Methusalem aus Omaha
Warren Buffet ist 90, sein Vize Charlie Munger 97. Beide leiten den Industriegiganten Berkshire Hathaway seit mehr als fünf Jahrzehnten und beweisen: Erfolg hält jung.
In Jahrzehnten denken
Rose Blumkin war 1915 als russische Immigrantin nach Nebraska gekommen, hielt sich mit diversen Jobs über Wasser, bis sie 1936 rund 2.500 US-Dollar erspart hatte und damit ein Möbelgeschäft gründete. Es legte mitten in der Depression und dann während des Zweiten Weltkrieges einen zähen Start hin. Nach zehn Jahren im Geschäft betrug das Barvermögen gerade einmal 50 US-Dollar, der Firmenwert lag bei 72.264 US-Dollar. In dem Jahr kehrte der Sohn, der bei der Landung in der Normandie gekämpft hatte, aus dem Krieg zurück und stieg mit ins Geschäft ein – und Mutter und Sohn schafften ein kleines Handelswunder. Die drei größten Möbeleinkaufszentren der USA gehen auf sie zurück. Rose Blumkin war bis zu ihrem 103. Lebensjahr täglich im Geschäft, ehe sie »unverständlich früh in Pension ging«, schreibt Buffet in seinem Aktionärsbrief und fügt hinzu: »Aus meiner und Charlies Sicht.«
Berkshire Hathaway denkt in Jahrzehnten und hat mit den hektischen Deals an der Wall Street nichts zu tun. Das ganze System Buffets baut auf Langfristigkeit auf. »Warren wollte immer Entscheidungen, die langfristig Erfolg maximieren«, schreibt sein Vize Charlie Munger. »Dazu braucht er Manager, die lange genug dabei sind, um die Konsequenzen ihres Tuns noch zu erleben… Vergleichen Sie das mit den typischen Großkonzernen mit ihrer massiven Bürokratie, deren Chefs im Alter von 59 bestellt werden und dann gezwungen werden, mit einem festgelegten Alter in Pension zu gehen.« Nicht so im Reich Warren Buffets. Wenig Fluktuation und Chefs, die ewig an der Spitze ihrer dezentral geführten Einheiten bleiben. Für Langfristigkeit verzichtet Buffet sogar auf Dividendenzahlungen: Der Stromkonzern BHE ist seit 21 Jahren in seinem Besitz und hat noch nie für eine Gewinnausschüttung gesorgt. »Die Stromnetze unseres Landes müssen massiv umgebaut werden und die Kosten dafür sind atemberaubend. Die Gewinne von BHE werden über Jahrzehnte hinaus reinvestiert werden müssen«, schreibt Buffet im Aktionärsbrief. »Wir nehmen diese Herausforderung an und glauben, dass diese zusätzlichen Investitionen sich schlussendlich lohnen werden.«
Berkshire Hathaway denkt in Jahrzehnten und hat mit den hektischen Deals an der Wall Street nichts zu tun. Das ganze System Buffets baut auf Langfristigkeit auf. »Warren wollte immer Entscheidungen, die langfristig Erfolg maximieren«, schreibt sein Vize Charlie Munger. »Dazu braucht er Manager, die lange genug dabei sind, um die Konsequenzen ihres Tuns noch zu erleben… Vergleichen Sie das mit den typischen Großkonzernen mit ihrer massiven Bürokratie, deren Chefs im Alter von 59 bestellt werden und dann gezwungen werden, mit einem festgelegten Alter in Pension zu gehen.« Nicht so im Reich Warren Buffets. Wenig Fluktuation und Chefs, die ewig an der Spitze ihrer dezentral geführten Einheiten bleiben. Für Langfristigkeit verzichtet Buffet sogar auf Dividendenzahlungen: Der Stromkonzern BHE ist seit 21 Jahren in seinem Besitz und hat noch nie für eine Gewinnausschüttung gesorgt. »Die Stromnetze unseres Landes müssen massiv umgebaut werden und die Kosten dafür sind atemberaubend. Die Gewinne von BHE werden über Jahrzehnte hinaus reinvestiert werden müssen«, schreibt Buffet im Aktionärsbrief. »Wir nehmen diese Herausforderung an und glauben, dass diese zusätzlichen Investitionen sich schlussendlich lohnen werden.«
In ein paar Jahrzehnten kommen dann die Ausschüttungen, so wie bei der Eisenbahngesellschaft BNSF, die Buffet 2010 gekauft hat: »Die Geschichte der amerikanischen Eisenbahnen ist faszinierend. Nach rund 150 Jahren frentetischen Bauens, Schiebereien, Pleiten, Reorganisationen und Fusionen, ist die Industrie endlich vor ein paar Jahrzehnten reif geworden«, erklärt Buffet – und wer einen entsprechend langen Atem hat, genießt die Früchte des langen Aufbaus. Seit 2010 hat die Bahngesellschaft BNSF 41,8 Milliarden US-Dollar Dividende an Berkshire-Hathaway ausbezahlt.
Warren Buffet hat wegen seiner erstaunlichen Fähigkeit, Entwicklungen vorherzusehen, den Spitznamen Orakel von Omaha bekommen. Jetzt ist er der Methusalem aus Omaha – für die nächsten 879 Jahre
By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.report.at/
Firmen | News
Vertiv
30 Juni 2026
Vertiv, ein weltweit führender Anbieter für kritische digitale Infrastrukturen, bringt in Kooperation mit den Hauptsponsoren rhöncloud und Cadolto Datacenter GmbH, am 9. Juli 2026 führende Branchenvertreter und Akteure des öffentlichen Sektors zur Ve...
LANCOM Systems
29 Juni 2026
Die beiden Rohde & Schwarz Tochterunternehmen, LANCOM Systems und Rohde & Schwarz Cybersecurity, schließen sich zu einer Tochtergesellschaft mit dem Namen „Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity GmbH" zusammen. Die Fusion ist das Erge...
Vertiv
25 Juni 2026
Die Vertiv™ PowerUPS 100 Standby-Serie schützt wichtige vernetzte Geräte in Büros und kleinen Unternehmen und sorgt dafür, dass sie auch bei unerwarteten Stromausfällen weiterlaufen Vertiv (NYSE: VRT), ein weltweit führender Anbieter für kritische di...
Firmen | News
25 Juni 2026
Die Auswahl der passenden Wandfliesen spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung einer modernen Küche. Sie schützen die Wände vor Feuchtigkeit, Schmutz und Fett, prägen aber zugleich maßgeblich das Erscheinungsbild des gesamten Raumes. In zeitgemä...
Neue Blog Beiträge
29 Juni 2026
Am 26. Juni 2026 lud epicenter.works zu einem Fireside Chat mit dem US-amerikanischen Experten für Kryptographie und Computersicherheit Bruce Schneier ins traditionsreiche Café Alt Wien. Thomas Lohninger führte durch ein gutes halbe Stunde dichtes Ge...
29 Juni 2026
In Washington klingt Krieg oft wie ein Managementfehler. Erst wird gezündelt, dann werden Milliarden nachgeschoben, dann erklärt ein Thinktank, warum das alles leider alternativlos war. Und wenn der Plan nicht aufgeht? Dann besteigt man das nächste S...
29 Juni 2026
Bild: Claudia Dankl ist Vorstandsmitglied von Beton Dialog Österreich und stellvertretende Geschäftsführerin der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (Bildquelle: BDÖ derfritz).Wenn ich gefragt werde, warum ich mich so leidenschaftlich fü...