Sonntag, Oktober 18, 2026

Mehrwert für Manager

Bau | Immobilien

Der Wiener Premiumbauträger Glorit präsentierte im letzten Jahr seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht. Der Grundtenor: Nachhaltiges Bauen ist weit mehr als Klimaschutz; es ist ein wirksamer Hebel, um ökologische, wirtschaftliche und soziale Krisen abzufedern. Lob für die offene Kommunikation kommt von Klimawissenschaftlerin und susform-Geschäftsführerin Julia Fessler.

Warum nachhaltiges Bauen heute entscheidend ist

Bild: Projekt Arminenstraße 4A im 22. Wiener Gemeindebezirk in unmittelbarer Nähe der Alten Donau.

„Ob Energiepreisschocks, Ressourcenknappheit oder Klimafolgen – eine verantwortungsvolle Bauweise schützt nicht nur die Umwelt, sondern auch Bauherren, Bewohner:innen und die Branche selbst“, erklärt Glorit-Geschäftsführer Patrick Kloihofer. „Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatz, sondern eine Investition in Stabilität. Und wir bei Glorit haben hervorragende Voraussetzungen dafür.“

Regionale Wertschöpfung und Langlebigkeit als Fundament
Nachhaltigkeit beginnt für Glorit bei der Bauweise und den verwendeten Materialien. Die Holzriegelbauteile der Glorit-Häuser werden im firmeneigenen Werk in Groß-Enzersdorf vorgefertigt. Rund 90 % der Wertschöpfung entsteht durch regionale Partnerbetriebe innerhalb eines 40-Kilometer-Radius. 

Auch beim Grundstücksankauf steht verantwortungsvolles Handeln im Mittelpunkt: Bestehende Gebäude werden rückgebaut, Flächen effizient nachverdichtet und, wo sinnvoll, in die Höhe gebaut. Langlebigkeit ist dabei ein zentrales Qualitätskriterium: Hochwertige Materialien, präzise Verarbeitung und energieeffiziente Bauweisen stellen sicher, dass Glorit-Häuser über Generationen Bestand haben.

Energie sparen, Komfort gewinnen
Alle Neubauten entstehen bei Glorit als Niedrigenergiehäuser mit modernster Haustechnik. Im Hausbau kommen Luft-Wärmepumpen, im mehrgeschossigen Wohnbau Erdwärme mit Tiefenbohrung und thermische Bauteilaktivierung zum Einsatz. Die integrierte Deckenkühlung ist die effizienteste und angenehmste Methode zur Kühlung an warmen Sommertagen.

Bis zu 50 % des Eigenstrombedarfs kann durch Photovoltaikanlagen direkt am Dach gedeckt werden. Hochwertige Dämmstoffe aus Steinwolle sowie Holz-Aluminium-Fenster mit 3-fach-Verglasung gewährleisten optimalen Wärmeschutz, senken Energiekosten und bieten gleichzeitig hohen Wohnkomfort. „Unsere Häuser reduzieren Energiekosten massiv und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Zudem halten sie die Betriebskosten laufend niedrig“, so Kloihofer weiter.

Nachhaltig bauen heißt zukunftssicher bauen
Mit dem ersten freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht der Branche legt Glorit 26 Ziele und 44 Maßnahmen offen – und erfüllt damit bereits heute zentrale EU-Vorgaben, wonach alle Neubauten ab 2030 emissionsfrei sein müssen. Klimawissenschaftlerin und susform-Geschäftsführerin Julia Fessler, die den Bericht begleitete, lobt die Offenheit des Unternehmens als klaren Wettbewerbsvorteil.

Nachhaltigkeit als Innovationstreiber
Für Glorit ist Nachhaltigkeit kein „teures Extra“, sondern ein Motor für Innovation: Die vollständige Umstellung auf digitale 3D-Planung ermöglicht präziseren Materialeinsatz, weniger Fehler und effizientere Bauprozesse. Künftig sollen auch digitale Lagerhaltungsprozesse integriert werden, um Ressourcen noch gezielter zu steuern. Der digitale Produktpass (DPP) wird als nächster Schritt gesehen, um die ökologische Wirkung von Baustoffen über den gesamten Lebenszyklus nachvollziehbar zu machen. „Unser Ziel ist es, als nachhaltiger Akteur der Bauwirtschaft einen messbaren Beitrag zu leisten“, so Kloihofer.
 
Wirtschaftlich erfolgreich
Dass sich Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Stärke nicht ausschließen, zeigt das Geschäftsjahr 2025. Der Umsatz stieg auf 100 Mio. €, die Eigenkapitalbasis beträgt aktuell 62,5 Mio. €. Das Unternehmen investiert antizyklisch in neue Projekte, etwa im Hausbau in der Klöpferstraße in Wien-Donaustadt (ab 713.900 € inkl. PV-Anlage) oder im Wohnbau in der Arminenstraße nahe der Alten Donau.

„Nachhaltiges Bauen verhindert Krisen – ökologisch, sozial und ökonomisch“, fasst Patrick Kloihofer zusammen. „Wir investieren in Qualität, Verantwortung und Zukunft – und schaffen damit Wohnraum, der Generationen überdauert.“

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