Neuer Fellow der britischen Royal Society

Georg Gottlob, derzeit Professor an der Universität Oxford sowie an der TU Wien, wurde zum Fellow of the Royal Society gewählt.Der Wiener Informatiker und Logiker Georg Gottlob wurde am 20. Mai zum Fellow of the Royal Society gewählt.

Georg Gottlob wurde aufgrund seiner wissenschaftlichen Verdienste um die Informatik, insbesondere in den Bereichen der Computationalen Logik, der Künstlichen Intelligenz, und der Datenbanken, zum Fellow der Royal Society gewählt. In diesen Gebieten hat er neue Algorithmen erfunden, Softwaresysteme entwickelt, sowie komplizierte mathematische und technische Probleme gelöst.

 Georg Gottlob ist seit 1988 Professor am Institut für Informationssysteme der Technischen Universität Wien. Im Jahr 2006 folgte er einem Ruf als Professor für Computing Science an die Universität Oxford, ist aber weiterhin an der TU Wien und seinem Institut im Rahmen einer Teilzeitprofessur tätig. 

Die "Royal Society of London for the Improvement of Natural Knowledge" ist die älteste existierende wissenschaftliche Akademie der Welt. Sie feiert dieses Jahr ihr 350-jähriges Bestehen. Ihre Mitglieder (Fellows) rekrutiert sie nicht nur aus Großbritannien, sondern aus dem gesamten Commonwealth. Jedes Jahr werden 44 neue Fellows gewählt, die mit der Zuwahl das Recht erhalten, den Titel FRS (Fellow of the Royal Society) nach ihrem Namen zu führen.

Die Ernennung zum Fellow wird international als eine der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen angesehen. In der Liste der Fellows seit dem Gründungsjahr 1660 kommen Namen wie Isaac Newton, Gottfried Leibniz, Sigmund Freud, Tim Berners Lee (Erfinder des World Wide Web), sowie die einer großen Zahl von Nobelpreisträgern vor.  

Gottlob ist ACM Fellow, Wittgenstein Preisträger und Mitglied der Österreichschen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, sowie der Academia Europaea. Er leitete das erste CD-Labor der Christian-Dopplergesellschaft und ist einer der Gründer der Firma Lixto Software GmbH. Vor kurzem erhielt er einen ERC Advanced Investigator Grant in der Höhe von 2,4 M Euro für Forschung im Bereich der automatischen Web-Datenextraktion.

Last modified onMontag, 31 Mai 2010 11:55
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