Sonntag, April 18, 2021
Ohne dauerhaftes flexibles Arbeiten gehen Arbeitskräfte verloren

Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer fordert Recht auf Home-Office und flexibles-Arbeiten.

Laut einer aktuellen Umfrage von Citrix ist flexibles Arbeiten auf dem Vormarsch. 82 Prozent der Befragten sind überzeugt davon, dass Home Office und flexible Arbeitsmodelle auch nach der Pandemie häufiger vorkommen werden. Arbeiten von Zuhause und flexible Arbeitsoptionen werden zudem entscheidend sein, um Arbeitnehmer zu gewinnen und an Unternehmen zu binden. So sind 55 Prozent der Befragten der Meinung, dass Unternehmen nicht attraktiv für Arbeitnehmer sind, wenn sie keine flexiblen Arbeitsoptionen anbieten. 45 Prozent geben an, dass sie bei einem Jobwechsel nur eine Stelle annehmen würden, die Arbeiten von Zuhause oder flexible Optionen bietet. Mehr als die Hälfte (53 %) der Befragten wünscht sich ein gesetzlich verankertes Recht auf Home Office und Remote-Arbeit.

Erstaunlicherweise sind nur 21 Prozent der Befragten der Meinung, dass sich die Pandemie negativ auf ihr Arbeitsleben und ihre Karriere ausgewirkt hat. 28 Prozent würden sogar sagen, dass sie im Hinblick auf Zeitmanagement, Flexibilität und Gesamtleistung positive Auswirkungen hatte. Darüber hinaus meint mehr als ein Drittel (41 %), dass ihr Privatleben positiv beeinflusst wurde. Der Wegfall des Pendelns habe ihnen die Möglichkeit gegeben, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen (17 %), sich einem Hobby zu widmen (12 %) oder einfach mehr Schlaf zu bekommen (15 %).

Im Ergebnis favorisiert mehr als die Hälfte (52 %) der Befragten nach der Pandemie ein hybrides Modell, bei dem sie sowohl im Büro als auch aus der Ferne arbeiten können. Nur 14 Prozent wollen ins Büro zurückkehren und jeden Tag von dort arbeiten.

Ungeachtet der praktischen Vorteile, die viele Menschen in Home Office und flexiblem Arbeiten sehen, hatte 36 Prozent der Befragten das Gefühl, dass sich ihre psychische Gesundheit in den letzten 12 Monaten verschlechtert hat. 89 Prozent der Befragten halten daher eine Unternehmenskultur für wichtig, die das psychische und/oder physische Wohlbefinden fördert. Entsprechend sollten Unternehmen ihre Unternehmenskultur überdenken, um ihren Mitarbeitern langfristig produktives Arbeiten zu ermöglichen.

„Trotz aller Herausforderungen, die die Pandemie mit sich bringt, berichten Büroangestellte von Verbesserungen in ihrem Privatleben und ihrer Karriere durch das Arbeiten von Zuhause“, sagt Oliver Ebel, Area Vice President Central Europe bei Citrix. „Wenn die Menschen selbst unter diesen widrigen Umständen einen Silberstreif am Horizont sehen, ist das eine Chance, die Arbeitswelt nach der Pandemie positiv weiterzuentwickeln. Das Ergebnis wird eine neue Generation zufriedenerer Mitarbeiter sein, die ihrem Unternehmen länger treu bleiben, weil sie die Wahl haben, dort zu arbeiten, wo es für sie am besten ist.“

„2020 haben die meisten Unternehmen nur überlebt statt zu wachsen“, so Ebel weiter. „2021 sollten sie den Blick von der rein operativen Seite des Geschäfts lösen und mehr Zeit und Ressourcen darauf verwenden, ihre Werte in einer Welt nach der Pandemie zu definieren – mit einer hybrid arbeitenden Belegschaft, die von ihrem Arbeitgeber unterstützt und eingebunden werden möchte. Die Unternehmenskultur ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal, wenn es darum geht, Arbeitnehmer zu gewinnen und zu binden. Daher ist es wichtig, dass Unternehmen diesen Aspekt priorisieren. Nur so können sie sicherstellen, dass sie zukunftsfähig sind.”

Citrix untersuchte in einer Umfrage die Empfindungen und Erfahrungen von einem Jahr Heimarbeit unter 3.750 Büro-Mitarbeitern in UK, Frankreich, Deutschland, Schweiz und Niederlande. Die Büroangestellten wurden zu ihrer Unternehmenskultur, den Auswirkungen der Pandemie auf ihre Karriere und zu ihrem Wohlbefinden sowie ihren Gefühlen in Bezug auf Home Office und Work-Life-Balance befragt. Die Befragung wurde vom Meinungsforschungsunternehmen OnePoll im Zeitraum vom 10.02.2021 bis 23.02.2021 durchgeführt.

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