Sonntag, Oktober 18, 2026

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Bau | Immobilien

Die Strabag hat erste Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 sowie einen Ausblick auf 2025 bekannt gegeben. Die Leistung ist mit 19,2 Milliarden Euro leicht gestiegen. Die EBIT-Marge wird bei rund 6 % liegen. Für 2025 wird eine weitere Leistungssteigerung auf 21 Milliarden erwartet. Der Auftragsbestand ist auf die Rekordmarke von 25,4 Milliarden Euro geklettert.

Strabag mit Rekord-Auftragsbestand

„2024 war wirtschaftlich für STRABAG ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir konnten die Leistung stabil halten und den Auftragsbestand auf ein neues Rekordhoch ausbauen. Zudem zeichnet sich für 2024 eine außerordentlich hohe EBIT-Marge von nahe 6 % ab, wie bereits am 27.1.2025 bekannt gegeben“, erklärt Christian Harder, CFO der STRABAG SE.

Leistung
Der STRABAG SE-Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 eine um 1 % bzw. € 100 Mio. leicht höhere Leistung von € 19.238,80 Mio. Starke Zuwächse wurden in Polen sowie im Infrastruktur- und Building Solutions-Geschäft in Deutschland verzeichnet. Auch in Italien und im Nahen Osten konnten deutliche Leistungssteigerungen erzielt werden. In Österreich und Ungarn entwickelte sich die Leistung erwartungsgemäß rückläufig.

Auftragsbestand
Nach dem erstmaligen Überschreiten der 25-Milliarden-Euro-Marke im ersten Halbjahr konnte der Auftragsbestand zum Jahresende 2024 auf € 25.362,47 Mio. weiter ausgebaut werden, was einen Anstieg von € 1,9 Mrd. bzw. 8 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders stark stieg der Auftragsbestand in Deutschland, hier vor allem im Infrastruktur- und Ingenieurbau. Wesentliche Zuwächse wurden zudem in Polen, Österreich, der Slowakei und Rumänien verzeichnet. Erste Anzeichen einer Trendwende im Wohnungsbau in Österreich bestätigten sich erfreulicherweise im vierten Quartal 2024. Im Vereinigten Königreich entwickelte sich der Auftragsbestand rückläufig, was dem Abarbeiten von Großprojekten geschuldet ist.

Zu den wichtigsten Zugängen im Auftragsbestand in Deutschland gehören unter anderem Netzausbauprojekte für die Energiewende im Wert von mehr als € 1,1 Mrd., die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin sowie der Ersatzneubau der Schifffahrtsschleuse Kriegenbrunn in Bayern. In der Slowakei erhielt STRABAG den Zuschlag für den Um- und Ausbau der F.D. Roosevelt Klinik, in Tschechien für den Bau der neuen Zentrale der lokalen Tochtergesellschaft der Erste Group, die nach höchsten Nachhaltigkeitsstandards realisiert wird. Im internationalen Geschäft wurden unter anderem Aufträge für eine Schnellbahnlinie in Toronto sowie für den Bau eines Wohnbauquartiers in Abu Dhabi akquiriert.

EBIT-Marge
Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine EBIT-Marge nahe 6 % (2023: 5,0 %) erwartet, die damit wesentlich höher als ursprünglich prognostiziert liegen wird. Ursächlich hierfür sind positive Ergebniseffekte im Segment Nord + West sowie – im Vergleich zum Vorjahr – niedrigere Ergebnisbelastungen im volatilen internationalen Projektgeschäft.

Mitarbeiteranzahl
Im Geschäftsjahr 2024 wurden im Durchschnitt 78.174 Mitarbeitende (FTE) beschäftigt, was einem leichten Anstieg von 1 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Einklang mit der Leistungsentwicklung und aufgrund von Übernahmen im Bereich Building Solutions – zum Ausbau der Wertschöpfungstiefe bei TGA und Energiemanagement – wurden die größten Zuwächse in Deutschland und der Region Benelux verzeichnet. Die Veränderungen in den übrigen Ländern gleichen einander annähernd aus.

Ausblick 2025
Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet der Vorstand eine deutliche Leistungssteigerung auf rd. € 21 Mrd. Diese Prognose stützt sich zum einen auf den hohen Auftragsbestand und zum anderen auf die erwarteten Beiträge aus den erfolgten Übernahmen. In allen operativen Segmenten wird für 2025 eine höhere Leistung prognostiziert.

Nach dem Zusammentreffen mehrerer positiver Ergebniseinflüsse im Jahr 2024, ist für 2025 von einer Normalisierung der EBIT-Marge auszugehen. Aufgrund erster, spürbarer Effekte der Strategie, hebt der Vorstand das EBIT-Margenziel für 2025 auf ≥ 4,5 % an.

Die Netto-Investitionen (Cashflow aus der Investitionstätigkeit) 2025 sollten € 1.100 Mio. nicht überschreiten. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf geplante Akquisitionen im Rahmen der Strategie 2030 zurückzuführen.

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