Samstag, Juli 20, 2024

Peter Aigner ist Chef und Gründer der Aigner PR. Aigners Agentur ist seit 1994 am Markt und vertritt seit 2009 in Österreich das internationale PR-Netzwerk ComVort Group.


(+) plus: Wie haben Sie die Krise erlebt?
Aigner: Von Krise war nicht sonderlich viel zu spüren, zumindest bei uns. 2010 ist unser bislang bestes Jahr gewesen.

(+) plus: PR als Viagra in der Krise?
Aigner: Der Kostendruck steigt ohnehin permanent, dieser Trend wird in Krisenzeiten nur verstärkt. Viele Firmen nutzen vermehrt PR, weil sie glauben, dass das billiger ist als Werbung. Für viele österreichische KMU stimmt das auch. Die könnten sich eine klassische Kampagne gar nicht leisten.

(+) plus: Sind die Werber eher Partner oder Konkurrenten?
Aigner: Teils, teils. Tatsächlich gibt es ein gewisses Spannungsfeld zwischen Werbung und PR. Die Werber wollen PR aus Kostengründen vermehrt inhouse abdecken, also quasi nebenbei. Das geht aber nicht immer gut, wie prominente Beispiele in der Vergangenheit zeigen. Ich glaube, dass die klassische Aufgabenteilung ganz gut funktioniert.

(+) plus:  Ist die Agenturszene gesund?
Aigner: Die Branche ist sehr kleinteilig strukturiert. Der Löwenanteil der Agenturen sind Einzelkämpfer. Wer in Österreich zehn Leute beschäftigt, ist schon ein Big Player. Problematisch sind die immer gleichen Problembären, die ständig vor Gericht auftauchen. Diese »Promis« prägen in der Öffentlichkeit das Bild von PR, obwohl sie damit eigentlich nichts zu tun haben.

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