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Green ICT als Wachstumstreiber

(Foto: BRZ GmbH) Andreas Reichhardt, BMVIT; Theresia Vogel, Klima- und Energiefonds; Gerhard Popp, BMF; Christine Sumper-Billinger, BRZ; Lothar Roitner, FEEI; Maria Bendl, BMWFJ und Peter Koren, IV, (v.l.n.r.) bei der Studienpräsentation im Haus der Industrie. (Foto: BRZ GmbH) Andreas Reichhardt, BMVIT; Theresia Vogel, Klima- und Energiefonds; Gerhard Popp, BMF; Christine Sumper-Billinger, BRZ; Lothar Roitner, FEEI; Maria Bendl, BMWFJ und Peter Koren, IV, (v.l.n.r.) bei der Studienpräsentation im Haus der Industrie.

Grüne Informations- und Kommunikationstechnologien bergen, laut einer aktuellen Studie, enorme Wachstumspotenziale für den Wirtschaftsstandort Österreich. Die Industrie fordert von Politik und öffentlicher Hand die passenden Rahmenbedingungen.

Eine forcierte Entwicklung und Anwendung von Green ICT birgt das Potenzial einer nachhaltigen Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Österreich, so eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesrechenzentrums (BRZ), des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) und der Industriellenvereinigung (IV). Grüne Informations- und Kommunikationstechnologien könnten demnach bis zum Jahr 2020 etwa 60.000 zusätzliche Arbeitsplätze in Österreich schaffen und somit etwa 7 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Produktion leisten. Wenn die Potenziale von Green ICT voll genützt würden, könnte die Reduktion der Co2-Emmissionen, laut Studie, fast 9 Prozent der Emissionen von 2010 betragen. 

Bewusstseinsbildung

Um die Potenziale der Green ICT für den Wirtschaftsstandort auszuschöpfen, bedürfe es allerdings einer gezielte Bewusstseinsbildung auf Seiten der Industrie wie auch der Nutzer, meint Gerhard Popp, Sektionschef IT, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministerium (BM) für Finanzen, bei der Podiumsdiskussion anlässlich der Studienpräsentation im Haus der Industrie. „Viele wissen nicht von dem Prozess, dass die IKT immer mehr in alle anderen Bereiche hineinspielt“, ist auch FEEI-Geschäftsführer Lothar Roitner überzeugt. „Dabei ist Green ICT als die notwendige Basis für intelligente Klima-, Energie- und Infrastrukturpolitik zu sehen.“ Beim Nutzer-Bewusstsein sei vor allem auf den persönlichen Nutzen zu achten, meint Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds. „Denn denkt man beispielsweise an den Bereich Smartphones, zeigt sich, dass hier nicht die Energie-Effizienz, sonder schlichtweg der Nutzen des Geräts im Vordergrund steht“. Die Bewusstseinsbildung der Mitarbeiter habe neben vielen weiteren gezielten Maßnahmen auch beim Green IT-Projekt des Bundesrechenzentrums eine wichtige Rolle gespielt, erklärt BRZ-Geschäftsführerin Christine Sumper-Billinger. „Insgesamt konnten wir den Strombedarf im grünsten Rechenzentrum Österreichs um 25 Prozent senken.“

Öffentliche Hand und Politik als Vorreiter

Die öffentliche Hand spiele bei der Zukunftsausrichtung der Green ICT eine wichtige Vorreiterrolle, ist Andreas Reichhardt,  Sektionschef Innovation und Technologie im BM für Verkehr, Innovation und Technologie, überzeugt. „Es müssen Referenzen für exportorientierte Wirtschaft geschaffen werden, die die heimischen Unternehmen nützen können." Dabei sei auf politischer Ebene ein besser abgestimmtes Zusammenspiel verschiedener Felder, wie Wirtschaft, Infrastruktur und Innovation & Forschung, gefordert, stellt Maria Bendl vom BM für Wirtschaft, Familie und Jugend, fest. „Um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich zu erhalten, muss auch im politischen Umfeld dazu beigetragen werden“. Von der kommenden Legislaturperiode erhoffe sich die Industrie eine entsprechende Schwerpunktsetzung im neuen Regierungsprogramm. „Der Megatrend der Green ICT kommt bestimmt. Es ist nur die Frage, wie viel Österreich in Zukunft davon profitieren wird“, so Roitner.

Last modified onFreitag, 05 Juli 2013 09:48
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