Sonntag, Juli 21, 2024

LAbg. Barbara Novak, Gemeinderätin Stadt Wien, über den Status quo des Faktors IT in der Hauptstadt.

 

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind ein wesentlicher Wachstums- und Jobmotor für die heimische Wirtschaft. Nicht zuletzt wird IKT auch als Wachstumslokomotive der österreichischen Wirtschaft bezeichnet, da die starke Durchdringung und der breite Einsatz von IT über die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftssystems und unserer Standortqualität entscheiden.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich Österreich zu einem interessanten Wirtschaftsstandort im internationalen Vergleich entwickelt. Im weltweiten Digitalisierungsranking 2012 des Weltwirtschaftsforums schafft es Österreich auf Platz 19 (von 142 Volkswirtschaften). Von den positiven Wirkungen der IKT auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Volkswirtschaften kann ein Land wie Österreich nur profitieren. Arbeitsplätze werden gesichert und der Standort für Ansiedelungen und Innovationen zunehmend attraktiver.

Richtet man den Blick auf die Bundeshauptstadt Wien, findet man ein Paradebeispiel für sinnvolle IT-Ansiedelung. Der Wiener IKT-Sektor stellt rund acht Prozent der Wiener Unternehmen und hat damit ein zehnmal höheres Wirtschaftswachstum als die Tourismusbranche. Dies ist auf die nachhaltigen Förderungsprogramme der Stadt Wien zurückzuführen. Die Wirtschaftsagentur Wien, mit ihrer eigenen Wirtschaftsförderungs- und Servicestelle »departure« für Unternehmen der Creative Industries und das Zentrum für Innovation und IKT unterstützen seit Jahren Projekte mit neuen Innovationen und Ideen im IKT-Bereich.

Initiative für offene Daten

Vor langer Zeit hat die Stadt Wien erkannt, dass IKT nicht nur den Wirtschaftsstandort attraktiv hält, sondern auch Lebensqualität erhöht. Der politische Auftrag lautet, dass sich die Dienstleistungen der Stadt an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientieren müssen. Technologischer Fortschritt versucht nämlich nicht, Arbeitskräfte zu ersetzen, sondern die Menschen dieser Stadt zu unterstützen. Dabei profitieren sowohl Wiener Unternehmen als auch alle Anwenderinnen und Anwender. Mit der Open-Government-Initiative der Stadt Wien wird Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen die Möglichkeit geboten, die Dienstleistungen der Stadt einfach und bequem mittels modernem Einsatz von IT in Anspruch zu nehmen. Immer mehr Haushalte und Unternehmen sind an schnelle Internetverbindungen angeschlossen und erledigen Behördenwege, Meldepflichten, Einkäufe und Rechnungen elektronisch. Aufseiten der Unternehmen besteht großes Interesse, E-Government-Angebote künftig noch stärker zu nutzen. Dabei ist der Ausbau von Breitband, Glasfaser und Mobilfunk für die Stabilität und Sicherheit der Angebote notwendig und daher für die Technologiestadt Wien sehr wichtig.


> Barbara Novak ist Abgeordnete zum Wiener Landtag und Mitglied des Gemeinderates der Stadt Wien, Bereichssprecherin für Informations- und Kommunikationstechnologie.

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