Freitag, Juli 17, 2026

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Kriminelle Aktivitäten verlagern sich zunehmend auf abgelegene Standorte und treffen damit verstärkt Bau-, Energie- und Infrastrukturprojekte abseits urbaner Räume. Zu diesem Ergebnis kommt der neue »BauWatch Crime Report 2026«.

Einbrecher mit Kapuze und Brecheisen
Bild: iStock

Für die Studie wurden 4.100 Branchenexperten in zehn europäischen Ländern befragt. Demnach hat sich der Anteil der Vorfälle auf abgelegenen Baustellen in Österreich innerhalb eines Jahres von 22,1 Prozent auf 44,9 Prozent mehr als verdoppelt. Gleichzeitig sank der Anteil der Vorfälle auf urbanen Baustellen von 50 Prozent auf 29,2 Prozent.

Die Daten zeigen damit keine Entwarnung, sondern eine neue Risikolage: Kriminalität verschwindet nicht, sie sucht sich neue Angriffsflächen. Zwar berichten 2026 mit 54 Prozent weniger österreichische Befragte von steigender Baustellenkriminalität als im Vorjahr (71 Prozent), gleichzeitig wird die Bedrohung aber professioneller und digitaler. Cyberangriffe auf Bauunternehmen haben sich von 6,2 Prozent auf 21,6 Prozent mehr als verdreifacht, 28 Prozent der Vorfälle werden mit organisierter Kriminalität in Verbindung gebracht. Und während Täter ihre Strategien anpassen, gehen klassische Sicherheitsmaßnahmen teilweise zurück: Der Einsatz von Baustellenzäunen sank von 59 auf 47 Prozent, die Nutzung von Warnschildern von 49 auf 36 Prozent, der Einsatz von Sicherheitspersonal von 27 auf 18 Prozent und der von Kamerasystemen von 25 auf 14 Prozent.

»Die Verlagerung von Vorfällen auf abgelegene Baustellen sowie die zunehmende Professionalisierung der Täter stellen Bauunternehmen vor neue Herausforderungen. Sicherheitsstrategien müssen deshalb kontinuierlich weiterentwickelt werden, um Projekte, Materialien und Lieferketten wirksam zu schützen«, sagt Petra Ehrhard, BauWatch Group Marketing Officer.

Grafik im Bau & Immobilien Report zum Thema: https://online.fliphtml5.com/jlgle/Bau_REPORT_06_26/#p=60

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