Tuesday, February 10, 2026

Mehrwert für Manager

Bau | Immobilien

Die Sedlak Unternehmensgruppe startet in Wien die erste kreislauffähige Sanierung eines Bestandshauses. Die Stadt Wien begleitet das Leuchtturmprojekt.

Ein Gründerzeithaus aus dem Jahr 1880 in der Van-der-Nüll-Gasse 22 im 10. Wiener Gemeindebezirk wird nicht nur modernisiert, sondern auch aufgestockt und um zusätzlichen Wohn- und Büroraum zu schaffen. Die Sanierung erfüllt erstmals die von der EU-Taxonomie geforderten Umweltziele 4 – die den Übergang zur Kreislaufwirtschaft beschreiben. Sie setzt daher neue Standards für den nachhaltigen Umbau bestehender Gebäude. Anfang Februar wurde mit den Bauarbeiten begonnen.

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Wiederverwertung von Baumaterialien. Mindestens 70 % der nicht gefährlichen Bau- und Abbruchabfälle werden recycelt oder direkt wiederverwendet. Beispielsweise bleiben Terrazzoböden erhalten, Mauerziegel aus Abbrucharbeiten werden aufbereitet und erneut verbaut, und Gipskartonplatten erfahren eine serielle Wiederaufbereitung. Sedlak erstellt für die Immobilie einen digitalen Zwilling sowie einen Gebäuderessourcenpass.

Wie wird das Gebäude kreislaufgemäß erweitert? Die Immobilie, die zuletzt als Arbeiterquartier und Lager genutzt wurde, verfügt im Bestand über 1.155 m2 Bruttogeschoßfläche. Rund 400 m2 sollen im Zuge der Aufstockung und des Ausbaus dazu kommen, dies geschieht mit einer rückbaufähigen, sortenreinen Konstruktion, die zukünftige Anpassungen erleichtert und Ressourcen langfristig schont. Ein nachhaltiges Energiekonzept mit Erdwärmesonden und einer dezentralen Warmwasserversorgung mittels Wohnungsstationen sorgt für eine energieeffiziente Nutzung des Gebäudes.

Nachhaltige Stadtentwicklung
Mit dem Baustart dieses Projekts zeigen die Stadt Wien und die Unternehmensgruppe Sedlak, wie nachhaltige Sanierung und Kreislaufwirtschaft erfolgreich umgesetzt werden können. Das Leuchtturmprojekt ist Teil des Stadterneuerungs-Programms WienNeu+, dessen Ziel es ist, Grätzl klima- und zukunftsfit zu machen. „Wir wollen umsetzen, wovon seit einiger Zeit alle sprechen. Mit dem Baustart treten wir den Beweis an“, erklärt Wilhelm Sedlak, Geschäftsführer der Sedlak Unternehmensgruppe. Die Fertigstellung des Projekts ist für Mai 2027 geplant.

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