Die fünf wichtigsten Container-Trends in 2021

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Die Container-Technologie kennzeichnet eine dynamische Weiterentwicklung. Der Open-Source-Spezialist Red Hat nennt die zentralen Entwicklungen und Trends rund um die Container-Nutzung 2021.

Die Technologieevolution schreitet weiter fort, und zwar hin zu Cloud-nativen Architekturen. Damit können Unternehmen die Geschwindigkeit, Flexibilität und Qualität bei der Applikationsentwicklung und -bereitstellung steigern und gleichzeitig die Risiken reduzieren. Container sind eine zentrale Komponente einer solchen Cloud-nativen Strategie. Und die Möglichkeiten der Container-Nutzung sind bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Fünf wichtige Entwicklungen und Trends sieht Red Hat.

1. Container und virtualisierte Instanzen

Container sind im Mainstream angekommen. Immer mehr Applikationen und Services werden über Container bereitgestellt. Dazu beigetragen hat vor allem die Weiterentwicklung des Open-Source-Systems Kubernetes, das die Aufgaben der Orchestrierung oder Verteilung von Container-Anwendungen übernimmt. Kubernetes ist inzwischen der De-facto-Standard in der Container-Orchestrierung und die Basis moderner Softwareentwicklung.

Vorangetrieben wird der Container-Einsatz auch durch die Möglichkeit, virtualisierte Instanzen zu betreiben. Das heißt, mit modernen Container-Plattformen können Workloads, die auf traditionellen virtuellen Maschinen (VMs) basieren, in Kubernetes integriert werden. So ist es möglich, die Workflow- und Entwicklungs-Silos zu beseitigen, die typischerweise zwischen herkömmlichen und Cloud-nativen Applikationsumgebungen existieren. Unternehmen können damit Anwendungen entwickeln, bereitstellen und verwalten, die aus virtuellen Maschinen, Containern und Serverless-Komponenten bestehen.

2. Container-Nutzung am Edge

Ganz klar weiter im Trend liegt Edge Computing, das Unternehmen etwa bei der Skalierung der Infrastruktur oder der Realisierung neuer latenzempfindlicher Anwendungen unterstützt. Beim Edge Computing wird die Datenverarbeitung von zentralisierten Rechenzentren an entfernte, verteilte Standorte verlagert. Für die Umsetzung von Edge-Computing-Konzepten sind flexible, skalierbare und zuverlässige Technologien von entscheidender Bedeutung. Und auch an dieser Stelle gewinnen Container und Kubernetes zunehmend an Bedeutung.

Mit Containern und Kubernetes können leichtgewichtige und skalierbare Edge-Anwendungen mit Datenaggregation, Transformation und Konnektivität einfach, schnell und sicher konzipiert werden. Nicht umsonst wird die Transition zu 5G immer mehr zu einer Transition zu Containern und Cloud-nativen Netzwerkapplikationen.

3. Container-Einsatz in KI- und ML-Szenarien

Zu den am schnellsten wachsenden Anwendungsfällen für containerisierte Applikationen zählen Data-Science-Workflows und der Analytikbereich, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinellem Lernen (ML) basieren. Containerisierte Umgebungen bieten für KI- und ML-Workloads eine hohe Agilität, Flexibilität, Portabilität und Skalierbarkeit. Damit ist die Basis geschaffen, um KI- und ML-basierte Software schneller und ohne Vendor-Lock-in zu entwickeln, zu testen und bereitzustellen.  Anwendern steht inzwischen eine große Auswahl an Kubernetes-Lösungen für die Konzeption von ML-Modellen und KI-gestützten intelligenten Applikationen zur Verfügung, darunter Do-it-yourself-Plattformen, die auf Upstream-Projekten aufbauen, und gemanagte Services auf Public Clouds.

4. Container-as-a-Service

Bei Nutzung eines Container-as-a-Service-Angebots wird die Ablaufumgebung für Container, also die Container-Plattform von einem Cloud-Anbieter bereitgestellt. Ein Unternehmen muss die Plattform so nicht im eigenen oder gemieteten Rechenzentrum aufbauen und betreiben. Vor allem mittelständische Unternehmen werden künftig verstärkt diese Option wählen. Allerdings müssen sie bei der Auswahl eines Service-Angebots darauf achten, dass nur eine vollständig Hybrid-fähige Container-Plattform Zukunftssicherheit bietet.

5. Neue Management-Lösungen

Gerade für die Verwaltung von tausenden Edge-Standorten in Kombination mit zentralen Standorten werden neue Management-Lösungen benötigt und eingesetzt. Solche Lösungen werden die konsistente, konforme und sichere Verwaltung hochskalierter Edge-Architekturen unterstützen, wie es auch in Standard-Rechenzentrums-Deployments üblich ist. Das heißt, es werden verstärkt neue Management-Lösungen genutzt, die die Herausforderungen in puncto Verwaltung bei der Ausführung von Cloud-nativen Anwendungen in großen, produktiven und verteilten Kubernetes-Clustern bewältigen. Dabei geht es etwa um die Überwachung und Bereitstellung von Clustern, eine Richtlinien-gesteuerte IT-Governance oder ein Management des Anwendungslebenszyklus.

„Container-Plattformen sind in Kombination mit Cloud-nativen Laufzeitumgebungen einer der größten Innovationstreiber. Auch 2021 wird deshalb der Container-Siegeszug ungebremst weitergehen“, erklärt Matthias Pfützner, Senior Solution Architect, Cloud bei Red Hat. „Der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit im Container-Umfeld wird darauf liegen, die Komplexität beim Aufbau und Betrieb von Containern weiter zu reduzieren und damit den großflächigen Einsatz zu fördern. Ein konkretes Beispiel hierfür sehen wir bereits mit der Kubernetes-Bereitstellung auch am Netzwerk-Edge.“

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