Monday, May 18, 2026

Mehrwert für Manager

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Eine Studie des IBM Institute for Business Value zeigt, dass die zunehmende Dynamik im Bereich KI CEOs dazu zwingt, die Struktur der C‑Suite neu zu gestalten.

Bild: iStock

Im Vorwort der Studie schreibt IBM Vice Chairman Gary Cohn: 
„Die Rolle des CEO bestand schon immer darin, durch Disruption zu führen. Was KI verändert, ist die Geschwindigkeit und die Tragweite von Führung. Erfolgreiche Unternehmen werden „AI-first“ operieren – nicht als zusätzliche Technologieebene, sondern als neues Betriebsmodell. Entscheidungszyklen verkürzen sich. Grenzen zwischen Funktionen lösen sich auf. Wettbewerbsvorteile erzielen diejenigen, die schneller lernen, sich anpassen und handeln können als ihre Wettbewerber.“

Die jährliche IBM CEO Studie, für die weltweit 2.000 CEOs befragt wurden – darunter 100 aus Deutschland und 40 aus der Schweiz – zeigt: Mit der zunehmenden Verbreitung von KI stehen CEOs verstärkt unter dem Druck, Führungsstrukturen, Entscheidungsprozesse und Organisationsmodelle neu zu denken. 

76 % der weltweit befragten Unternehmen verfügen 2026 über einen Chief AI Officer (CAIO;  2025: 26 %). Deutschland folgt diesem Trend (76%), während erst 65 % der Schweizer Unternehmen eine solche Rolle etabliert haben. 64 % der weltweiten CEOs geben an, sich wohl dabei zu fühlen, strategische Entscheidungen auf Basis von KI-generierten Erkenntnissen zu treffen im Vergleich zu 54 % der deutschen CEOs, während Schweizer CEOs das größte Vertrauen in KI-generierte Inhalte (70 %) in Europa haben.

83 % der weltweit Befragten (Deutschland: 86 %, Schweiz: 83 %) halten KI‑Souveränität für einen zentralen Bestandteil ihrer Geschäftsstrategie, was die Bedeutung geeigneter Kontrollmechanismen unterstreicht, da KI eine immer größere unternehmensweite Rolle spielt. Die weltweiten CEOs sagen, nur 25 % der Mitarbeitenden nutzen KI regelmäßig im Arbeitsalltag; in Deutschland sind es im Vergleich lediglich 23 % und 25 % der Schweizer CEOs geben dasselbe an. Dennoch sind 86 % der global Befragten der Meinung, dass ihre Belegschaft über die erforderlichen Kompetenzen verfügen, um mit KI zusammenzuarbeiten; bei den deutschen Befragten sind es 83 %, während die Schweizer CEOs mit 93 % noch zuversichtlicher sind.

Mohamad Ali, Senior Vice President, IBM Consulting, sagt: 
„KI verändert grundlegend, wie Arbeit funktioniert, indem sie Menschen und Software neu zusammenbringt. CEOs, die echte Ergebnisse erzielen, setzen KI nicht nur schneller ein – sie gestalten ihre Organisationen neu, um die besten Talente mit der besten Technologie zu verbinden.“

Neue Formen der Führung

85 % der weltweit Befragten (Deutschland: 83 %, Schweiz: 83 %) sagen, dass alle funktionalen Führungskräfte in ihrem jeweiligen Bereich zu Technologieexperten werden müssen – ein Zeichen dafür, dass die Verantwortung für KI über spezialisierte Rollen hinaus erweitert wird. Unter den Organisationen mit einem CAIO erwarten alle weltweit befragten CEOs, in Deutschland und in der Schweiz, dass der Einfluss dieser Rolle bis 2030 zunehmen wird – ebenso wie der wachsende Einfluss aller Mitglieder des C‑Levels. 59 % aller weltweit befragten CEOs gehen davon aus, dass der Einfluss des CHRO in den kommenden Jahren steigen wird. Diese Ansicht teilen 58 % der deutschen und 56 % der Schweizer CEOs.

Bis 2030 erwarten die weltweit befragten CEOs weltweit, dass 48 % der operativen Entscheidungen, bei denen Konsistenz und Leitplanken kodifiziert werden können, von KI ohne menschliches Eingreifen getroffen werden – gegenüber heute 25 %. Deutsche CEOs teilen diese Erwartung zu 48 %, während Schweizer CEOs mit 46 % ähnlich liegen (gegenüber derzeit 24 %). 79 % der weltweit befragten Führungskräfte bestätigen, dass sie Entscheidungsprozesse dezentralisieren und Verantwortlichkeiten verteilen, da KI unternehmensweit eine bedeutendere Rolle spielt. Im Vergleich zu 85 % der deutschen CEOs und 88 % der Schweizer Befragten.

Faktor Mensch

83 % der weltweit befragten CEOs sagen, dass der Erfolg von KI stärker von der Akzeptanz durch die Menschen als von der Technologie abhängt, im Vergleich zu 78 % der deutschen und 80 % der Schweizer CEOs. Zwischen 2026 und 2028 erwarten die Befragten weltweit, dass 29 % der Mitarbeitenden eine Umschulung für eine andere Rolle benötigen (Deutschland: 28 %, Schweiz: 29 %) und 53 % weltweit (Deutschland: 54 %, Schweiz: 51 %) eine Weiterbildung benötigen, um ihre aktuelle Rolle effektiver auszuüben.

77 % der Befragten weltweit geben an, dass Aufgaben im Bereich Talent‑ und Technologieführung zusammenwachsen, was auf eine engere Verzahnung von Talent, Technologie und Unternehmensstrategie hindeutet. Im Vergleich zu 75 % der deutschen und 73 % der Schweizer Befragten.

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