Montag, August 03, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Font size: +

​Preisentwicklung im Hausbau und die Folgen für Bauherren

​Preisentwicklung im Hausbau und die Folgen für Bauherren (Bild: iStock)

In den vergangenen Jahren haben sich die Kosten für den Hausbau konstant nach oben entwickelt. Vor allem in den letzten zwei Jahren sind die Kosten geradezu explodiert und verbleiben auf einem hohen Niveau. Eine Entspannung der Lage ist zumindest für die nahe Zukunft nicht absehbar. Die Folgen machen sich vor allem bei dem Bau privater Häuser bemerkbar, denn immer weniger können sich den Traum vom Eigenheim noch leisten. 

Preise erreichen Rekordniveau 

An die steigenden Preise hat man sich in der Baubranche bereits gewöhnt. Doch der Anstieg der vergangenen Jahre bereitet vielen Personen und Unternehmen einige Sorgen. Laut dem österreichischen Baupreisindex haben sich die Kosten für Bauherren in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 30 Prozent erhöht und erreichen im Jahr 2022 ein Rekordniveau. Und obwohl die Preise bereits massiv gestiegen sind, kam es allein im ersten Quartal des aktuellen Jahres zu einem Anstieg von ganzen 8,7 Prozent. 

Damit war der Preisanstieg in der Baubranche der allgemeinen Inflation mehrere Monate voraus. Zum jetzigen Zeitpunkt betragen die Baukosten für private Bauherren in Österreich für ein Einfamilienhaus zwischen 2.000 und 2.500 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Anstieg um etwa 50 Prozent gegenüber den Preisen vor zehn Jahren.

Kombination aus mehreren Ursachen 

Der Grund für den rasanten Anstieg liegt im Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Zum einen kam es durch die Pandemie zu massiven Störungen in den Lieferketten, wodurch weltweit Baumaterialien knapp wurden und der Engpass die Preise in die Höhe schnellen ließ. Durch die erschwerte Logistik erhöhten Reedereien zudem ihre Preise und befeuerten diese Entwicklung zusätzlich. 

Hinzu kommen steigende Energiekosten, die sowohl die Bauarbeiten selbst als auch die Herstellung der Baumaterialien verteuern. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sind weltweit zu spüren. Die bisherige Energie-Abhängigkeit von Russland stellt den Energiemarkt aktuell auf den Kopf. 

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Dieses Problem existiert bereits seit Längerem und sorgt dafür, dass Bauunternehmen manche Aufträge nicht mehr annehmen können oder Bauvorhaben nur mit Verzögerungen durchführen können. Das führt wiederum dazu, dass die Unternehmen höhere Preise verlangen. Verstärkt wurde dieses Problem ebenfalls durch die Pandemie, da viele ausländische Fachkräfte nicht mehr eingesetzt werden konnten. Und seit kurzem fließen auch steigende Zinsen mit in den Anstieg der Gesamtkosten ein. 

Wie Bauherren auf die Entwicklung reagieren 

Die Preisentwicklung geht nicht spurlos an Bauherren vorbei. Für viele Personen bedeutet der Anstieg, dass sie sich den Bau eines Eigenheims nicht mehr leisten können. Während manche ihr Vorhaben komplett abbrechen müssen, versuchen andere, alternative Lösungen und Kompromisse zu finden.

Eine beliebte Option ist zum Beispiel die Erhöhung der Eigenleistung. Dadurch ist es möglich, einen größeren Teil an Kosten einzusparen. Auch die Entscheidung für oder gegen eine Garage kann die Kosten signifikant beeinflussen. Auf zu viel Wohnfläche sollte allerdings nicht verzichtet werden. Oftmals sind Hausbesitzer dann gezwungen, nachträglich eine Garage oder eine Hütte zu bauen, um so für Stauraum zu sorgen. Das führt allerdings wiederum zu Kosten und die Freiflächen können nicht wie ursprünglich geplant genutzt werden.

Eine weitere Möglichkeit der Kosteneinsparung ist der Verzicht auf aufwendige Bauelemente oder das Zurückgreifen auf günstigere Materialien. Das funktioniert etwa durch das Weglassen von Dachgauben oder die Verwendung einer günstigeren Dacheindeckung.

Strategie- und Leistungsbezogene Ergebnisse – EFQM...
Wie sich das Leben 2050 für uns ändern wird

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.report.at/

Firmen | News

Nagarro
31 Juli 2026
Firmen | News
Die Einreichung für die Nagarro Innovation Challenge 2026 läuft noch bis 18. September. Unternehmen haben die Chance, ihre vielversprechendsten Digitalisierungs- und KI-Ideen von Expert:innen bewerten zu lassen und die besten als Proof of Concept im ...
Firmen | News
29 Juli 2026
Firmen | News
Die Welt von VMware ist im Umbruch – mit anderen Lizenzmodellen, einem neuen Partnerprogramm und einem konsolidierten Portfolio. Axians ist in Österreich Pionier der Virtualisierungsplattform und begleitet Unternehmen auch künftig von der Lizenzierun...
Vertiv
23 Juli 2026
Firmen | News
Die Investition steigert die Produktion von Kältemaschinen, die Testkapazitäten und die Beschäftigungsmöglichkeiten am Standort Vertiv, ein weltweit führender Anbieter für kritische digitale Infrastrukturen, gibt Investitionen zur Erweiterung der Fer...
Firmen | News
23 Juli 2026
Firmen | News
Wer KI-Modelle dauerhaft trainiert oder produktiv betreibt, stößt mit Cloud-GPUs bei Dauerlast schnell an Kostengrenzen – und gibt Daten aus der Hand. Dedizierte KI- und GPU-Server im eigenen Rechenzentrum bieten planbare Kosten, volle Datenkontrolle...

Neue Blog Beiträge

03 August 2026
Intelligente Netze
Europa
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten der KI-Verordnung. In Zeitungen, Newslettern und LinkedIn-Postings liest man dazu einen Satz, der eingängig klingt und trotzdem falsch ist: Ab jetzt müsse alles gekennzeichnet werden, was mit kü...
29 Juli 2026
Intelligente Netze
Neue Welt des Arbeitens
Warum die meisten Organisationen KI einführen und trotzdem alles beim Alten lassen. 1890 kauften Fabrikbesitzer den Elektromotor. Sie stellten ihn dorthin, wo vorher die Dampfmaschine gestanden hatte. Die Produktivität stieg um null Prozent, und das ...
24 Juli 2026
Intelligente Netze
Mensch und Gesellschaft
500 Milliarden fließen dieses Jahr in KI. Die Produktivitätskurve zuckt kaum. Irgendwo dazwischen sitzt der Fehler — und er sitzt nicht im Chip. 1987 sagte der Ökonom Robert Solow einen Satz, der bis heute hält: Man sehe das Computerzeitalter überall...