Saturday, June 13, 2026

Mehrwert für Manager

Eine Elektrolyse-Anlage der Energie Steiermark in Bergla wird jährlich bis zu 750 Tonnen liefer und geht ab Herbst 2026 in Bau.

Bild: Martin Graf (Vorstand Energie Steiermark), Wolfgang Hattmannsdorfer (Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus), Werner Ressi (Vorstand Energie Steiermark), David Goulbourne (Vorstandsvorsitzender Wolfram), Manuela Khom (Landeshauptmann-Stellvertreterin), Andreas Raffelsberger (Vorstand Wolfram)

Die größte industrielle Erzeugungsanlage für grünen Wasserstoff der Steiermark wird ab Herbst von der Energie Steiermark im weststeirischen Bergla gebaut und bis 2027 fertiggestellt. Das 25 Millionen-Euro Projekt ist Ergebnis einer strategischen Partnerschaft zwischen dem Landesenergieunternehmen und der Wolfram Bergbau und Hütten AG, einem weltweit führenden Anbieter hochwertiger Wolframpulver und Teil der Sandvik-Gruppe. Bei dem grünen Wasserstoff-Hub wird Wolfram als erster Pilotkunde fungieren, eine Erweiterung der Anlage ist angedacht.

Die Elektrolyse-Anlage hat eine Leistung von 5 Megawatt (MW) und wird jährlich bis zu 750 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Das sorgt für eine CO2-Einsparung von bis zu 8.500 Tonnen jährlich. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus in den kommenden 10 Jahren mit bis zu 28,5 Millionen Euro gefördert.

Für Wolfram ist die langfristige Versorgung mit grünem Wasserstoff ein entscheidender Hebel zur Reduktion von Emissionen in den Kernprozessen der Produktion und stellt einen zentralen Schritt auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen bis 2050 dar. Der für die Produktion erforderliche Grünstrom kommt zum größten Teil aus den neu errichteten Windparks der Energie Steiermark im Bezirk Deutschlandsberg. Eine rund ein Kilometer lange Leitung wird den Wasserstoff- Produktionsstandort in Bergla direkt mit dem Industriegebiet rund um St. Martin verbinden. Eine spätere Einbindung der Anlage in die Pipelines der europäischen Wasserstoff-Netze ist eingeplant.

„Mit der Pilotanlage in Gabersdorf sowie der Gründung einer eigenen Wasserstoff-Gesellschaft im vergangenen Jahr hat die Energie Steiermark erste wichtige Schritte für die Auseinandersetzung mit dem Thema gesetzt“, betonen die Vorstände der Energie Steiermark Martin Graf und Werner Ressi , „mit dem H2-Hub setzen wir nun ein konkretes Kooperations-Projekt mit einem wichtigen Industrieunternehmen um und wollen die Erfahrungen als Basis für weitere Partnerschaften in Sachen Wasserstoff nützen“.

David Goulbourne, Vorstandsvorsitzender Wolfram Bergbau und Hütten AG, und Vorstand Andreas Raffelsberger betonen die Bedeutung des Projektes für die Standort-Attraktivität in der Steiermark: „Die Sicherstellung von grünem Wasserstoff für unser Werk in St. Martin ist ein Meilenstein für Wolfram. Diese Partnerschaft unterstützt unsere Netto-Null-Ambition, stärkt unsere langfristige Versorgungssicherheit und verankert nachhaltige Produktion direkt in unseren Kernprozessen.“