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Kooperation von Siemens und Nvidia
Siemens und Nvidia haben Mitte Juni die Erweiterung einer Partnerschaft bekannt gegeben. Ziel ist es, schneller den nächsten Entwicklungsschritt bei industrieller KI und Digitalisierung zu erreichen und die Fabrik der Zukunft Realität werden zu lassen.
Die Kombination von Siemens- und Nvidia-Technologien wird es Industrieunternehmen ermöglichen, umfassende, KI-gestützte Technologien für die Fabrikautomatisierung der nächsten Generation zu nutzen – und zwar in jeder Phase, von der Produktentwicklung bis hin zur Serienfertigung. So können Unternehmen auf Grundlage datenbasierter Erkenntnisse fundiertere Entscheidungen quasi in Echtzeit treffen, die operative Effizienz steigern und die Zusammenarbeit verbessern.
„Moderne Hersteller stehen unter zunehmendem Druck, effizienter zu werden, die Qualität zu verbessern und sich schnell an veränderte Marktanforderungen anzupassen“, sagte Jensen Huang, CEO und Gründer von Nvidia. „Unsere Partnerschaft mit Siemens bringt NVIDIA AI und beschleunigtes Computing zu den weltweit führenden Unternehmen und eröffnet neue Möglichkeiten für die nächste Welle der industriellen KI.“
„KI verändert die Fertigung sowie die Infrastruktur grundlegend. In den letzten drei Jahren haben wir eng zusammengearbeitet, um KI-Modelle und High-Performance-Computing mit Industriedaten und fachlichem Know-how zu vereinen“, sagte Roland Busch, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. „Gemeinsam ermöglichen Siemens und Nvidia Unternehmen aus allen Branchen, das skalierbare Potenzial von KI in der physischen Welt voll auszuschöpfen.“
Im Jahr 2022 gaben die beiden Unternehmen den Beginn ihrer Partnerschaft bekannt, mit dem Ziel, durch die Kombination von Technologien aus dem Siemens Xcelerator-Portfolio mit "NVIDIA Omniverse" das industrielle Metaverse zu schaffen. Die Kombination der führenden Software- und Automatisierungslösungen von Siemens mit der modernen KI und dem beschleunigten Computing von Nvidia ermöglicht es Unternehmen aller Branchen, ihre Performance zu verbessern, ihre Produktivität zu steigern und Nachhaltigkeitsziele durch Digitalisierung zu erreichen. Die Partnerschaft wurde inzwischen auf die Zusammenarbeit in den Bereichen generative KI, industrielle KI und Robotik ausgeweitet.
Siemens integriert Nvidia-Technologie in die Siemens Xcelerator-Plattform. Mit dem Anfang dieses Jahres angekündigten Teamcenter Digital Reality Viewer gelingt ein bedeutender Fortschritt in der Product Lifecycle Management (PLM)-basierten Visualisierung. Er bringt Echtzeit-Raytracing-Funktionen direkt in Teamcenter ein und ermöglicht Unternehmen die nahtlose Visualisierung und Interaktion mit fotorealistischen, physik-basierten digitalen Zwillingen ihrer Produkte, was zu schnelleren und fundierteren Entscheidungen führt.
HD Hyundai, einer der größten Schiffbauer der Welt, könnte diese Funktion nutzen, um ein LNG-Schiff der nächsten Generation zu visualisieren – und dabei Millionen von Bauteilen in Echtzeit verwalten sowie die Dauer von Designiterationen mithilfe generativer KI von Tagen auf Stunden reduzieren.
Durch die Kopplung von Nvidia-Blackwell-Grafikprozessoren mit der Software für numerische Strömungsmechanik von Siemens können Kunden ihre Produkte sehr viel schneller simulieren und virtuell testen. Mit der Software Simcenter Star-CCM+, beschleunigt durch NVIDIA Blackwell und NVIDIA CUDA-x, gelang es beispielsweise der BMW Group, die Dauer für Aerodynamiksimulationen ganzer Fahrzeuggeometrien um den Faktor 30 zu verkürzen. Das beschleunigt die Simulation der Fahrzeugaerodynamik insgesamt und senkt gleichzeitig den Energieverbrauch und die Kosten.
Siemens und Nvidia definieren darüber hinaus die Betriebsweise von Fabriken neu. Eine neue Reihe von Siemens-Industrie-PCs, die für Nvidia-GPUs zertifiziert sind, ermöglichen leistungsstarkes, KI-gestütztes Industriecomputing, das Wärme, Staub und Vibrationen standhält und einen 24/7-Betrieb gestattet. Sie übernehmen komplexe industrielle Automatisierungsaufgaben – von KI-basierter Robotik bis hin zu Qualitätskontrolle und vorausschauender Wartung – und beschleunigen die KI-Ausführung in der Fertigung um das 25-fache.
Und KI-Agenten sollen künftig über das gesamte Siemens Industrial Copilot-Portfolio hinweg zusammenarbeiten und KI-gestützte Prozesse ohne menschlichen Eingriff ausführen. Der Siemens Industrial Copilot for Operations bringt generative KI in die Fertigung und wird für den lokalen Betrieb mit NVIDIA-Blackwell-Server-GPUs optimiert.
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