"Die ganzen Vorteile, die man vom Leasing kennt"

Volkmar Mohs ist Leiter des Bereichs Softwarelösungen bei CHG-Meridian. Volkmar Mohs ist Leiter des Bereichs Softwarelösungen bei CHG-Meridian. Foto: CHG-Meridian

Volkmar Mohs, Head of Software Solutions bei CHG-Meridian, über versteckte Kosten in »Enterprise Resource Planning (ERP)«-Projekten und die Vorteile von Software-Leasing.

Report: Wie können Sie Kosten in Softwareprojekten für Kunden senken?

Volkmar Mohs: Entlang des Software-Lifecycle gibt es eine ganze Reihe von Punkten, an denen wir Aufwände verringern und Kosten reduzieren. Das beginnt bei der professionellen Unterstützung bei der Softwareauswahl und der kaufmännischen Prüfung der Lieferantenverträge. Wichtig ist auch die lizenz- und steuerrechtliche Strukturierung des ERP-Projekts. Gerade bei Lizenzkosten sehen wir große Einsparpotenziale. In einem aktuellen Fall konnten wir bei einem Hersteller in der Luftfahrt- und Schienenfahrzeugindustrie durch eine Fülle von Maßnahmen die Gesamtkosten um 15 % reduzieren.

Report: Was sind die Vorteile einer Finanzierungsform über Software-Leasing?

Mohs: Da sind natürlich die ganzen Vorteile, die man vom Leasing kennt – Bilanzneutralität oder die Erhaltung von Liquidität beispielsweise. Gerade was die Auswirkungen auf die Bilanz angeht – die können bei einem ERP-Projekt ja beträchtlich sein –, zahlt sich unsere Finanzkompetenz aus. Insbesondere, wenn es um die Bilanzierung im internationalen Maßstab geht. Wer hier alles richtig macht, hat am Ende bessere Unternehmenskennzahlen und eine insgesamt günstigere Fremdkapitalisierung für sein Unternehmen.

Report: Doch sind nicht eher versteckte Kosten die gefährlichsten Faktoren bei einer Softwareeinführung?

Mohs: Ja, das ist richtig. Viele denken bei einer ERP-Einführung zuerst an Software-und Lizenzkosten. Das sind aber nur ein Teil der Gesamtkosten. Weiterhin fallen Implementierungskosten an – also Aufwände für Berater, Systemhäuser und auch Reisekosten. Und schließlich kommen noch die internen Personalkosten des Kunden hinzu. Diese internen Kosten – und das wissen viele Firmen nicht – sind bei einem ERP-Projekt als Anschaffungsnebenkosten zu aktivieren und abzuschreiben. Und zwar für alle auch nur temporär am Projekt beteiligten Mitarbeiter. Wir übernehmen alle diese Kostenblöcke in unsere Finanzierung und integrieren sie in eine Mietrate. Auch das ist ein Riesenvorteil unseres Finanzierungskonzeptes.

back to top