Freitag, November 06, 2026

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Der Sicherheitsexperte Genetec, fordert dazu auf, die Kontrolle über Authentifizierungs- und Zutrittsinformationen in vernetzten physischen Sicherheitssystemen zu verstärken. Hintergrund ist, dass KI das Ausmaß und die Komplexität von Cyberbedrohungen weiter erhöht.

KI verstärkt Cyberrisiken
Bild: iStock


KI-gestützte Tools verstärken Angriffe auf Authentifizierungsdaten und Passwörter: Attacken erfolgen schneller, in größerem Ausmaß und mit mehr Präzision. In Unternehmen, die vernetzte Kameras, Zutrittskontrollsysteme, Server und Cloud-Dienste einsetzen, können schwache oder unzureichend verwaltete Zutrittsdaten und Passwörter sensible Betriebsabläufe gefährden und neue Angriffswege in die Unternehmensinfrastruktur eröffnen. Dazu gehören auch die Passwörter, die für die direkte Verbindung mit den Geräten verwendet werden. Diese werden oft übersehen, können aber bei unsachgemäßer Verwaltung einen direkten Angriffspunkt bieten. In diesem Umfeld reicht es nicht mehr aus, sich auf regelmäßige Änderungen von Passwörtern oder einfache Cybersicherheitsmaßnahmen zu verlassen.

„KI verändert Tempo und Ausmaß von Cyberrisiken“, sagt Mathieu Chevalier, Principal Security Architect bei Genetec Inc. „Angreifer können heute schneller agieren. Sie nutzen KI, um sich als Personen auszugeben, Social-Engineering-Angriffe gezielt durchzuführen, Schwachstellen in großem Umfang aufzudecken und der Erkennung zu entgehen. Unternehmen müssen daher den Zutritt und die Identitäten auf ihre gesamten Systeme aktiv steuern, statt Kontrollen einmalig einzurichten und darauf zu hoffen, dass sie dauerhaft greifen.“

Die Risiken betreffen bereits Unternehmen, die physische Sicherheitssysteme betreiben. Die aktuelle Studie „Genetec Enterprise Physical Security in the Cloud Era“, die auf Erkenntnissen von mehr als 7.300 Fachleuten für physische Sicherheit weltweit basiert, zeigt, dass 58,7 Prozent der Unternehmen einen Anstieg von Phishing- und Smishing-Angriffen verzeichnen und 41 Prozent einen Anstieg physischen oder Cyber-Vorfälle insgesamt. Social Engineering wird von 43,5 Prozent als meist genutzter Angriffsvektor genannt.

Stärkung der Identitäts- und Zutrittskontrollen
Unternehmen sollten voreingestellte, standardisierte und gemeinsam genutzte Zutrittsdaten und Passwörter abschaffen. Um häufige Schwachstellen für Angriffe zu beseitigen, wird empfohlen, eine starke Authentifizierung wie Passkeys und die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) einzusetzen. Dies muss sich auch auf Geräte erstrecken. Statische Passwörter sollten nach Möglichkeit durch eine zertifikatsbasierte Authentifizierung ersetzt werden. Außerdem sollten die Verantwortlichen eine zentralisierte Verwaltung sowie eine regelmäßige Änderung der Anmeldedaten sicherstellen.


Engere Koordination zwischen IT- und physischen Sicherheitsteams
Die Zusammenarbeit von IT- und physischen Sicherheitsteams trägt dazu bei, einheitliche Sicherheitsstandards anzuwenden, den Überblick über Zutrittsrisiken zu verbessern und die Reaktion auf Vorfälle zu koordinieren. Da physische Sicherheitssysteme zunehmend mit Unternehmensnetzwerken verbunden sind, können Organisationen durch eine funktionsübergreifende Koordination ihre Schwachstellen besser identifizieren und effektiver auf Angriffe reagieren, die auf Zutritts- und Berechtigungsdaten abzielen.

Governance beim Management physischer Sicherheitssysteme priorisieren
Organisationen sollten ihre physische Sicherheitsinfrastruktur mit derselben Sorgfalt betreiben wie andere geschäftskritische Systeme. Dazu gehören regelmäßige Überprüfungen der Zutritte und Zugriffe, kontrollierte Updates und Partnerschaften mit vertrauenswürdigen Technologieanbietern, die langfristige Sicherheit, Transparenz und operative Ausfallsicherheit gewährleisten.


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