlt es sich, die bisherige Rechnung zu kontrollieren. Lassen Sie sich zudem einen Ausweis zeigen. Alle Tätigkeiten, die ausgeführt werden, müssen dokumentiert werden, sodass im Anschluss keine Unklarheiten bestehen. In diesem Kontext ist es daher wichtig, keine Unterschrift vorab zu leisten!

Versucht Sie der Mitarbeiter unter Druck zu setzen, oder verlangt eine sofortige Barzahlung, sollten Sie umgehend die Polizei verständigen. Erhalten Sie eine aus Ihrer Sicht deutlich zu hohe Rechnung, können Sie gegebenenfalls eine Anzahlung vor Ort leisten. Somit haben Sie noch ausgiebig Zeit, den Komplettbetrag zu prüfen und sich im Zweifelsfall, Hilfe zu holen. Diese erhalten Sie beim zuständigen Konsumentenschutz oder bei einem Rechtsberater. Der wichtigste Ratschlag ist jedoch: Bewahren Sie Ruhe.