Freitag, Juli 12, 2024

Massimo Fatato ist Red Hats neuer Vice President Telecommunications für die Region EMEA. Er möchte Rollouts von neuen Services für Telcos wesentlich schneller und einfacher gestalten.

Ich selbst bin das beste Beispiel für die Strategie von Red Hat, stärker die Telco-Industrie anzusprechen«, ist Massimo Fatato selbstbewusst. Der Italiener ist seit kurzem bei dem Open-Source-Business-Spezialisten tätig und bringt mehr als 25 Jahre Telekommunikationserfahrung ein. Fatato war zuletzt General Manager für das globale Operations-Support-System-Portfolio bei HP. Mit Fatato an der EMEA-Spitze hat Red Hat jetzt für den Telco-Markt auch die erste vertikale Ausrichtung in seiner Organisation geschaffen. Der Experte sieht unsere Gesellschaft generell in einem Wandel. Ohne Smartphone geht heute kaum noch etwas, ähnlich wie bei Wasser und Elektrizität bauen wir unser Alltagsleben auf IT auf. Nachdem die Provider bereits erfolgreich den Nutzern Connectivity bieten – das ist abge­hakt –, müssen sie nun auch Services kreieren und dies ewettbewerbsfähig an die Konsumenten bringen, empfiehlt Fatato. Dabei hat sich auch der Wettbewerb selbst verändert. »Vor 20 Jahren, zu Beginn der Liberalisierung, ritterte eine British Telecom mit Mercury, später Cable & Wireless und dann mit Vodafone um die Kunden. Gleichen Wettbewerb unter den Telcos gab es in allen anderen Ländern. Heute sind die größten Mitbewerber Over-the-top-Player wie Amazon bei Cloudservices – ein Buchhändler, der ursprünglich überhaupt nichts mit ICT zu tun hatte«, stellt er klar.

Mit einer flexiblen, leistungsfähigen Serviceplattform will Red Hat den Telekommunikations- und IT-Providern aber wieder das Steuer in die Hand geben. Der Marktstart von neuen Services soll vom Produktdesign bis zum Rollout auf wenige Tage verkürzt werden können – etwas, was früher mitunter Monate dauerte. Für das Einrichten von neuen Prozessen im Hintergrund, etwa für die Abrechnung neu eingeführter Tarife, sind sogar nur Stunden, im besten Fall Minuten, nötig. Das Zauberwort dazu heißt Virtualisierung.

»Das Problem ist, dass bei jedem neuen Produkt heute Marketing, Netztechnik, IT, Beschaffung für Software und Hardware involviert sind – das verursacht einen Wasserfall an Prozessen«, beschreibt Red Hats Spartenleiter. Neue Services in Form von Apps oder mit der Vernetzung von Geräten – etwa Monitoring von Gesundheitsdaten übers Handy – sollen mit dem Konzept Platform-as-a-Service mittels »Network Functions Virtualization (NFV)« einfacher ausrollt werden. Damit dringen virtualisierte Umgebungen bis ins Mobilnetz – für die Betreiber eine dringend benötigte Flexibilisierung ihrer Infrastruktur.

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