Sonntag, Oktober 18, 2026

Mehrwert für Manager

Bau | Immobilien

Knauf Insulation plant am Kärntner Standort Ferndorf den Bau der ersten Recyclinganlage für Mineralwolle in Österreich. Mit dieser Anlage wird es erstmals möglich sein, alle Arten von Mineralwolle, einschließlich jener aus Rückbau- und Sanierungsprojekten, unabhängig vom Hersteller aufzubereiten und in den Produktionskreislauf zurückzuführen.

Österreichs erste Recyclinganlage für Mineralwolle

Bild: Udo Klamminger, Geschäftsführer von Knauf Insulation in Österreich und Projektleiter Joachim Wieltschnig, Sustainability Manager Zentraleuropa.

Knauf Insulation investiert rund 30 Millionen Euro in dieses Projekt, das nicht nur die Kreislaufwirtschaft stärken, sondern auch neue, nachhaltige Arbeitsplätze schaffen soll. „Mit dieser Anlage übernimmt Österreich eine Vorreiterrolle in der Wiederverwertung von Dämmstoffen aus Glas- und Steinwolle“, erklärt Udo Klamminger, Geschäftsführer von Knauf Insulation Österreich.
Der Standort Ferndorf profitiert von seiner langjährigen Erfahrung in der Dämmstoffproduktion und seiner hervorragenden Infrastruktur, einschließlich eines eigenen Bahnanschlusses. Bereits seit 1924 werden hier Dämm- und Akustikplatten aus Holzwolle produziert, und bis 2009 war Ferndorf ein bedeutender Produktionsstandort für Steinwolle. Aktuell beschäftigt die Knauf-Gruppe in Ferndorf über 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der neuen Recyclinganlage werden weitere zukunftssichere Arbeitsplätze geschaffen.
Die Bauarbeiten für die Recyclinganlage sollen in Kürze beginnen, die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 geplant. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, wie Projektleiter Joachim Wieltschnig, Sustainability Manager Zentraleuropa, betont: „Wir schaffen hier eine Lösung, die ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich relevant ist – insbesondere im Hinblick auf das Deponierungsverbot für Mineralwolle, das ab 1. Januar 2027 in Österreich gilt.“

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