Donnerstag, Jänner 27, 2022
»Wir leben in einer hybriden Welt«

Das Portfolio von NetApp umfasst Systeme, Software und Services, mit denen Unternehmen ihre Applikationen vom Datacenter bis in die Cloud optimal ausführen können. Die Frage des Speicherortes tritt in den Hintergrund, aber Sicherheit ist überall notwendig.

NetApp hat im Herbst Ergänzungen und neue Funktionen seines Hybrid-Cloud-Portfolios vorgestellt, die Unternehmen bei der Modernisierung ihrer IT-Infrastrukturen unterstützen. Die Lösungen erleichtern es, Daten zu nutzen, wo und wann immer sie benötigt werden, und machen auch die Lizenzierung und Bezahlung mit flexibleren Verbrauchsoptionen einfacher. Mit nativen Integrationen für die weltweit größten Public Clouds von AWS, Google und Microsoft bietet NetApp mit der ONTAP-Software eine vielseitige Grundlage für hybride Infrastrukturen. Mit der neuen Version von ONTAP stehen ein verbesserter Schutz vor Ransomware, erweiterte Datenmanagement-Funktionen und NVMe/TCP-Unterstützung für eine schnellere Performance zur Verfügung.

Passend dazu beobachtet NetApp-Geschäftsführer Peter Hermann bei Unternehmen aktuell mehrere Entwicklungen: »Man ist auch in Österreich draufgekommen, dass Homeoffice funktioniert. Dann betrachten die Unternehmen die Cloud mittlerweile differenzierter – auch wenn wir immer noch nicht die Weltmeister in der Adoption der Cloud sind. Und schließlich hat das Thema Security massiv an Bedeutung gewonnen – beim sicheren Zugriff auf Daten, egal an welchem Ort ich mich befinde.« Jüngste Ransomware-Attacken auch in Europa hätten die Brisanz unzureichend gesicherter IT-Infrastrukturen aufgezeigt und Führungskräfte wachgerüttelt.

Für Hermann befindet sich die Wirtschaft mittlerweile in einer hybriden Welt mit vielfältigen Arbeitsplätzen und IT-Umgebungen, die auch die Anforderungen und Komplexität für IT-Administratoren massiv steigen lässt. NetApp biete mit ONTAP ein »absolutes Alleinstellungsmerkmal«. Das einheitliche Betriebssystem für Storage – egal ob dieses in der Cloud ist oder ›on premises‹ – bietet Unabhängigkeit, wo Daten gelagert werden, und eine Einfachheit in allen Tools – bei Management-Tools ebenso wie bei Administrator-Konsolen. Zudem würden neue Security-Features speziell auch bei Ransomware und anderen Bedrohungen sofort Alarm schlagen, sobald im Betriebssystem Vorgänge abseits des Normalzustandes geschehen. Im Falle dessen werden automatisch Snapshots generiert, um Datensätze zu sichern. Dies, so Hermann, sei auch ein Grund, warum NetApp im Laufe der letzten zwei Jahre Partnerschaften mit allen Hyperscalern geschlossen hat. »Die Zusammenarbeit fängt jetzt auch in Österreich an, sich zu intensivieren. Wir bieten nicht nur Sicherungen von Komplettsystemen, sondern auch differenzierte Snapshots an«, betont er. Auch beim Thema Datenkompression würden Microsoft, AWS und Co. produktiv mit dem Datenmanagementspezialisten zusammenarbeiten.

Mit ONTAP werde Unternehmen auch die Scheu genommen, den Weg in die Cloud zu gehen. Daten können mit dem Betriebssystem einfacher verschoben werden – auch wieder zurück aus der Cloud in eine lokale IT-Umgebung. »Ohne Schmerzen kommt man nie raus, so fair muss man schon sein. Aber der Aufwand ist durchaus vertretbar.«

Unterschätzte Gefahr
In Österreich sieht der IT-Experte Viele die Bedrohung durch Ransomware immer noch unterschätzen. Er berichtet von Fällen, in denen die IT-Abteilung bereits den Einsatz von Sicherheitssoftware geplant hatte, um etwaigen Schaden durch böswillige Verschlüsselungen in Grenzen zu halten – die Finanzabteilung hätte aber die Gelder dafür nicht freigegeben. Prompt wurde das Unternehmen Opfer eines Angriffs. Die Kosten machten dann ein Zigfaches des Betrages aus, den die Security-Lösung gekostet hätte.

NetApp geht bei seiner Businesssoftware einen ähnlichen Weg, den Microsoft bei dem Betriebssystem Windows vor Jahren eingeschlagen hat: Security wird tief in den Code des Systems integriert. Sicherheit ist damit kein Softwarefeature, das einem Storage-Produkt aufgesetzt wird, sondern ein untrennbarer Teil dessen. Es ist auch eine Abkehr vom signaturbasierten Monitoring, das bei unentdeckten Schwachstellen stets hinterherhinkt.
Mit dem ständigen Abgleich des Zustands eines Systems mit einem »Normalverhalten« und dem Eingreifen, sobald dieser Normalzustand verlassen wird, sei man wesentlich besser aufgestellt, sagt Hermann. Er warnt, Bedrohungen durch Cybercrime zu unterschätzen und alles Erdenkliche für die Sicherheit zu unternehmen. »Daten sind das, was ein Unternehmen am Leben hält.«


Peter Hermann, NetApp: »Bieten Einfachheit und Sicherheit beim Zugriff auf Daten, egal an welchem Ort.«

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