Montag, September 28, 2026

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Wer die Ukraine liebt….

..liefert keine Waffen. Die Kriegshetzer in Washington und Brüssel tun das Gegenteil. Für sie ist die Ukraine nichts anderes als ein Bauernopfer in einem viel größeren Schachspiel. Putin muss Schachmatt gesetzt werden, egal wie viele ukrainische Leben es kostet.

"Der Mann muss weg", hat der US-Präsident bei seinem Besuch in Washington selbst verlautbart.

Das passt perfekt in den Spielplan, den die USA seit Jahrzehnten verfolgt. Zuerst wird ein Dämon kreiert. Saddam Hussein, der Leibgewordene, bedroht mit seinen Massenvernichtungswaffen die Welt. Deshalb muss er vernichtet werden. Washington hat den Irak in die Steinzeit gebombt, mit nach manchen Schätzungen rund einer Millionen Todesopfern.

Aber frei nach Madeleine Albright selig war deren Opfer für ein höheres Ziel absolut gerechtfertigt.

Nur: es gab keine Massenvernichtungswaffen im Irak. Die Besetzung des Landes war ein totales Desaster. Jetzt sind die USA in Schimpf und Schande abgezogen, haben nur verbrannte Erde hinterlassen – und das reiht sich in eine lange Liste verheerender Interventionen.

Libyen: Muammar Gaddafi war natürlich auch kein Guter. Ein Diktator, der nichts mit demokratischen Werten zu tun hatte, gab der NATO – so viel zum Thema Verteidigungspakt – den Freibrief, das Land zu bombardieren und Gaddafi zu exekutieren. Was Hillary Clinton mit den von hysterischem Lachen begleiteten Worten quittierte: "Wir kamen, wir siegten und er starb".

Wenig später eröffneten Sklavenmärkte in Tripolis und Tuareg wurden verschachert wie ein Stück Fleisch. Seither ist Chaos, aber wer schreibt und redet noch drüber. Die Demokratie hat gesiegt, zumindest einen Nachrichtenzyklus lang.

Syrien: Baschar Al Assad sei nicht akzeptabel, verlautbarte Barack Obama bei jeder Gelegenheit und zeichnete immer wieder rote Linien in den Sand. Die USA kollaborierten mit Al Nussra, Al Quaida und anderen unmöglichen Radikalen. Aber das seien die Gemässigten, hieß es von John McCain, dem verstorbenen Senator aus Arizona, und seinem Kompanion Lindsey Graham - (dem Graham der jetzt ein Attentat auf Putin als Lösung aller Probleme vorschlägt.)

Gemässigt ist nämlich, von dem Washington behauptet, er sei es. Als die Gemässigten dann öffentlich Gefangene enthaupteten und das auch noch auf Twitter posteten, dämmerte selbst den Dumpfsten: Assad ist schlimm, aber im Vergleich zu diesen Barbaren…

Das Interesse an Syrien und Libyen ist längst verschwunden, was geblieben ist, sind die Flüchtlingsströme, als permanente Erinnerung an die Folgen verblendeter Machtpolitik.

Jetzt ist aber Europa das Schlachtfeld und die hysterische Öffentlichkeit bejubelt die Freiheitskämpfer, Demokraten und unbeugsamen Kämpfer für den europäischen Wertekatalog…

Stepan Bandera, der Nationalheld der Ukraine war ein Massenmörder, der Polen und Juden zur Schlachtbank führte. Die Azov-Battalione schwingen Hakenkreuze und deren Kommandanten halten jetzt Reden in europäischen Parlamenten.

Brüssel schwingt sie mit, die Azov-Fahnen. Man kann sich seine Weggefährten nicht aussuchen, oder?

Wie blind muss man sein, um dieses miese Spiel nicht zu durchschaun. Die Polit- und Medienmaschinerie hat – frei nach Noam Chomsky – tatsächlich den Konsens produziert. Den Konsens, der die Kriegsmaschinerie am Laufen hält und Ukrainer zu Schlachtopfern macht.

Putin ist der Teufel, ein Wahnsinniger, er muss weg – wie Saddam und Muammar und Baschar – und diesmal sind wir bereit nicht nur Leben anderer sondern auch unsere eigene Zukunft zu opfern. Europa steuert auf die größte Krise seit Ende des zweiten Weltkrieges zu und die Verblendeten stimmen Kampfgesänge an. Ein Tragödie braucht einen Bösewicht und Blut muss fließen, viel Blut und am Ende ist die Bühne voller Leichen.

Das Stück könnt von Shakespeare sein...


Hintergrund: Dokumentation von Oliver Stone aus dem Jahr 2016: "Ukraine On Fire"

Al Jazeera über die Azov Battalione: Ukraine Azov battalion denies neo-Nazi association

John J. Mearsheimer, University of Chicago (2015): Why is Ukraine the West's Fault? Featuring John Mearsheimer

John J. Mearsheimer vor dem Robert SChumann Center 16.Juni 2022: https://www.youtube.com/watch?v=qciVozNtCDM



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