Donnerstag, Oktober 06, 2022

Frohes neues Krisenjahr

2015 (!) erschien John Ironmongers Roman »Not Forgetting the Whales« über eine Epidemie, die eine globale Krise auslöst. Eine erstaunliche Vorwegnahme – und umso interessanter, da ein Computerprogramm, das anhand riesiger Datenmengen Krisenszenarien durchrechnet, die Katastrophe prophezeit.

Die Coronakrise wurde zwar nicht vorhergesehen, aber mit Entschlossenheit und viel Geld bekämpft. In den USA und in Europa liegen viele Staaten bald wieder auf Vorkrisenniveau. Der Preis ist freilich hoch: Zu den Kosten zur Pandemiebekämpfung kommt ein weltweiter Inflationsschub. Auch die Lieferketten sind nach wie vor stauanfällig.

Trotz Omikron zeigen sich Expert*innen zuversichtlich, dass ein Ende der Krise naht. Zweckoptimismus? Vielleicht. Die Unternehmen haben jedoch gelernt, mit Unsicherheiten umzugehen. Die robuste Marktentwicklung deutet darauf hin, dass das Rad der Wirtschaft wieder Schwung aufnimmt. Allerdings unter neuen Vorzeichen: Das Thema Nachhaltigkeit ist in die Mitte der Gesellschaft gerückt. Jene Unternehmen, die in ihren Branchen als Vorreiter agieren und Klimaneutralität als Standard implementieren, haben definitiv einen Wettbewerbsvorteil.

Auch bei Ironmonger, der sich für sein Buch bei Krisenforscher*innen Rat holte, nimmt die Apokalypse ein versöhnliches Ende. Ölknappheit, Stromausfälle, Hungersnöte und Aktienkurse mögen berechenbar sein – nicht aber der Faktor Mensch.

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