Donnerstag, Oktober 29, 2026

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„Die Investition in die digitale Infrastruktur Österreichs steigert nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Landes langfristig, sondern stärkt den Wirtschaftsstandort als solchen und beschleunigt die sichere Verbreitung von KI und Cloud-Technologien. Die Digitale Souveränität ist ein wichtiges Ziel in der digitalen Entwicklung Österreichs; die Rechenzentren unterstützen dies“, sagt Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll beim Business Breakfast der Austrian Datacenter Association Anfang August im Dachboden des 25hours-Hotels in Wien.

Staatssekretär Pröll: Runder Tisch für Rechenzentren angekündigt
ADCA-Präsident Martin Madlo und Staatssekretär Alexander Pröll.

Pröll kündigte einen „Runden Tisch“ mit allen relevanten Stellen an. Neben dem Digitalisierungs-Staatssekretariat zählen das Infrastrukturministerium sowie das Wirtschaftsressort mit dem Energie-Staatssekretariat und die Rechenzentrumsbranche dazu. Martin Madlo, Präsident der Austrian Datacenter Association und Geschäftsführer der Digital Realty in Österreich unterstreicht: „Für den Digitalisierungs- und Innovationsschub braucht es Rechenzentren. Datacenter sind die Basisinfrastruktur, wie Breitband, und für die digitale Wertschöpfung und die digitale Souveränität entscheidend.“

„Österreich steht mit anderen Regionen im direkten Wettbewerb“, sagt Madlo und ergänzt, dass Projekte, die nicht in Österreich umgesetzt werden können, „in andere Regionen verschoben“ werden. „Wir leben in einer kurzlebigen Zeit“, betont der Datacenter-Experte und fordert gemeinsame Standortkonzepte mit Politik und Gemeinden. „Wir können mit Brownfield-Development alte Industriegebiete wieder aufwerten und die Abwärme sinnvoll einsetzen“, erklärt Madlo und unterstreicht die Bedeutung von effizient abgewickelten Genehmigungsverfahren. Staatssekretär Pröll berichtet, dass bereits in den vergangenen Wochen die ersten Schritte zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren gesetzt wurden: „Bürokratie darf nicht zum Innovationshemmnis werden. Wir wollen eine Verwaltung, die schnell reagiert, klare Fristen einhält und unternehmerisches Handeln ermöglicht. Wir setzen die Beteiligtengrenze von 100 auf 50 herunter und der Prozess wird digitalisiert.“ Pröll stellt klar, dass Effizienzsteigerungspotenziale zwischen Bund, Ländern und Gemeinden bestehen. „Ich bin grundsätzlich Föderalist, aber in der Digitalisierung bin ich Zentralist“, sagt der Staatssekretär.

KI ist für Pröll „die größte Disruption unserer Zeit“, er vergleicht das Wertschöpfungspotenzial mit dem eines „10. Bundeslands“. „Wenn wir den Trend nicht mitnehmen, werden wir zurückfallen“, ist er überzeugt. Für den Staatssekretär ist zudem die digitale Souveränität eines der bedeutenden Themen und kündigt für September einen Austausch mit der EU-Digitalisierungskommissarin an: „Digitale Souveränität braucht eine europäische Antwort. Das müssen wir dann auf Österreich runterbrechen.“

Foto: Christian Mikes

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