Quality Austria bekämpft Korruption mit aktuellen Standards
Korruption bleibt eine der zentralen Herausforderungen in der heimischen Wirtschaft. Die überarbeitete ISO 37001:2025 bietet einen aktualisierten Standard, um Unternehmen und Institutionen systematisch in der Korruptionsbekämpfung zu unterstützen. Quality Austria Certification zertifiziert Systeme nach dem neu revidierten Standard für Anti-Korruption.
Laut aktuellem Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International hat sich Österreich im globalen Ranking leicht verbessert. Nachdem das Land in den vergangenen Jahren stark abgerutscht ist, rangiert man jetzt auf dem 21. Platz (2024: Platz 25). Jubelmeldung ist das trotzdem keine, denn Österreich bleibt lediglich im westeuropäischen Mittelfeld. Dass hier viel Luft nach oben ist, zeigt ein Blick auf die Top 10 – bis auf Singapur und Neuseeland finden sich dort ausschließlich europäische Länder wieder. Mit 89 Punkten führt Dänemark das Ranking an, Deutschland landet mit 77 Punkten auf Rang 10. Die mittelmäßige Platzierung schadet der Reputation des Wirtschaftsstandorts Österreich und erfordert von allen Playern umfangreiche und systematische Verbesserungen, um Vertrauen und Transparenz wiederherzustellen.
Orientierung bekommen heimische Unternehmen jetzt mit der neu revidierten ISO 37001:2025. Quality Austria Certification bietet Zertifizierungen von Anti-Korruptionsmanagementsystemen nach dem neuen Standard an und unterstützt Organisationen mit bestehender Zertifizierung beim Umstieg auf die neue Norm.
„Die ISO 37001 wurde an aktuelle Herausforderungen angepasst und ersetzt die Norm aus dem Jahr 2016. Unternehmen, die ein systematisches Anti-Bestechungs- bzw. Anti-Korruptions-Managementsystem aufbauen wollen, sind gut beraten, internationale Standards wie die ISO zu nutzen", sagt Claudia Kerpe, Produktmanagement Compliance und Korruptionsbekämpfung bei Quality Austria Certification.
ISO 37001:2016 nur noch bis Februar 2027 gültig
Die neue ISO 37001 ersetzt den Standard aus dem Jahr 2016, der parallel bis Februar 2027 bestehen bleibt. Unternehmen, die bereits nach der ISO 37001:2016 zertifiziert sind, haben noch ein Jahr Zeit, um ihre Managementsysteme an die neue Fassung anzupassen. „Der Umstieg auf die neue ISO 37001 ist denkbar einfach. Zertifizierte Unternehmen und Organisationen können das im Rahmen eines Überwachungsaudits von Quality Austria Certification mit geringem Aufwand durchführen lassen. Bestehende Managementsysteme bleiben grundsätzlich erhalten", erklärt Kerpe. Die neue ISO 37001 unterstützt Unternehmen und Organisationen dabei, Korruption aktiv zu bekämpfen. Managementsysteme nach ISO 37001 schaffen eine Grundlage, um Risiken frühzeitig zu erkennen, angemessene Kontrollmechanismen einzuführen und durch gezielte Maßnahmen Transparenz und Integrität zu fördern. Gleichzeitig unterstützt die Zertifizierung eine Unternehmenskultur der Ethik und Verantwortung.
Wesentliche Neuerungen der ISO 37001Die neue ISO 37001 setzt einen verstärkten Fokus auf regelmäßige Risikoanalysen, definiert Interessenkonflikte und schärft das Bewusstsein für Korruption, etwa in Form von Schulungen. Damit präzisiert die Norm die Anforderungen an Compliance-Verantwortliche und das Interessenkonflikt-Management innerhalb einer Organisation. Außerdem wurden Struktur, Terminologie und Kernanforderungen harmonisiert, sodass sich die ISO 37001 noch einfacher in bestehende Managementsysteme – etwa in die ISO 9001 (Qualitätsmanagement) oder ISO 14001 (Umweltmanagement) – einbinden lässt.
Konkret profitieren Unternehmen und Organisationen von folgenden Verbesserungen:
- Regelmäßige Risikoanalysen: Korruptionsrisiken sind nach der ISO 37001 systematisch, regelmäßig und anlassbezogen zu bewerten.
- Interessenkonflikte: Die Anforderungen an das Erkennen, Bewerten und den Umgang mit Interessenkonflikten wurden präzisiert.
- Bewusstsein und Kultur: Stärkere Betonung von Awareness, Schulung und der Verankerung einer integren Unternehmens- und Führungskultur.
- Klimabezogene Anforderungen in ISO-Normen: Seit Anfang 2024 fordert die ISO in über 30 Managementsystemnormen eine proaktive Auseinandersetzung mit Klimaveränderungen, einschließlich klimabezogener Risiken und Maßnahmen.
Quality Austria Certification zertifiziert Managementsysteme nach den neuen Standards und bietet gemeinsam mit der Quality Austria Academy Trainings und Schulungen zur ISO 37001 an.
Bild: iStock
About the author
Marija Kotnig ist Marketing & PR- Managerin bei Quality Austria und lebt in Wien. Die Publizistin arbeitet bereits seit vielen Jahren branchenübergreifend in der Kommunikation im B2B-Bereich.
Die Quality Austria Holding GmbH ist mit den operativen Tochtergesellschaften Quality Austria Academy GmbH und Quality Austria Certification GmbH die führende österreichische Instanz für Aus- und Weiterbildungen sowie für Personen-, System- und Produktzertifizierungen, Begutachtungen und Validierungen, Assessments und für das Austria Gütezeichen. Grundlage dafür sind weltweit gültige Akkreditierungen und internationale Zulassungen. Darüber hinaus vergibt das Unternehmen seit 1996 gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) den Staatspreis Unternehmensqualität. Als nationaler Marktführer für das Integrierte Managementsystem zur Sicherung und Steigerung der Unternehmensqualität ist Quality Austria impulsgebend für den Wirtschaftsstandort Österreich und steht für „Erfolg mit Qualität“. Quality Austria kooperiert weltweit mit rund 1.000 Netzwerkpartner*innen und mehr als 20 Organisationen und arbeitet aktiv in Normungsgremien sowie internationalen Netzwerken wie EOQ oder IQNet mit. Seit der Gründung im Jahr 2004 führte Quality Austria mehr als 185.000 Audits, Assessments und Begutachtungen durch, über 100.000 Personen besuchten bisher die Kurse und Inhousetrainings des international tätigen Unternehmens. www.qualityaustria.com
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