Montag, Oktober 12, 2026

Mehrwert für Manager

Siemens eMobility und OMV haben in Kufstein einen weiteren Schritt beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für elektrische Lkw und Pkw gesetzt. Ende September 2026 wurde der Betrieb des weltweit ersten Schnellladesystems an der OMV-Station in Kufstein gestartet.

Gruppenfoto vor LKW und Ladestation

Foto: Peter Vysny (VP International Operations & eMobility OMV), Marcel Rümenapf (Head of Sales Europe, Siemens eMobility), Michal Kubinec (Geschäftsführer von OMV Retail Österreich), Rene Zumtobel (Landesrat Tirol), Gerrit Pürstl (Head of Siemens eMobility CEE), Matthias Medwenitsch (Department Manager E-Mobility AT, OMV) 

Mit dem neuen Hochleistungsladesystem erweitert OMV das Angebot für die Elektromobilität und schafft insbesondere für den elektrischen Schwerverkehr zusätzliche Lademöglichkeiten entlang einer zentralen europäischen Verkehrsachse. "Sicharge Flex" ist ein dezentrales System und kombiniert Modularität, Skalierbarkeit und Flexibilität für das Laden im Depot und unterwegs. Mit einer Leistung von 480kW bis 1,68 MW lässt sich das System an unterschiedliche Szenarien und wachsende Anforderungen eines Standorts anpassen. OMV ist als Charge Point Operator (CPO) und Mobility Service Provider (MSP) in mehreren europäischen Märkten aktiv und betreibt ein flächendeckendes Ladenetz in Österreich, Ungarn, der Slowakei und Rumänien.

Hochleistungsladen an strategischer Verkehrsachse
Der Standort Kufstein wurde aufgrund seiner strategischen Bedeutung an der hochfrequentierten Brennerroute gewählt, einer wichtigen Verkehrsachse zwischen Deutschland und Italien. Die Station in Kufstein ist speziell auf die Bedürfnisse von Lkw-Fahrern zugeschnitten und bietet neben der neuen OMV eMotion Ladeinfrastruktur auch Services wie Duschen, Restaurants und Waschmaschinen. Damit verbindet OMV leistungsfähige Ladeinfrastruktur mit einem auf die Anforderungen des Güterverkehrs abgestimmten Standortangebot.

Das neue Sicharge-Flex-System bietet in Kufstein zunächst vier Ladepunkte für Pkw und zwei Ladepunkte für Lkw mit einer Ladeleistung von bis zu 400kW pro Ladepunkt. In einem nächsten Schritt sollen weitere vier Ladepunkte für Lkw hinzukommen – mit Leistungen von 600kW bis 1.500kW durch MCS. Durch die hohe Leistung wird die Ladezeit deutlich reduziert. So kann beispielsweise ein moderner elektrischer Lkw mit einer 620-kWh-Batterie in etwa 45 Minuten von 20 Prozent auf 80 Prozent geladen werden und dadurch die gesetzliche Fahrpause bestens genutzt werden. Dank der volldynamischen Leistungsverteilung kann die verfügbare Ladeleistung bedarfsgerecht auf die angeschlossenen Fahrzeuge verteilt werden.

„Jegliche Verbesserung des Güterverkehrs am Brennerkorridor ist zu begrüßen. E-Lkw haben nicht nur die höhere Energieeffizienz, sondern sind vor allem auch lufthygienisch deutlich besser als Verbrenner-Lkw. Das belegt auch eine Studie des Landes, die unterschiedliche Transportarten über den Brenner hinsichtlich des Energieeinsatzes und der Treibhausgasemissionen vergleicht. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Lkw ist wesentlich, um die Alltagstauglichkeit zu steigern und damit mehr Transporteure vom Umstieg auf E-Lkw zu überzeugen. So kann jener Verkehr, der nicht auf die Schiene verlagert werden kann, künftig umweltfreundlicher gestaltet werden. Gleichzeitig ist für mich als Tiroler Verkehrslandesrat klar, dass die Vermeidung von Umwegverkehr auf der Brennerachse sowie die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene höchste Priorität hat,“ so Tiroler Landesrat René Zumtobel.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit der OMV die Sicharge Flex in Kufstein erstmalig kundenseitig in Betrieb zu nehmen“, so Gerrit Pürstl, Head of eMobility bei Siemens Österreich. „Lösungen im Bereich der E-Mobilität sollen nachhaltig und praktikabel sein: Mit der Sicharge Flex schlagen wir die Brücke zwischen zukunftsweisender Technologie und den aktuellen Bedürfnissen der Mobilitätswende.“

„Mit dem neuen Hochleistungs-Ladeangebot in Kufstein setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt beim Ausbau unserer Ladeinfrastruktur. Gerade für den elektrischen Schwerverkehr braucht es leistungsfähige und verlässlich verfügbare Lademöglichkeiten entlang zentraler Transitrouten. Kufstein ist dafür aufgrund seiner Lage an der Brennerachse ein idealer Standort. Gemeinsam mit Siemens schaffen wir hier eine Lösung, die den Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden entspricht und gleichzeitig zeigt, wie die Mobilität der Zukunft an unseren Standorten konkret aussehen kann“, so Peter Vysny, VP International Operations & eMobility OMV.