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Energie & Industrie
Mobilitätspreis für Schachinger Logistik
Der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis Österreich geht an Schachinger Logistik. Gestern Abend wurden im Odeon-Theater in Wien zwölf weitere Projekte von VCÖ, Mobilitätsminister Peter Hanke und ÖBB ausgezeichnet. Unter anderem die Marktgemeinde Wiener Neudorf für eine kinderfreundliche Verkehrsplanung, die Vorarlberger Marktgemeinde Egg für ihren autofreien Dorfplatz, Jugend am Werk Steiermark für ein inklusives Mobilitätsprojekt, das Stadtrad Innsbruck und die Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 in Wien.
Bild: Mobilitätsminister Peter Hanke, VCÖ-Geschäftsführerin Ulla Rasmussen, Ehrenfried Werderits (Geschäftsführer Schachinger Logistik), Manuel Pfeil (Gründer Powerlink H2), Otmar Frühauf (Vorstand ÖBB Personenverkehr AG)
Elektro-Lkw statt Diesel, energieautark statt erdölabhängig. Schachinger Logistik setzt schon heute 30 Elektro-Lkw ein, gespeist mit Strom aus der lokalen PV-Anlage, dank eines Speicher- und intelligenten Ladesystems auch in der Nacht. Bereits im Jahr 2030 möchte Schachinger seinen gesamten Fuhrpark auf Elektro-Lkw umgestellt haben. Im Jahr 2030 sollen täglich bis zu 100 E-Lkw und 200 E-Transporter am Standort Hörsching geladen werden. Entsprechend werden die PV-Anlagen und Speicher ausgebaut, um die nötige Energie zur Gänze selbst herstellen zu können. "Statt teuer importiertes Erdöl wird lokal produzierter Sonnenstrom getankt. Die Wertschöpfung fließt nicht ins Ausland, sondern bleibt in der Region", weist VCÖ-Geschäftsführerin Ulla Rasmussen auf einen weiteren Vorteil hin. Gemeinsam mit Mobilitätsminister Peter Hanke und dem ÖBB-Personenverkehr Vorstand Othmar Frühauf überreichte sie den VCÖ-Mobilitätspreis Österreich an Ehrenfried Werderits, dem Geschäftsführer von Schachinger Logistik, und Manuel Pfeil von Powerlink.
Mobilitätsminister Peter Hanke gratulierte: "Die Mobilitätswende ist eine gemeinsame Aufgabe - von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bis hin zu den vielen Menschen, die mit großartigen Ideen konkrete Veränderungen vorantreiben. Ich freue mich, beim VCÖ-Mobilitätspreis jene vor den Vorhang zu holen, die zeigen, wie die Mobilität von morgen schon heute gestaltet werden kann."
In zwölf weiteren Kategorien wurden vorbildliche Projekte beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich ausgezeichnet. In der von woom unterstützten Kategorie "Kindgerechtes Verkehrssystem" wurde die Marktgemeinde Wiener Neudorf prämiert für die zahlreichen Maßnahmen, damit Kinder und Jugendliche sicher, selbstständig und umweltfreundlich mobil sein können. Die Kategorie "Öffentlicher Verkehr" gewannen die Wiener Linien und die MA 18 der Stadt Wien für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 18. Das Stadtrad Innsbruck, das allein im Vorjahr mehr als 1,1 Millionen Mal genutzt wurde, gewann beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich die Kategorie "Sharing".
In der vom Sozialministerium unterstützten Kategorie "Sozial inklusive und barrierefreie Mobilität" wurde Jugend am Werk Steiermark für ein Projekt prämiert, das soziale Teilhabe und Selbstbestimmung stärkt. Menschen mit Behinderung wurden zu Mobilitätstrainer:innen ausgebildet, die mit ihrem Wissen und Know-How wiederum andere in ihrer Mobilität unterstützen.
Die Vorarlberger Marktgemeinde Egg wurde beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich für die klimafitte und verkehrsberuhigte Umgestaltung des Ortszentrums in der Kategorie "Verkehrsberuhigung" ausgezeichnet. Statt eines Autoparkplatzes ist der Dorfplatz nun ein autofreier, beliebter Treffpunkt für die Bevölkerung. Die Kategorie "Mobilitätsmanagement" gewinnt die TU Graz für den "Klimabeitrag für nachhaltiges Reisen".
Der Sieg in der Kategorie "Gehen und Radfahren", die von Bikeleasing unterstützt wird, ging an die Wiener Bezirksvorstehungen Penzing und Rudolfsheim-Fünfhaus für die bezirksübergreifende Fahrradstraße Meiselstraße. Die TU Wien gewinnt die Kategorie "Forschung" für "Trans|formator:in" mit Pilotprojekten in mehreren Gemeinden und Städten und einem Praxishandbuch, wie Straßen und Plätze in lebendige, klimafreundliche Mobilitätsräume umgestaltet werden können.
Das AIT entwickelte ein KI-gestütztes Assistenzsystem für Intermodalkranterminals und sichert sich mit dem Projekt "Road2Rail" den Sieg in der Kategorie "Digitalisierung und Automatisierung". Die Wirtschaftskammer Wien wurde für das Projekt "Grätzl-Ladezonen" in der Kategorie "Klimaverträgliche Logistik" prämiert. Die Kategorie "Konzepte und Ideen" gewann die Initiative MoVe iT für das Konzept "Die Grazer Mitte", das den Durchzugsverkehr in Graz nach Vorbild der belgischen Stadt Gent reduzieren würde. In der Kategorie "Internationale Vorbildprojekte" wurden beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich die "Premiumfußwege" der Stadt Aachen ausgezeichnet.
ÖBB-Personenverkehr Vorstand Othmar Frühauf gratulierte allen Preisträgerinnen und Preisträgern: "Der VCÖ-Mobilitätspreis holt jedes Jahr beeindruckende Projekte vor den Vorhang, die mit innovativen Ideen die Zukunft der Mobilität in Österreich aktiv mitgestalten."
Der renommierte VCÖ-Mobilitätspreis Österreich wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Mobilitätsministerium und den ÖBB durchgeführt und wurde heuer zum 35. Mal verliehen. Österreichs größter Wettbewerb für umweltverträgliche Mobilität und nachhaltigen Gütertransport stand heuer unter dem Motto "nachhaltig.effizient.innovativ". Beeindruckende 388 Projekte und Konzepte wurden eingereicht. Eine Fachjury hat die Projekte bewertet, die Top-5-Projekte jeder Kategorie konnten in einem Online-Voting Zusatzpunkte erringen.
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