Dienstag, Juli 21, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Laptop aufklappen, ins WLAN einloggen und losarbeiten. Ob im Homeoffice, im Zug, am Flughafen oder im Café – gearbeitet wird heute überall. Diese Flexibilität bringt viele Vorteile, stellt Unternehmen aber gleichzeitig vor Herausforderungen. Denn je mobiler der Arbeitsplatz ist, desto eher erhöht sich die Angriffsfläche für Cyberkriminelle.

Arbeit am Laptop am See
Bild: iStock

Damit unabhängig vom Arbeitsort sicher, produktiv und effizient gearbeitet werden kann, ist ein professionelles Mobile-Work-Setup Voraussetzung. „Die Anforderungen an remote Arbeitsplätze sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Unternehmen benötigen heute nicht nur leistungsfähige Laptops, sondern ganzheitliche Lösungen, die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit miteinander verbinden“, betont Andreas Steinböck, Head of Business Management bei Ingram Micro. Doch was gehört zu einer guten Ausstattung?

Drei Säulen des mobilen Arbeitens

Die Grundlage bilden leichte, leistungsstarke Notebooks mit langer Akkulaufzeit. Stellen Sie sich vor, Sie sind auf Geschäftsreise: Ihr Rucksack ist vollgepackt, umso angenehmer ist es, wenn sich das Notebook mühelos transportieren lässt und auf dem Klapptisch im Zug bequem Platz findet. Leistungsstark: Nichts ist ineffizienter, als wenn der Laptop mitten in einer Videokonferenz ins Stocken gerät, Anwendungen nur verzögert reagieren oder sich das System völlig aufhängt. Ein schneller Laptop verhindert diesen Albtraum und sorgt dafür, dass geöffnete Programme auch bei hoher Auslastung zuverlässig laufen. Gleichzeitig ermöglicht eine lange Akkulaufzeit das Arbeiten über einen gesamten Arbeitstag hinweg, ohne ständig nach einer Steckdose suchen oder zusätzliche Ladegeräte mitführen zu müssen. Da Videokonferenzen längst auch im Zug, am Flughafen oder im Café stattfinden, gehören hochwertige Headsets mit Noise Cancelling und guter Sprachqualität zur Standardausstattung. Zusammengefasst sind die wichtigsten Kriterien: die Mikrofonqualität, der Tragekomfort, das Active Noise Cancelling, reduziert Umgebungsgeräusche sowie die Teams-Zertifizierung.

Remote arbeiten ohne Sicherheitsrisiko

Das Setup steht, man loggt sich ein, und die Verbindung zum Internet wird hergestellt. Der mit Abstand größte Fehler ist die Nutzung unsicherer, öffentlicher Netzwerke, meist aus Zeitdruck und nach dem Motto „es wird schon nichts passieren“. Cyberkriminelle können gefälschte Hotspots einrichten und dadurch Daten abfangen. Es empfiehlt sich, möglichst die eigenen mobilen Datenverbindungen und Smartphone-Hotspots zu nutzen. Für den Zugriff auf Unternehmensanwendungen sind zusätzlich VPN-Verbindungen und Multi-Faktor-Authentifizierungen unverzichtbar. Während VPNs die Datenübertragung verschlüsseln, sorgt die Multi-Faktor-Authentifizierung dafür, dass der Zugang erst nach Eingabe eines Identitätsnachweises gewährt wird.

Sicherheitsrisiko „Shoulder Surfing“: Wer im Flugzeug ohne Blickschutzfilter arbeitet, gibt jedem Sitznachbarn Einblick auf seinen Bildschirm. Privacy-Filter oder integrierte Sichtschutzdisplays können Abhilfe schaffen und vertrauliche Inhalte vor fremden Blicken bewahren.  

Der Schutz der Endgeräte vor Fremdzugriff ist ein weiterer Aspekt. Im hektischen Alltag werden Geräte oft nur für einen kurzen Moment – etwa beim Gang zur Toilette oder beim Bezahlen im Café - unbeaufsichtigt gelassen. Neben dem Risiko eines Diebstahls des Geräts, können Unbefugte in dieser Zeit - bei fehlender Bildschirmsperre - innerhalb weniger Sekunden auf sensible Daten am Notebook zugreifen. Datenverlust oder im schlimmsten Fall schwerwiegende Datenschutzverletzungen drohen. Zum Schutz vor Diebstahl können beispielsweise Kensington-Schlösser eingesetzt werden, mit denen sich Notebooks an Tischen oder Arbeitsplätzen befestigen lassen. Aktivierte Geräteortungsfunktionen ermöglichen es zudem, gestohlene Geräte im Ernstfall zu orten. Zusätzliche Sicherheit bietet eine Festplattenverschlüsselung, die dafür sorgt, dass gespeicherte Daten selbst nach einem Diebstahl für Unbefugte unlesbar bleiben.

Regelmäßige Software-Updates sowie lange, komplexe Passwörter gehören zu den wichtigsten Maßnahmen, um persönliche Daten und Geräte vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

KI als Sicherheitshelfer

Die digitale Sicherheitslandschaft entwickelt sich stetig weiter: Auch künstliche Intelligenz wird künftig eine größere Rolle spielen. Bereits heute unterstützt KI beim Verfassen von Texten, beim Zusammenfassen von Informationen oder bei der Suche nach Antworten. KI kann aber auch dabei helfen, persönliche Daten und digitale Konten besser abzusichern. Moderne Sicherheitssysteme erkennen verdächtige Aktivitäten, etwa ungewöhnliche Anmeldeversuche oder betrügerische Nachrichten, und können Nutzer:innen frühzeitig warnen.

Sicher arbeiten bedeutet heute mehr als nur ein gutes Notebook und eine Antivirensoftware zu haben. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus moderner Technik, sicheren Anwendungen und einem bewussten Umgang mit Daten. Wer diese Faktoren berücksichtigt, kann die Vorteile des mobilen Arbeitens nutzen ohne unnötige Risiken eingehen zu müssen.

 

AST_3500x3500_1.jpg

Andreas Steinböck ist Head of Business Management bei Ingram Micro