Donnerstag, November 05, 2026

Mehrwert für Manager

Bau | Immobilien

Mineralische Baustoffe sind regionale Baustoffe. Sowohl die Rohstoffe als auch die damit erzeugten Produkte legen nur wenige Kilometer zurück – dadurch bleibt ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung in der Standortregion. Die mineralische Baustofferzeugung ist ein wesentlicher Multiplikator für Umsatz, Wertschöpfung und Beschäftigung.

Steinbrecher und Förderband
Bild: iStock

 

Im Auftrag des Fachverbands Steine-Keramik und des Forums mineralischer Rohstoffe erstellt das Studienzentrum für internationale Analysen (STUDIA) im Mai 2024 ein Update seiner Studie über die regionalwirtschaftlichen Effekte der mineralischen Baustofferzeugung in Österreich. Im Fokus standen die Baustoffe Zement, Transportbeton, Ziegel und Ziegelfertigteile, Putz und Mörtel sowie Beton und Betonfertigteile (Massivbaustoffherstellung) und weiters die Berufsgruppe Sand, Kies und Natursteine.

Mehr Umsatz und zusätzliche Jobs
Im Untersuchungsjahr 2021 hatte die mineralische Baustoff­industrie in Österreich mit 8.304 Mitarbeiter*innen einen Umsatz von 2,56 Milliarden Euro erwirtschaftet. Laut Studie löste die Massivbaustoffherstellung insgesamt eine Bruttoproduktion in Höhe von 21,6 Milliarden Euro aus, rund 15 Milliarden Euro davon im nachgelagerten Bereich der Bauwirtschaft und rund 3,6 Milliarden Euro im vorgelagerten Bereich durch den Zukauf von Gütern, Investitionen und Haushaltsausgaben der Beschäftigten. STUDIA erhob eine Wertschöpfung in Höhe von rund 7,5 Milliarden Euro. Zudem wurden Beschäftigungseffekte von 89.890 Vollzeit­äquivalenten generiert.

Multiplikator Massivbau
Ein Vollzeitbeschäftigungsverhältnis in der österreichischen Massivbaustoffherstellung sorgt demnach für 8,76 Vollzeitbeschäftigte in Österreich, großteils im nachgelagerten Bereich der Bauwirtschaft. Ein Euro Umsatz in der Massivbaustoffherstellung zieht weitere 1,35 Euro Umsatz in anderen Bereichen nach sich. Im vorgelagerten Bereich zieht ein Euro Wertschöpfung etwa 1,59 Euro Wertschöpfung in anderen Branchen in Österreich nach sich. Der gesamte Wertschöpfungsmultiplikator im vor- und nachgelagerten Bereich beträgt 11,0.

Die Studie bestätigt auch, dass mineralische Baustoffe in der Regel nur über geringe Entfernungen transportiert werden. Der durchschnittliche Transportradius beträgt 50 Kilometer. 64 Prozent der eingesetzten Rohstoffe werden sogar weniger als 30 Kilometer transportiert. Auch das fertige Produkt legt nur kurze Wege zurück. Der Transportradius beträgt über alle Produkte hinweg im Schnitt 65 Kilometer. Rund 48 Prozent aller mineralischen Produkte werden weniger als 30 Kilometer transportiert.

Grafiken und Zahlen zu Transportradien, Multiplikatoren Massivbaustoffherstellung sowie Gesamtwirtschaftliche Effekte der Massivbaustoffherstellung

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