Montag, Oktober 05, 2026

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Eine weltweite Studie von HP zeigt, wie auch Beschäftigte in Österreich auf Unsicherheit und neue Anforderungen im Arbeitsalltag reagieren. 46 Prozent der Büroangestellten in Österreich nutzen KI-Agenten. 47 Prozent nutzen täglich oder wöchentlich KI-Tools, die ihnen ihr Arbeitgeber bereitstellt.

Besprechung an einem modernen Arbeitsplatz mit Laptop


HP zeigt in einer Studie mit mehr als 19.000 Befragten in 15 Ländern ("HP Work Relationship Index"), wie Beschäftigte in Österreich mit Veränderungen umgehen und welche Faktoren ihnen helfen, sich auf die Arbeitswelt im Wandel einzustellen. Die österreichischen Ergebnisse zeichnen ein differenziertes Bild: Die Beziehung zur Arbeit erholt sich, während Unsicherheit ein prägendes Merkmal des Arbeitsalltags bleibt. Österreichische Büroangestellte warten nicht einfach auf stabilere Rahmenbedingungen, sondern entwickeln neue Wege, um mit Veränderungen umzugehen – durch KI, Weiterbildung, übertragbare Fähigkeiten und passende Technologie.

Nahezu ein Viertel (23 Prozent) der Büroangestellten in Österreich berichten 2026 von einer gesunden Beziehung zur Arbeit. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, 2025 lag der Anteil laut WRI bei 18 Prozent. Gleichzeitig befinden sich 38 Prozent weiterhin in der kritischen Zone. Die Ergebnisse deuten damit auf eine Erholung hin, ohne dass der Druck auf Beschäftigte verschwunden ist.

Beschäftigte warten nicht auf Sicherheit 
Ein Ausdruck der anhaltenden Unsicherheit ist das sogenannte „Job Hugging“: 60 Prozent der österreichischen Büroangestellte sagen, dass es sich für sie derzeit zu riskant anfühlt, ihren Job zu verlassen. Gleichzeitig entwickeln sie zusätzliche Optionen für ihre berufliche Zukunft. Fast die Hälfte (45 Prozent) priorisiert den Aufbau übertragbarer Fähigkeiten gegenüber dem Aufstieg auf einer klassischen Karriereleiter. Ein Fünftel (20 Prozent) verfügt über eine einkommensgenerierende Nebentätigkeit oder ein eigenes zusätzliches Geschäftsmodell; unter den Büroangestellten der Generation Z sind es 39 Prozent.

„Veränderung ist für viele Beschäftigte längst Teil des Arbeitsalltags. Wenn ein Jobwechsel zugleich als zu riskant empfunden wird, ist es umso wichtiger, Orientierung zu geben und Entwicklungsmöglichkeiten sichtbar zu machen”, sagt Michael Smetana, Managing Director HP Österreich.

KI hält stärker Einzug in den Arbeitsalltag
Die Nutzung von KI bei der Arbeit nimmt weiter zu. 47 Prozent der Büroangestellten geben an, KI bei der Arbeit täglich oder wöchentlich zu nutzen – im Vorjahr waren es 41 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen, die keine KI nutzen, gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozentpunkte auf 19 Prozent gesunken.

46 Prozent der befragten Büroangestellten in Österreich fallen in die Kategorie der KI-Agenten-Nutzung. Diese Kategorie umfasst Personen, die KI-Agenten und generative KI nutzen. Ein Viertel (25 Prozent) der Büroangestellten greift bei einer Arbeitsaufgabe oder Frage zuerst auf KI zurück. Die Ergebnisse zeigen zugleich, dass Nutzer:innen von KI-Agenten teilweise andere Sorgen über die künftige Entwicklung ihrer Arbeit haben als Personen, die ausschließlich generative KI nutzen. 36 Prozent der KI-Agenten-Nutzenden befürchten, dass ihre Rolle durch die zunehmende Übernahme von Aufgaben durch KI schwerer zu definieren sein könnte; bei den Nutzer:innen ausschließlich generativer KI sind es 29 Prozent. Auch die Sorge, durch eine:n KI-Expert:in ersetzt zu werden, ist in der ersten Gruppe häufiger: 32 Prozent gegenüber 17 Prozent.

„KI entwickelt sich auch in Österreich vom zusätzlichen Werkzeug zu einem festen Bestandteil der Arbeitsorganisation. Entscheidend ist deshalb, dass Unternehmen nicht nur Technologien bereitstellen, sondern auch die nötige Orientierung und Weiterbildung. Wenn Mitarbeitende verstehen, wie KI ihre Aufgaben verändert und wo menschliche Fähigkeiten weiterhin gefragt sind, können sie Technologie selbstbewusster und sinnvoller einsetzen“, so Michael Smetana. 

Technologie soll Arbeit erleichtern
Was Beschäftigte benötigen, um ihre Arbeit gut erledigen zu können, zeigt sich auch bei den eingesetzten Technologien. Neben schnelleren und zuverlässigeren Geräten sowie einer nahtlosen Verknüpfung von Arbeitstools nennen jeweils 31 Prozent auf ihre Rolle zugeschnittene KI-Tools und gemeinsame Wissenssysteme, die den Zugang zu Informationen erleichtern. 28 Prozent wünschen sich Tools, die ihnen helfen, neue Fähigkeiten zu erlernen und sich während der Arbeit anzupassen.

Die globale Analyse des WRI zeigt, dass Vertrauen in die Führung der stärkste Treiber einer gesunden Beziehung zur Arbeit ist, gefolgt von technologischer Befähigung. Für Unternehmen bedeutet das, Technologie, Weiterentwicklung und klare Kommunikation zusammenzudenken. „Die österreichischen Ergebnisse zeigen sehr konkrete Erwartungen an Technologie: Geräte müssen verlässlich funktionieren, und Lösungen sollen gut zusammenarbeiten. Für Unternehmen bedeutet das, Digitalisierung nicht nur an neuen Anwendungen zu messen, sondern daran, ob sie den Arbeitsalltag tatsächlich einfacher und produktiver macht“, so Smetana.

Weitere Themen rund um Digitalisierung und KI gibt es unter https://www.report.at/digital

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