Dienstag, Juli 21, 2026

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Mit dem Projekt K29 in St. Johann in Tirol haben sich die Hanel Ingenieure ihre eigene Ideenwerkstatt verwirklicht und gleichzeitig ein Bravourstück zeitgemäßer Baukunst geschaffen.

Bild des sanierten K29 in Sankt Johann in Tirol

Eines war für Carlo Chiavistrelli, Hanel Ingenieure, von Anfang an klar: „Ein 120 Jahre altes Gebäude nicht nur zu erhalten, sondern weiterzuentwickeln. Die Geschichte bleibt sichtbar, gleichzeitig entsteht etwas Neues. Genau diese Spannung macht den Reiz aus.“ So hat er sich mit seinem Team der Herausforderung gestellt und bei der Sanierung von K29 den Altbestand ganz bewusst mit neuen Bauteilen kombiniert. Eine zentrale Rolle spielen dabei die in der Gebäudehülle eingesetzten Dämmstoffe von Steinbacher. Laut Steinbacher-Geschäftsführer Roland Hebbel könne ein saniertes Gebäude heute auf Neubau-Niveau kommen. Allerdings nur, wenn Planung, Materialien und Ausführung zusammenspielen und projektspezifisch die optimalen Lösungen erarbeitet werden. „Du weißt sofort, ob ein Gebäude funktioniert“, davon ist Carlo Chiavistrelli überzeugt. Das Projekt K29 sei ein gutes Beispiel dafür, wie man mit vorhandenen Ressourcen im Sinne des Re-Use arbeiten kann.

Nachhaltigkeit geht weit über das Material hinaus
Für Roland Hebbel müsse Altbestand ohnehin immer als Ressource angesehen werden – gerade in Regionen mit begrenzten Neubau-Flächen. Wichtig sei der ganzheitliche Gedanke. Nachhaltigkeit dürfe nicht nur an Materialien festgemacht werden. „Nicht das Material allein macht ein Produkt nachhaltig, sondern sein Produktnutzen in Verbindung mit seiner Lebensdauer. Wenn ein Produkt über Jahrzehnte funktioniert, Energie spart und wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden kann, dann ist das entscheidend – unabhängig davon, aus welchem Rohstoff es ursprünglich besteht“, so Roland Hebbel. Und weiter: „Dämmung ist kein Kosten-, sondern ein Wohlfühlfaktor und weit mehr als reine Energieeinsparung. Sie beeinflusst die Temperaturen an Wänden und Decken, reduziert Zugluft und schützt in Kombination mit Sonnenschutzmaßnahmen wirksam vor sommerlicher Überhitzung.“

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