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Datenverarbeitung in der Königsklasse

Datenverarbeitung in der Königsklasse

Über Technologien und neues Geschäft für findige Nutzer von verteilten IT-Resourcen sprachen Experten bei einem Informationstag von Oracle im Hangar-7 in Salzburg.

Von Martin Szelgrad

Wie viel Innovation braucht ein Unternehmen? Auf welche Weise hilft flexible IT der Schlagkräftigkeit von Organisationen? Auf dem Cloud Innovation Day am 6. Mai in Salzburg diskutierten IT-Experten von Oracle mit Kunden und Interessierten. Pascha Soufi Siavoch moderierte die Veranstaltung im Members Club des Hangar-7. Für den Oracle-Manager sind Cloudservices eng mit der Fähigkeit zu Innovation in Unternehmen verknüpft. Das erläutert auch IDC-Analyst Mario Meir-Huber in einem Vortrag klipp und klar: »Jene IT-Fachkräfte, die durch die Auslagerung von Standarddiensten in die Cloud entlastet werden, haben mehr Zeit für Neues.« Die IT-Industrie hat IDC zufolge jedenfalls fix den Weg in Richtung Cloud eingeschlagen. »85 % aller Anwendungen heute werden ausschließlich für die Cloud entwickelt«, berichtet Meir-Huber. Die Vorteile aus der Ablöse von On-Premise-Technik durch Services aus dem Rechenzentrum liegen auf der Hand: höhere Flexibilität der IT, geringere Implementierungs- und Gesamtkosten sowie eine einfachere Administrierbarkeit von IT auf allen Ebenen – Applikation, Datenbank, Plattform und Infrastruktur. IT aus der Wolke in vollendeter Form gibt es dann, wenn sich Fachabteilungen in Unternehmen selbst die benötigten Ressourcen direkt aus einem Servicekatalog provisionieren können. Zwar müssen auch hier Regeln festgelegt werden, um die Kostenrahmen nicht zu sprengen. Doch: »Eine Sandbox-Umgebung aufzubauen, ist eine Sache von Minuten geworden und dauert nicht mehr Tage.« Noch haben die wenigsten IT-Abteilungen die Möglichkeit, ihre IT-Kosten – und damit auch Cloudkosten – dezidiert den Abteilungen zuzurechnen. Diese Transparenz sei aber gefordert und werde Einzug halten.

Große Daten und Chancen

In einer aktuellen Studie zeigt IDC auf, dass gerade Big-Data-Lösungen einen Riesenhebel für neue Geschäftsprozesse bieten. Berechnung zufolge wächst Big Data derzeit sechsmal schneller als der restliche IT-Markt. Das Erkennen von geschäftsrelevanten Informationen inmitten der Datenfluten wird zur zentralen Herausforderung für die IT. Nötig dazu sind heterogene Teams: Sie haben eine Ahnung vom Geschäft, können auf verteilte Infrastrukturen ausgelegte Anwendungen entwickeln und verstehen etwas von Statistik und von der Visualisierung von Datenströmen und Analysen. Auf dem Infotag werden Praxisbeispiele zum Nutzen von Big-Data-Lösungen gebracht. Ein Case betrifft ein österreichisches Unternehmen in der Medizintechnik. Plagten die Anwender immer wieder Ausfälle der empfindlichen Geräte, können mit Big-Data-Computing die Stehzeiten auf nahezu Null reduziert werden. Mittels »Predictive Maintenance« werden vorab Techniker angefordert und Ersatzteile bestellt. Durch die Analyse von Fehlercode-Historien können Ausfälle mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 % auf Perioden von sechs Wochen Länge genau vorhergesagt werden. Ein anderes Beispiel betrifft die Bauwirtschaft. Durch verbesserte Projektkalkulationen bei Großbaustellen kann die Wirtschaftlichkeit von Aufträgen verbessert werden. Die Branche kämpft mit Margen von 2 % – jedes Promille Ertragsverbesserung bedeutet Welten. Oracle-Mann Pascha Soufi Siavoch rät Unternehmen, sich früh mit diesen Möglichkeiten zu beschäftigen. Die Oracle-Produktpalette rund um Big-Data-Lösungen und die konvergente Plattform ExaData sei auf diese Herausforderungen ausgelegt. »Weniger IT-Komplexität durch Private-Cloud-Technologie spart Zeit und Geld und bietet mehr Raum für Innovation und das Ausnutzen von Chancen«, bekräftigt er. Im Anschluss an die Vorträge konnten in einer Führung durch den Hangar-7 F1-Boliden bewundert ­werden.

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