Neue Lösung, neue Kommunikation

Eine Kolumne, zwei Referenzen und drei Produkte. Teil zwei der großen Serie »Unified Communications« zu Kommunikation und Kollaboration im Report.

 

Die Visionen in der Branche sind unterschiedlich stark bereits in Produkten manifestiert. Eine gemeinsame Richtung beschreiben Sie doch: Unternehmen einen Weg zu einer nachhaltigen strategischen Ausrichtung durch die Vernetzung von Mitarbeitern und Einbindung der gesamten Geschäftsprozesse zu zeigen. Durch die flexible Vernetzbarkeit und Erreichbarkeit der Menschen untereinander kann auf das kollaborative Wissens von Kunden, Beschäftigten und Partnern zugegriffen werden. »Unsere Vision für das dynamische Unternehmen passt das Verständnis von Kommunikation an die Tatsache an, dass Menschen heutzutage über eine Vielzahl von Endgeräten hinweg zeitunabhängig kommunizieren«, meint Claudio Soland, Vice President Enterprise Market Group bei Alcatel-Lucent. »Dafür brauchen wir neue Lösungen und eine radikal neue Herangehensweise.«


Zum Kommentar "Unified Communications, ein Beginn" von HMP-Geschäftsführer Thomas Schmutzer.

- Mit und rund um UC: erfolgreiche Change-Projekte



Kosteneinsparungen durch Callback-Funktion von Siemens bei Waagner-Biro.Leitungen für Stahlbauer
Mit dem Unternehmenssitz in Wien ist Waagner-Biro eine österreichische Unternehmensgruppe mit Beteiligungen an nationalen und internationalen mittelständischen Unternehmen des Stahl- und Maschinenbaues. Damit die Kommunikation zwischen diesen Standorten gewährleistet ist, entschloss sich das Unternehmen, im Rahmen eines Standortwechsels sein veraltetes Kommunikationssystem gegen eine moderne Kommunikationslösung auszutauschen. Die Entscheidung fiel auf die Lösung »HiPath 3800 V8 » von Siemens Enterprise Communications. Während die Zentrale des Communication Servers in Wien installiert wird, ermöglichen kompakte Baustellenkoffer der »HiPath 3000« einen problemlosen Anschluss der internationalen Standorte an das Kommunikationssystem. Zusammen mit dem Communication Server wurde die Unified-Communications-Applikation »Xpressions V6 installiert«, die Voice, Mail und Computerintegrierte Telefonie (CTI) als integrierte Lösung möglich macht. So können Informationen zum Anrufer direkt am Computer angezeigt und auch direkt vom PC aus gewählt werden.
Kosteneinsparungen in Bezug auf GSM-Roaminggebühren werden weiters durch Callback-Funktion und einen GSM-Gateway erreicht, ebenso wie durch Voice-over-IP-Verbindungen zwischen Baustelle und Zentrale. »Als internationales Unternehmen ist ein unkomplizierter Informationsaustausch über alle Standorte eine große Herausforderung. Mit dem neuen Communication Server wird sie jedoch bedienungsfreundlich und kostengünstig bewerkstelligt«, erklärt Josef Jarosch, Geschäftsführer Siemens Enterprise Communications.

- Die besten UC-Werkzeuge:

Sexy »Deskphone«
Alcatel-Lucent läutet mit dem »OmniTouch 8082 My IC Phone« eine neue Ära der Kommunikation ein, wie es sie bei einem Festnetztelefon bisher noch nie gegeben hat und setzt damit neue Maßstäbe, was Nutzer von ihrem Schreibtisch aus tun können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Festnetztelefonen bietet dieses neue Gerät eine offene Plattform und eine Benutzerschnittstelle, die auf einer großen Multi-Touch-Anzeige basiert. Der gegen Ende des Jahres am Markt erhältliche Wunderwuzzi verfügt über einen 7-Zoll-Touchscreen mit LED-Beleuchtung und einem inhalteabhängigen sensorischen Feedback sowie eine Bluetooth- und USB-Schnittstelle. Das heißt: Auch hier könnte ähnlich wie im Mobilfunk eine neue Applikationswelt entstehen. Eine Benutzerschnittstelle ermöglicht Mitarbeitern in Unternehmen die Nutzung von Funktionen wie Instant-Messaging, Anzeige von Präsenzinformationen sowie integrierte E-Mail-Funktion und MP3-Wiedergabe, die alle über das Smart DeskPhone abgerufen werden können. Entwickler arbeiten derzeit an Anwendungen, die branchenspezifisch zugeschnitten sind, so etwa für das Gastgewerbe und den Finanzsektor, wo einzigartige Anwendungen ihre volle Wirkung entfalten können. Eine spezifisch zugeschnittene Anwendungspalette auf dem Gebiet der Finanzdienstleistungen könnte beispielsweise in einer Echtzeit-Videoübertragung und Twitter-Meldungen von Tradern bestehen, um die Funktionen eines Desktop-PCs um ein reichhaltiges Funktionsangebot zu erweitern.

Sanfte Software
Avayas Softwarelösung »IP Office 6« ermöglicht die Steuerung von Kommunikation, wie Telefonie, Konferenzmanagement und Unified-Messaging-Service aus dem Webbrowser. Dies ist vor allem für Mitarbeiter im Außendienst oder im Home­office interessant. Der Zugriff über ein abgesichertes Virtual-Private-Network sowie integrierte Instant Messaging-, Anruf- und Präsenz-Funktionen, über die verfügbare Kollegen mittels Icons angezeigt werden, sollen sich positiv auf die Erreichbarkeit und die Reaktionszeiten auswirken und so den Kundenservice verbessern.
Die neue Version von Avaya IP Office verbindet durch ein erweitertes Feature für Telefonkonferenzen nicht nur bis zu 64 Teilnehmer in einer Sitzung. Es können nun auch Telefonate aufgezeichnet und Gesprächspartner einfach hinzugefügt, auf stumm gestellt oder verabschiedet werden. Und mit der »IP Office Video Softphone«-Applikation erhalten Anwender eine softwarebasierte Kommunikationsanwendung für einen PC oder Laptop, um auch unterwegs Videokonferenzen durchführen zu können.

Terminal für Manager

Für eine klare Klangqualität ist eine Firmware von Aastra im 6739i bereits vorinstalliert. Erst vor wenigen Wochen hat Aastra diese neue Funktion vorgestellt, die auf dem Breitbandcodec G.722 basiert und in allen Verbindungen zum Tragen kommt, in denen der Codec von den Endgeräten der Teilnehmer ausgehandelt wird. Hörer, Headset-Anschlüsse und Freisprecheinrichtung des Aasta 6739i sind so konstruiert, dass sie die volle Bandbreite (7 kHz) unterstützen. Auch Aastra-Österreichchef Frederic Boone hat das flotte Ding bereits auf seinem Schreibtisch stehen.

Am Ende eine Studie
Deutsche Anwender haben die Vorteile von Collaboration-Lösungen bereits für sich erkannt, wie eine aktuelle Studie eines großen Netzwerkexperten zeigt: Jeder zweite Befragte setzt collaborative Technologien zur Problemlösungen ein – die Kommunikation innerhalb und außerhalb der Unternehmensgrenzen wird vereinfacht, der Wissensaustausch erfolgt zielorientiert.
39 Prozent der Studien-Teilnehmer geben an, durch Collaboration-Lösungen ihre Produktivität und Effizienz zu steigern, weitere 30 Prozent tauschen sich mit Entscheidern unkompliziert aus. Für jeden vierten Mitarbeiter ermöglichen Anwendungen wie Instant Messaging, Web- oder Videokonferenzen eine schnellere Entscheidungsfindung mit Kollegen, Kunden oder Vorgesetzen. Durch den Einsatz von Video, Wikis, Blogs und anderen virtuellen Meetings, sowohl in der Firma als auch von zu Hause, wird die globale Zusammenarbeit entscheidend vereinfacht. Ausgaben für Reisekosten lassen sich entsprechend reduzieren, die Balance zwischen Arbeit und Freizeit kann leichter gefunden werden.

Hier geht es zu Teil 1 der Serie »Unified Communications« im Report.

Last modified onMontag, 17 Oktober 2011 02:15
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