Dienstag, Mai 24, 2022

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung und der moderne Arbeitsplatz

Mit »Metro« hat Microsoft die Benutzerschnittstelle des Betriebssystems Windows vollständig neu gestaltet und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Urbanität vollzogen. Wir alle werden in naher Zukunft anders arbeiten.

Vor kurzem hat Steven Sinofsky, der Präsident der Windows-Division von Microsoft, bei der Entwicklerkonferenz Build in Kalifornien das neue Betriebssystem Metro mit den Satz »Wir haben Windows neu erfunden« vorgestellt. Und tatsächlich – das Betriebssystem ist gegenüber der Version 7 vollständig überarbeitet worden. Neben einer Vielzahl von Änderungen und Erweiterungen gegenüber der Vorgängerversion – es sollen mehr als 1700 sein – sticht vor allem eine Neuheit heraus: das User Interface.

»Metro Style« wird die neue Benutzerschnittstelle genannt. Sie kann vollständig mit den Fingern bedient werden und ist auf den ersten Blick ein Graphic User Interface (GUI) für Tablets und Smartphones. Bei genauerem Hinsehen entpuppt  sich die scheinbar einfache Oberfläche als mächtiges und flexibles Instrument, welches nicht nur eine universelle Bedienung auf allen Arten von Geräten erlaubt, sondern auch eine Reihe von überaus innovativen Grundmechanismen bereitstellt, die über das Marktübliche weit hinausgehen. So sind beispielsweise nicht nur alle Programme, die unter Windows 7 laufen, auch unter Windows 8 lauffähig – nein, mit wenigen Änderungen können zusätzlich die neuen Features (Appstore, Virtualisierung, Kommunikation mit anderen Anwendungen und viele andere mehr) genutzt werden.

Das Konzept des »Urban Working« hat Microsoft Office Labs bereits vor Jahren im Video »Microsoft Office Labs Vision 2019« wunderbar illustriert. Der wesentliche Punkt ist die Tatsache, dass unsere Anwendungen und unsere Daten uns begleiten werden und nicht die Geräte. In diesem Zusammenhang kann auch vom Verschwinden des Computers als sichtbares Gerät gesprochen werden. Windows 8 und das Metro Style GUI zeigt heute bereits auf, wie über verschiedenste Geräte hinweg mit ein und derselben Anwendung auf dieselben Daten unabhängig vom Ort zugegriffen werden kann. »Bring your own device (BYOD)« ist mit Windows 8 kein Thema mehr. Bereits heute können bestehende Desktopgeräte oder Laptops mit dem Windows 8 Metro Style User Interface für den Alltag im Geschäft eingesetzt werden. Dieselben Anwendungen, die wir in der Firma nutzen, können von zu Hause oder von unterwegs von Tablet PCs oder Smartphones aus bedient werden. Unsere Daten sind sicher und gut kontrollierbar in der Cloud gespeichert und universell verfügbar.

Die Geräte werden wir noch nicht zum Verschwinden bringen, aber doch die leidige Grenze zwischen Arbeitsplatz und Leben. Freuen wir uns darauf.

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Deflation: Was ist dran?

Outsourcing kommt vom reinen Manöver zur Senkung von Kosten weg und wird zur strategischen Initiative. Zentrales Element ist die Flexibilisierung des Sourcing.

Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren die Prozesse für den operativen Betrieb ihrer Informationssysteme neu organisiert. In den meisten Fällen werden Services auf Basis der Best Practices der IT Infrastructure Library (ITIL) geführt und organisiert. Zusätzlich sind im Rahmen der Anstrengungen zur Kostenkontrolle Instrumente und Prozesse für das operative IT-Controlling eingeführt worden. Anforderungen werden in Service Level Agreements (SLA) formuliert und vertraglich festgelegt. Diese SLAs sind in den meisten Fällen einmalig festgelegt worden. Sie werden durch das IT-Controlling und eventuell sogar durch gezielte Audits geprüft, jedoch nur selten oder gar nicht den unternehmerischen Changeprozessen angepasst.

Heute formulieren immer mehr Unternehmen die Anforderungen an die IT-Infrastruktur so, dass die IT Garantien bezüglich der Servicequalität abgeben muss. Um diese Garantien zu erfüllen, werden oftmals externe Leistungserbringern als Sourcingpartner herangezogen. Diese Praxis des Sourcing von IT-Dienstleistungen, also der längerfristige externe Bezug, hat sich in den letzten zehn Jahren zum Standard etabliert. Die meisten Unternehmen beziehen externe Leistungen, um die Bereitstellung und den Betrieb ihrer Informationssysteme zu gewährleisten. In der Praxis hat sich eine Vielzahl von Sourcingmodellen durchgesetzt. Zunehmend werden auch neue Modelle wie beispielsweise Shared Service Center entwickelt, um Informationssysteme zu betreiben.

Der tägliche operative Betrieb
Die Unterstützung von Geschäftsprozessen durch Informationssysteme ist zur alltäglichen Selbstverständlichkeit in allen Betrieben geworden. Die eingesetzten Informationssystem und deren Komplexität fallen erst dann auf, wenn sie ausfallen. Jede IT-Betriebsorganisation ist darauf ausgelegt, mit proaktiven Aktivitäten diesen Ausfall zu vermeiden, respektive mit reaktiven Tätigkeiten schnell zu reagieren. Die proaktiven Aktivitäten umfassen zum Beispiel Upgrades von Applikationen, Operating System Releases, Security-Patches, Hardware- und Firmware-Upgrades. Diese Aktivitäten sind absehbare Tätigkeiten die zu geplanten Ausfallzeiten während Wartungsfenstern führen. Die reaktiven Maintenance-Aufgaben sind jedoch nicht planbar. Sie umfassen im weitesten Sinne Reparaturarbeiten, die aufgrund von Hardwarefehlern, Netzwerk- und Stromunterbrüchen und nicht zuletzt auch durch Fehler des Personals oder in der Bedienung des IT-Services verursacht werden. Beiden Tätigkeiten ist hierbei jedoch gemeinsam, dass die Anforderungen an den IT-Service in der Menge und Ausprägung der notwendigen Spezialisierung über die Zeit stark abweicht.

Die meisten Unternehmen haben zu einem gegebenen Zeitpunkt entweder zuviel oder zuwenig Maintenance-Personal oder aber zuwenig oder nicht die benötigten Skills verfügbar. Besonders im Rahmen von ungeplanten Ausfällen sind dann die nötigen Qualifikationen und Erfahrungen nicht zeitnah verfügbar. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit einer Verwaltung und eines Unternehmens aus. Die Flexibilität, die es braucht, um der Nachfrage nach IT-Services als Funktion der Zeit folgen zu können und dabei die nach wie vor steigende Komplexität des betrieblichen Ausnahmefalles professionell zu beherrschen, stellt hohe Anforderungen an das Sourcingmodell des Unternehmens und wird durch das klassische Outsourcing nicht abgedeckt.

Die Lösung: Flexible Managed Services
So wie sich die Just-In–Time (JIT) Produktion längst in der Industrie durchgesetzt hat, so werden in Zukunft auch Anstrengungen unternommen werden, IT-Infrastrukturen als Flexible Managed Services bereit zu betreiben. Während die Hardwareindustrie mit "OnDemand Computing" und "Utility Computing" bereits über entsprechende Modelle verfügt, sind die meisten Sourcingmodelle in dieser Hinsicht noch relativ unflexibel. Der Bedarf an IT-Services, die dem planbaren aber auch dem nicht planbaren Bedarf an operativen Kapazitäten folgen können, wird klar steigen. Soll das Sourcing von IT-Services optimal den Bedarf decken, so sind weit mehr als eine ITIL-basierende Prozessorganisation mit definierten SLAs erforderlich; Es sollte ein genügend großer Pool von flexiblen Ressourcen mit breitem und spezialisiertem Wissen, welches rasch verfügbar ist, vorhanden sein.

Außerdem ist die Nähe zum Kunden für die schnelle Reaktionszeit und das lösungsorientierte Handeln, Mitarbeitende, die sich ständig weiterbilden und somit immer auf dem neuesten Wissensstand sind und eine Organisation, die sowohl den Aufbau der Applikationen mit den darunter liegenden Komponenten (Datenbanken, Operating Systems, Netwerke und Sicherheits-Problematiken) beherrscht und deren Komplexität im Umfeld des Kunden ganzheitlich versteht, erforderlich. Outtasking als Umsetzung von Managed Services ist die ideale Basis dafür.

 

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